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History & Abenteuer

Catherine Parr Band 1 – Kapitel 8

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Erstes Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

VIII.

Vater und Tochter (Fortsetzung)

Eine Pause war eingetreten. Lord Douglas hatte sich in die Ottomane zurückgelehnt und schien sich von der Anstrengung der langen Rede zu erholen. Doch während er sich ausruhte, blieben seine großen, durchdringenden Augen unentwegt auf Jane gerichtet, die, in die Kissen zurückgelehnt, nachdenklich in die leere Luft starrte und die Anwesenheit ihres Vaters völlig vergessen zu haben schien.

Ein verschmitztes Lächeln umspielte für einen Augenblick das Gesicht des Grafen bei dieser Wahrnehmung, aber es verschwand schnell, und nun legte sich seine Stirn in tiefe, sorgenvolle Falten!

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Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 32

C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 32

Was der Pfarrer fand

Das Schicksal wollte es, dass die rivalisierenden Captains sich genau dort treffen sollten, wo der Kampf am heftigsten tobte. Die siegreichen Kolonisten drängten die Briten über den Bergrücken durch den Wald zurück, kämpften Mann gegen Mann, als die Captains sich gegenüberstanden. Beide waren mit einem Säbel bewaffnet, feuerten ihre Männer an und starrten sich einen Moment lang an, ihre Gesichter vom Pulver geschwärzt und ihre Augen funkelnd vor Aufregung.

Dann kreuzten sich ihre Klingen, und sie versuchten, einander niederzuschlagen, ohne auf das Gebrüll und den Lärm des Kampfes um sie herum zu achten. Hin und her wogten sie, schlugen und stießen, bis beide von einer Kugel getroffen zu Boden fielen. Die Briten wichen zurück und die Kolonisten drängten weiter vor, und die Toten und Verwundeten wurden in der wilden Aufregung vergessen.

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Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 9. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Neuntes Kapitel

Will als Pony-Expressreiter

Nachdem Will nun bald drei Monate lang täglich dreimal im Sattel gesessen hatte, und zwar mit der Verpflichtung, fünfzehn Meilen in der Stunde zurückzulegen, fühlte er sich recht müde und zerschlagen, doch war er fest entschlossen, die Sache weiterzuführen. Neben der Anstrengung des Rittes musste ein Pony-Expressreiter stets auf tausend Gefahren gefasst sein. War es doch bei einer Reise durch dieses wilde Land wahrscheinlicher, sich gegen Räuberbanden und Indianer wehren zu müssen, als unbehelligt seines Weges ziehen zu können. Da man wusste, dass häufig Geldsendungen durch die Ponyreiter befördert wurden, so war der Pfad oft auch noch durch Diebe Weiterlesen

Das schwarze Schiff – Kapitel 4

Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 4

Die Flucht und die Yankee-Täuschung

Merton erreichte sicher das Schiff und informierte Captain Monmouth unverzüglich über die bevorstehende Gefahr. Die Bedrohung, die sie erwartete, wenn das Kriegsschiff eintraf, während sie sich im Windschatten der Insel versteckten, war weitaus größer als zunächst angenommen. Zwar war es unmöglich für den Feind, sie durch den gefährlichen Kanal zu erreichen, den sie passiert hatten, und ebenso unmöglich für sie, zu entkommen, solange das Kriegsschiff den Eingang blockierte. Der Name und die Nationalität ihres Schiffes würden bald bekannt sein. Mit einem solchen Preis vor Augen würde der englische Kommandant die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, ihre Zerstörung zu versuchen. Dies könnte er ohne große Mühe erreichen, da er auf offenem Wasser seine Position nach Belieben ändern konnte, sodass sein Kanonendonner aus jeder gewünschten Richtung wirken konnte. Außerdem würde er Weiterlesen

Die drei Musketiere – Zwanzig Jahre danach – 11. – 14. Bändchen – Kapitel XVIII

Alexandre Dumas
Zwanzig Jahre danach
Elftes bis vierzehntes Bändchen
Fortsetzung der drei Musketiere
Nach dem Französischen von August Zoller
Verlag der Frankh’schen Buchhandlung. Stuttgart. 1845.

XVIII. Die Dankbarkeit Annas von Österreich

Athos fand viel weniger Schwierigkeiten, als er erwartet hatte, um zu Anna von Österreich zu dringen. Beim ersten Schritt ebnete sich im Gegenteil alles, und die von ihm gewünschte Audienz wurde auf den anderen Tag nach dem Lever, dem er durch seine Geburt beizuwohnen berechtigt war, bewilligt.

Eine Menge von Menschen füllte die Gemächer von Saint-Germain. Nie hatte Anna von Österreich im Louvre oder im Palais Royal eine Weiterlesen