Roboter zugelaufen
Ich warte nur auf meinen Freund, damit wir gemeinsam auf eine der neumodischen Schwerelosigkeitspartys gehen können. Er müsste gleich kommen, und ich bin sogar fast fertig. Ich kriege gerade meinen eng sitzenden Overall nicht zu. Die kurzen Hotpants betonen meine langen Beine, der Rest liegt eng an und die Ärmel sind sehr kurz, sodass man meine nackten Arme sehen kann. Nur den Reißverschluss auf dem Rücken bekomme ich nicht zu. Dafür benötige ich eine helfende Hand. Als es an der Türe klingelt, ja ich habe noch so ein altmodisches Glockenspiel, ziehe ich die langen Handschuhe an, die bis über den Ellbogen reichen und den gleichen blauen Farbton haben, wie mein Overall. Außerdem passt die Farbe gut zu meinen schulterlangen blonden Haaren. Auf dem Weg zur Tür werfe ich einen Blick in den Spiegel. Ich sehe umwerfend aus.
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Ein Licht in finsterster Nacht
Ein Licht in finsterster Nacht
Es war wieder eine dieser eiskalten Winternächte. Minutenlang stand ich am offenen Fenster und blickte über die schneebedeckten Baumwipfel.
Jeder Atemzug gefror zu Eis.
Kopfleere.
Ja, ich hatte den finalen Blues.
Jäh wurde ich von einem Plätschern aus meinen nicht vorhandenen Gedanken gerissen. »Ach ja!« Ich schloss Weiterlesen
Der Hochzeitstag
Gerd Heller hatte es mal wieder eilig. Die Uhr auf seinem Schreibtisch zeigte mit 17.10 Uhr, dass er schon 40 Minuten überfällig war. Und ausgerechnet an seinem Hochzeitstag. Wenigstens einmal wollte er überaus pünktlich zu Hause sein. Er griff sich seinen Mantel vom Ständer und riss diesen dabei fast um. Seine Kollegin Beate, die mit ihm im Büro arbeitete und ihm gegenübersaß, lachte über ihn.
»He, Gerd! Du vergisst deinen Blumenstrauß.«
Schnell sah er sich um, griff sich die weißen und roten Rosen, die er in der Mittagspause besorgt hatte, aus der Vase, und verschwand durch die Tür. Nicht ohne den Mantelärmel zum Weiterlesen
Gut geplant ist gut gemordet
Sschkasssch ist nicht der Planet, auf dem ich gerne leben würde und aussprechen kann den Namen außer den ansässigen Negalithen mit ihren gespaltenen Zungen kein anderer. Seit drei Monaten war ich mit so geheimen Nachforschungen betraut, dass ich selbst nicht genau wusste, was ich hier soll. Man gab mir den Auftrag, ich soll den Botschafter der Negalithen beobachten. Welch ein Job. Ich habe jetzt alles beobachtet, was es zu beobachten gab. Ein Botschafter, der sich um Frau und Kinder kümmerte. Wobei, Kinder waren es ja noch keine. Ein Dutzend Eier, abwechselnd bewacht vom Botschafter und seiner Frau. Mitten in der Wüste, dort, wohin sich alle Negalithen zurückzogen, wenn es darum ging, ihr Gelege auszubrüten. Und erst der Sand. Links Sand, rechts Sand, vorn und hinten Sand, unten auch noch und vor allem in meiner Kleidung. Ich hatte mich schon überall wund gerieben. Ach ja, Weiterlesen
Immer wieder Mikschens Planetoid
Seit zwei Tagen hing ich auf der Station fest. Das erwartete Raumschiff, das mich zurück nach Enders Planet bringen sollte, hatte aus irgendeinem Grund Verspätung gehabt und in zwei Stunden könnte ich endlich an Bord gehen. Nicht früher. Da hilft mir auch der Ausweis des Bürgerdienstes nichts. Solange kein dringender Verdacht vorliegt, muss ich mich genauso gedulden wie jeder andere Passagier auch. Daher hing ich nun an der Bar herum, sah mir die Passagiere an und unterhielt mich mit einem der anderen Passagiere. Nach zwei Wochen Urlaub auf Llamar gefielen mir die einheimischen Damen immer noch, aber Mann muss ja auch mal wieder etwas anderes sehen. Wobei ich extra Mann betonte, sie verstehen? Der Negalith mir gegenüber hatte gerade eine nette Begebenheit aus seinem Leben erzählt und hoffte nun auf eine aus meinem Leben. So sind sie die Negalithen. Die Echsenabkömmlinge Weiterlesen
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