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Einsendeschluss 31.05.2021

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Paraforce Band 38

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Mythen & Wirklichkeiten

Oberhessisches Sagenbuch Teil 68

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Gehobener Teufelsbann

Es war einmal ein Ehepaar, das hätte gar zu gerne Kinder gehabt, doch bekamen sie keine.

Da sagte endlich in böser Stunde der Mann: »Frau, wenn du denn von mir kein Kind bekommst, so sollst du eins vom Teufel bekommen.«

Als nun die Frau guter Hoffnung ward und wirklich ein Kind gebar, ein Mädchen, war es kohlschwarz von der Fußsohle bis zum Scheitel Weiterlesen

Hannikel – 9. Teil

Christian Friedrich Wittich
Hannikel
oder die Räuber- und Mörderbande, welche in Sulz am Neckar in Verhaft genommen und daselbst am 17. Juli 1787 justifiziert wurde
Verlag Jacob Friderich Heerbrandt, Tübingen, 1787

Die weiteren Diebstähle, welche Hannikel im Verhör zugab, berühre ich, um den Leser nicht zu ermüden, nur ganz kurz.

• Zu Strueth bei Lüzelstein half er im Mai 1777 mit seinen beiden Brüdern und 12 anderen Kameraden, den Juden Süßkind Kaan bei Nacht bestehlen, große Grausamkeiten an ihm und seiner ganzen Familie ausüben und ihm Weiterlesen

Elbsagen 69

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

70. Der hungrige Wolf

Anderthalb Meilen von Magdeburg liegt nahe bei der Berliner Chaussee ein achtzehn bis zwanzig Morgen großes Torfmoor. Früher war an dieser Stelle eine ausgedehnte Waldung, die mit dem Biederitzer Forst in Verbindung stand. Diese Gegend heißt noch heute im Volksmund der hungrige Wolf Der Sage nach ist nun diese Benennung aus folgender Begebenheit hervorgegangen.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 67

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Teufelsspuk in der Stadtkirche zu Schotten

Seit alten Zeiten ist es in der Schottener Kirche nie ganz glitzer (geheuer) gewesen. So ist noch kein Glöckner daran alt geworden, denn bei den Uhren soll etwas sein, das nicht gut ist. In der Adventszeit ist des Nachts die Kirche oft erleuchtet. Man sieht durch das Schlüsselloch alle Stühle voll Männer und Franen und hört einen ganz dunen Gesang. Nachher kommt ein Pfarrer an den Altar im Chor neben aus der Sakristei heraus und es ist, als ob er ein Kind taufte. Das soll ein alter Oberpfarrer der Kirche sein, der einmal nach Rainrod ging und im Spießwald Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Die Adlerinsel

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Die Adlerinsel

ine kurze Strecke unterhalb der Fälle von St. Anthony befindet sich eine kleine felsige Insel, die von den Geistern der Algonkin bewohnt ist. Die Krieger jenes Stammes hatten sich nämlich einst vermessen, gegen die Manitus der Fälle ins Feld zu ziehen, waren aber besiegt und zur Strafe in Adler verwandelt worden, in welcher Gestalt sie nun ewig auf jenem nebligen Eiland hausen müssen.

Die Nation der Algonkin war früher die Mächtigste des ganzen Landes und hatte sich alle anderen Stämme tributpflichtig gemacht. Dadurch waren sie jedoch mit der Zeit so übermütig und anmaßend geworden, dass sie ver­gaßen, dem Großen Geist, dem sie ihren ganzen Ruhm und ihr unvergleich­liches Kriegsglück doch nur allein zu Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 66

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Kroppenhans

Von einem Platz vor Burggemünden, die lange Gasse genannt, erzählt das Volk, dass dort viel ungerechte Heller vergraben lägen und auch der Kroppenhans umgehe. Die Totenfrau des Ortes kam einmal im Sommer vor Mitternacht dort vorüber und sah von Weitem etwas ganz Helles im Gras leuchten, als wären es Johannisgleimchen (Johanniswürmchen). Als sie aber näher trat, war es ein großer Haufen Goldstücke, feurig glänzend, als wären sie eben frisch geprägt worden, sonst aber allesamt so dünn wie Fischschuppen. Sogleich trat Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Teufel vom Kap Higgin

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Der Teufel vom Kap Higgin

ange Zeit, ehe die Insel Nope von den Blassgesichtern besiedelt wurde, lebte dort ein gutmütiger alter Geist, den die Indianer Moschup und die Weißen den Teufel vom Kap Higgin, wo sein Lieblingsaufenthalt war, nannten. Unter dem Wort Moschup versteht man nun einen sehr bösen Zauberer. Aber der Alte war durchaus nicht so gefährlich, wie man allenfalls aus seinem Namen schließen könnte. Fehler hatte er allerdings; doch wer hat diese nicht? Wenn er aber die seinen mit denen der Indianer verglich, so konnte er mit gutem Gewissen sagen, dass er doch noch besser als alle sei.

Er war nur manchmal etwas grob und sagte seiner Frau nicht immer schmeichelhafte Liebenswürdigkeiten, aber dafür Weiterlesen