Slatermans Westernkurier Ausgabe 12-2024
Auf ein Wort, Stranger, warum kennt eigentlich kaum jemand das Massaker von Newton?
Gute Frage, aber tatsächlich ist diese Auseinandersetzung, die man das Massaker von Newton, Kansas oder auch Schießerei im Hyde Park in Newton nennt, selbst in Amerika auch heute noch so gut wie unbekannt.
Warum ist das so?
Immerhin handelt es sich dabei um eine Schießerei, die mehr Tote und Verletzte forderte als der berühmte Showdown zwischen den Earp-Brüdern und Doc Holliday mit den Clantons in Tombstone im O.K. Corral oder jene Schießerei, in der die Bürger von Coffeeville die Dalton Bande bei einem versuchten Banküberfall regelrecht in Stücke schossen. Das Newton Massaker war sogar blutiger als Dallas Stoudemires legendärer Revolverfight in El Paso, der als »Vier Tote in fünf Sekunden Kampf« in die Pioniergeschichte einging.
Gründe genug, um in damaligen Gerichtsakten und Zeitungsartikeln zu stöbern, um herauszufinden, Weiterlesen
Die Tudors – Staffel 1 – Folge 1
Die erste Episode von The Tudors Staffel 1 – In Cold Blood beginnt 1518 im Herzogspalast von Urbino in Italien mit der brutalen Ermordung des Onkels des englischen Botschafters Heinrich VIII. durch die Franzosen. Dieses Ereignis erfüllte Heinrich VIII. mit Trauer und Wut, woraufhin er seinen Rat einberief, um mit Unterstützung des Herzogs von Buckingham und des Herzogs von Norfolk einen Krieg gegen Frankreich vorzuschlagen. Kardinal Wolsey sieht einen legitimen Kriegsgrund und wird vom König mit den Kriegsvorbereitungen beauftragt. Sir Thomas More hingegen ist gegen die Kriegspläne.
Heinrich VIII. hat eine Affäre mit Elizabeth Blount, deren eifersüchtiger Ehemann droht, einen Skandal auszulösen und sie ins Kloster zu schicken. Heinrich hat aufgehört, das Schlafgemach von Katharina von Aragon zu besuchen, und sie bittet ihn, sie wieder zu besuchen, um eine richtige Ehefrau sein zu können. In der nächsten Szene isst Heinrich symbolisch einen Granatapfel, das Symbol für Katharina und ihre Fruchtbarkeit, bevor er ihr Schlafgemach aufsucht. Leider ist Katharina im Gebet versunken, so dass Heinrich mit einer ihrer Hofdamen schläft.
Snow White: A Tale of Terror
Das Märchen der Brüder Grimm über das schöne, unschuldige Schneewittchen hat mit seinen düsteren und komplexen Themen sowie seinen archetypischen Bildern über Jahrhunderte hinweg die Leser fasziniert. Doch oft wurde es im Film nicht adäquat behandelt. Snow White: A Tale of Terror versucht, dies mit herausragenden Darstellern, beeindruckenden gotischen Kulissen und Kostümen sowie einem sorgfältig ausgearbeiteten Drehbuch, das die Nuancen der Originalgeschichte betont, zu ändern. Sieben Jahre nach dem tragischen Unfall, bei dem seine Frau im Kindbett stirbt, heiratet Frederick Hoffman, der sich allein um seine Tochter Lilli kümmert, die Dame Claudia. Claudia bringt bei ihrem Einzug auf das Anwesen einen unheimlichen, kunstvoll geschnitzten Spiegel mit. Begleitet wird sie von ihrem stummen Bruder. Bald verstricken sich die eifersüchtige Stiefmutter und die misstrauische Tochter in einen endlosen Kreislauf aus Eifersucht und verletzten Gefühlen. Indem der Film die tiefenpsychologischen Implikationen dieser komplexen Familiensituation auslotet und die zahlreichen symbolischen Elemente der Geschichte (wie den vergifteten Apfel und die ausgestoßenen, zurückgezogen lebenden Holzfäller) nutzt, wird er sowohl visuell beeindruckend als auch emotional subtil. Diese Version von Schneewittchen richtet sich nicht an Kinder, sondern an Erwachsene, die mehr als nur einen gelungenen Grusel zu schätzen wissen.
Vergessene Helden 18
Top Gun, wer kennt den bis heute finanziell erfolgreichsten Militär-Film des 20. Jahrhunderts nicht? Jerry Bruckheimers Fliegerschmonzette zählt dank triefender Klischees und kerosinsprühender Actionatmosphäre zu den Kultfilmen des Kinos der 80er Jahre.
Hatten früher Schwarzenegger oder Rambo Stallone das Actiongenre beherrscht, waren es jetzt Tom Cruise und Val Kilmer. Muskelmänner fürs Grobe waren out, stattdessen waren jetzt Helden gefragt, die nicht nur am Strand die Blicke der Frauen auf sich zogen. Diese beiden Protagonisten, gepaart mit einer Portion Technik und Kameradschaft im Kampffliegermilieu für die männlichen Kinobesucher und einer Lovestory für die Damenwelt, und schon war ein neues Actiongenre geboren, das die Kinokassen klingeln ließ.
Hollywood rühmte sich, sozusagen das Rad neu erfunden zu haben, was bei einem Budget von 15 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 400 Millionen nicht verwunderte.
Slatermans Westernkurier Ausgabe 11-2024
Auf ein Wort, Stranger, lass uns heute einmal über Walkara reden
Häuptlinge waren bei den Ureinwohnern Amerikas hauptsächlich Kraft ihrer Taten geachtete und respektierte Krieger, deren Macht aber in der Regel gering, zweckgebunden und meistens zeitlich begrenzt war, wie zum Beispiel der Rang als Jagdhäuptling oder Kriegshäuptling. So wie es unzählige Stämme oder Bands gab, so gab es auch dementsprechend unzählige Häuptlinge.
Namen wie Sitting Bull, Cochise oder Red Cloud sind heute noch fast jedem ein Begriff. Doch bis auf die genannten und vielleicht zwei Dutzend anderer Namen, die wahrscheinlich aber nur noch Westernfreunde kennen, sind alle anderen Männer, die jemals die Häuptlingswürde trugen, längst verblasste Erinnerungen an eine weit zurückliegende Vergangenheit.
Eigentlich schade, denn unter ihnen waren Männer, deren Leben und Wirken die Geschichte so manche Region oder gar einen ganzen Bundesstaat nachhaltig geprägt haben. Einer von ihnen war Walkara, über den wir an dieser Stelle berichten wollen.
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