Archiv

History

John Tanner – Das Leben eines Jägers Anhang II

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Anhang
2. Vom Fasten und Träumen

Strenges und langanhaltendes Fasten ist den unverheirateten Indianern beiderlei Geschlechts schon von sehr früher Kindheit an vorgeschrieben. Der Vater reicht zum Beispiel seinem Kind einmal morgens mit der einen Hand Weiterlesen →

Der Freibeuter – Liebessegen

Der-Freibeuter-Zweiter-TeilDer Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 9

Der bewusstlose Engländer wurde von Tagelöhnern gefunden und zum Pfarrer des Ortes gebracht. Hier fiel er in ein hitziges Fieber und lag mehrere Wochen lang mit dem Tode ringend darnieder. Erst als der Frühling seinen segenbringenden Odem über die Erde hauchte, durfte er daran denken, seinen Wanderstab weiterzusetzen. Während der Zeit seiner Genesung hatte er sich oft mit seinem teilnehmenden Wirt, dem Pfarrer, unterhalten, und dieser hatte auf unschuldige Weise des Engländers Liebe und den Namen seiner Geliebten entdeckt. Von der Dürftigkeit des Wiedergenesenden gerührt und von der Sorge um sein ferneres Wohl bewogen, hatte der würdige Mann heimlich an Christine von Ove geschrieben. Eines Tages fuhr ein Wagen vor dem Pfarrhaus vor. Ein Mann Weiterlesen →

John Tanner – Das Leben eines Jägers Anhang I

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Anhang
1. Über die Feste der Indianer

Wer bei den Indianern viele Festlichkeiten gibt oder um in der Sprache ihrer Gesänge zu reden, das Volk fortwährend in Bewegung hält, gilt für einen großen Mann. Besonders in den Zeiten, wo dass diese Feste die Weiterlesen →

Der bayerische Hiesel – Teil 21

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Das Schätzchen in der Mühle

Auf seinen einsamen Streifzügen in den Wäldern hatte Hiesel einst in der Nähe einer Mühle, die an einem rauschenden Wildbach in schauerlicher Öde lag, ein schönes Mädchen, namens Therese, getroffen, die eben beschäftigt war, Haselnüsse zu sammeln.

Er fand Gefallen an dem schönen Mädchen, erfuhr, dass sie die einzige Tochter des Müllers sei, und erst 17 Jahre zähle.

Weiterlesen →

Der Freibeuter – Rettung aus Todesgefahr

Der-Freibeuter-Zweiter-TeilDer Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 8

Der Engländer lag in einem Zustand, der fast der Bewusstlosigkeit gleichkam. Seine Glieder waren kalt und starr, kaum fühlte er noch den leisen Pulsschlag seines Herzens. Doch seine Seele zuckte, von Angst getrieben, ohne dass sie sich selbst hätte klar bewusst werden können. Endlich vernahm er Geräusch und sah beim dürftigen Schneeschein, wie die ihm gegenüberstehende Wand zurückwich. Einen Augenblick darauf vernahm er den Schall zweier Schläge, mit den Mordäxten auf die Schädel der beiden Leichen fast zu gleicher Zeit geführt, und dieser Ton schnitt ihm so durch die Seele, dass ihn die Besinnungskraft verließ. Als er wieder zu sich kam, mochte wohl über eine Stunde verflossen sein, und er hörte einige Stimmen. Ein matter Lichtstrahl von einer trüben Laterne blitzte Weiterlesen →