Pamfilius Frohmund Eulenspiegel 15
Des Erzkalfakters, Quadratschlankels und durchtriebenen Leutvexierers, Pamfilius Frohmut Eulenspiegel, des allbekannten, berüchtigten und weltverrufenen Till Eulenspiegel einzigen Sohnes pfiffigen Streiche, Ränke, Schwänke und lustige Possen als: Hendlschnipfer, Brotschwindler, Rahmkripfer, Fischdieb, Entenangler, Zigeuner-, Schneider- und Schusterlehrbua, Herzogslebensretter, Herold, Schatzgräber, magistratischer Bademeister, Hofnarr, Feldherr, frommer Pilger, glücklich dem Galgen entgangener Spieler usw.
Wohlfeiles Brot
Es kam eine harte Zeit, da wir einen ganzen Tag lang keinen Bissen Brot mehr hatten, und der Dorfbäcker uns nichts borgte, worüber die arme Mutter bitterlich weinte.
»Tröste dich, Mutter«, sagte ich zu ihr, »ich will jetzt Brot genug holen.
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Der Freibeuter – Die beiden Kameraden
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 13
Des Sommers grünes Haar färbte sich herbstlich bunt, als aus dem Göthaborger Hafen täglich eine Schaluppe auslief, westlich herüber um die äußerste Spitze von Jütland herum und dann mehrere Meilen weit in die Nordsee hinabging , aber abends wieder in den Hafen einlief, ohne dass man wissen konnte, weshalb sie diesen vergeblichen Weg so oft wiederholte. Der Befehlshaber dieses Bootes war Lord Palmerston, der die Kleidung eines schwedischen Seeoffiziers trug. Mit düsterem Verlangen streifte sein Auge über die Fläche des Meeres südwärts, und sobald es ein Segel erblickte, zuckte ein wenig Leben in seinem sonst toten Gesicht. Er griff nach einem Fernrohr und spähte, bis er sich getäuscht sah. Dann schwebte wohl auch sein trüb gewordener Blick nach der Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 27
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
1770
Dieses Jahr bildet mit Recht einen eigenen Abschnitt im wilden, stürmischen Leben des Hiesel. Es ist das letzte Jahr seiner zügellosen Gewalttaten, die er im Jahr 1766 begonnen hatte. Das letzte Jahr, aber auch das denkwürdigste durch die Zahl und die Schwere der Verbrechen des kühnen Wildschützenhauptmannes.
Wie sehr man auch die blutigen Taten Hiesels hassen muss, so fühlt man doch auch eine innere Wehmut, einen so jungen, kräftigen Mann mit trefflichen Anlagen, die unter anderen Zeiten und Umständen seinen Ruhm begründet Weiterlesen
Pamfilius Frohmund Eulenspiegel 14
Des Erzkalfakters, Quadratschlankels und durchtriebenen Leutvexierers, Pamfilius Frohmut Eulenspiegel, des allbekannten, berüchtigten und weltverrufenen Till Eulenspiegel einzigen Sohnes pfiffigen Streiche, Ränke, Schwänke und lustige Possen als: Hendlschnipfer, Brotschwindler, Rahmkripfer, Fischdieb, Entenangler, Zigeuner-, Schneider- und Schusterlehrbua, Herzogslebensretter, Herold, Schatzgräber, magistratischer Bademeister, Hofnarr, Feldherr, frommer Pilger, glücklich dem Galgen entgangener Spieler usw.
Pamfili praktiziert
Schwere Kriegszeiten und wiederholter Hagelschlag samt Teuerung setzten meiner Mutter so hart zu, dass sie sich auf ihrem Gütl nicht mehr halten konnte, und es verkaufen musste, aber doch so viel dafür einnahm, dass sie, einen Büchsenschuss weit von unserem Dorf, welches Laubheim hieß, eine kleine, feste und noch wohl erhaltene Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 26
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Noch ein Besuch
Der abgenötigte Rückzug aus dem Wirtshaus, der Gedanke, was wohl der alte Förster von seiner Stärke und von seinem Mut halten werde, da er vor Bauern gleichsam die Flucht ergriffen, beschäftigte die ganze Nacht hindurch Hiesels Phantasie. Als der Tag anbrach, befahl er seiner Bande, ihm nach Deißenhausen zu folgen, wo er noch ein Geschäft zu besorgen habe.
Zu diesem Besuch veranlasste ihn die Meldung eines vertrauten Bauers, schon vor Tagesanbruch, dass an dem Weiterlesen
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