Xaver Stielers Tod – Kapitel 12
Robert Kohlrausch
Xaver Stielers Tod
Kriminalroman
Erschienen 1928 im Josef Ginger Verlag Berlin
Zwölftes Kapitel
»Ach, das ist ja doch alles Unsinn, Onkel Kommerzienrat. Lachhaft ist es geradezu, dass Graf Stefan seinen leiblichen Bruder gemeuchelt haben soll. Ich bin ganz unparteiisch in der Sache. Der Graf hat sich niemals viel aus mir gemacht. Aber eben darum. Ich sehe mit unbefangenen Augen und lasse mich durch diese sogenannten gravierenden Beweise nicht blind machen, vor denen ihr klugen Männer solch einen heiligen Respekt habt. Im Grunde sind wir Frauenzimmer doch viel klüger als ihr. Wir lassen auch bei Verstandesangelegenheiten das Herz mitsprechen.«
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Der Teufel auf Reisen 33
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Zweiter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Siebentes Kapitel – Teil 2
Des Teufels Anteil
Den Tag darauf bezog Glöckner das ihm empfohlene Zimmer und schon eine Woche später stand er mit dem Baron auf dem vertrautesten Fuße.
»Whist verstehen Sie jetzt«, sagte dieser eines Abends, »und mit dem Landsknecht geht es auch. Ich will Ihnen Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 39
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Neunundreißigstes Kapitel
Ich nahm diesmal den Weg nach dem Wälder-See über den Be-gwi-o-nus-ko-se-be, und reiste teils zu Lande und teils zu Wasser. Wenn man den schlimmen Fluss hinauffahren will, kann man vermittelst des Störflusses und eines Tragplatzes eine beträchtliche Wegstrecke sparen. An der Mündung des Störflusses befand sich damals ein Dorf Weiterlesen
Felsenherz der Trapper – Teil 6.6
Felsenherz der Trapper
Selbsterlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Band 6
Die Goldgräber der Jicarilla-Berge
Sechstes Kapitel
Die Flucht von dem Bergplateau
Felsenherz suchte aus dem Beutelager in der Grotte sehr bald einen richtigen kleinen Anker heraus, der sicherlich einmal zu einem Flachboot gehört hatte, wie sie auf dem Arkansas, Colorado und den anderen Flüssen in den Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 17
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Hiesel als Brautwerber
Nach diesem für Hiesel allerdings schon bedeutenden Feldzug war er lange Zeit in der besten Laune, weil er ihn so glücklich geführt hatte. Einige Wochen hindurch wurde er nicht mehr beunruhigt, und benutzte diese Zeit, die ihm noch fremden Wälder ganz allein, nur von seinem treuen Tiras begleitet, zu durchstreifen.
Da traf sich’s, dass er eines Morgens, da kaum noch die Dämmerung den Tag verkündete, in seiner Nähe, in einem dichten Gebüsch, lautes Weinen und Schluchzen vernahm. Darauf wurde es eine kurze Zeit ganz still. Schon wollte Weiterlesen
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