Bob Dylan Soundtrack – Pat Garrett & Billy the Kid
Bob Dylan war in den Sechzigerjahren der Inbegriff der kreativen Unberechenbarkeit in der Popmusik. Obwohl er nie die kommerziellen Erfolge erzielte, die ihm oft zugeschrieben werden, lag seine wahre Bedeutung in seiner ästhetischen und sozialen Wirkung sowie in seinem nachhaltigen Einfluss auf die Musiklandschaft. Aus dieser Position heraus erlangte er eine beispiellose Macht und Autorität, die ihn jedoch möglicherweise vor persönliche Herausforderungen stellte.
Janis Joplin konnte den enormen Erwartungen, die an sie gestellt wurden, nicht standhalten. Dylan hingegen erhielt durch einen Schicksalsschlag, in Form eines Motorradunfalls, die Chance, seine Beziehung zu seinem Publikum neu zu definieren. Diese zweite Chance ermöglichte es ihm, die Bedingungen festzulegen, unter denen er sich selbst und seine künstlerische Entwicklung neu bestimmen konnte. Seitdem stellt sich für ihn die Frage, ob er seinen Platz im Rock-Olymp bewahren oder neue Wege beschreiten möchte. Vor diesem Hintergrund kann der Soundtrack zu Pat Garrett & Billy the Kid als konsequente Fortsetzung seines innovativen Vorgängers Self-Portrait gesehen werden – ein Album, das Dylan in einer neuen, authentischeren Dimension zeigt und die Möglichkeit, ihn auf ein Podest zu stellen, weiter verringert. Es ist ein mutiger Schritt, der zeigt, dass Dylan bereit Weiterlesen
Vergessene Helden 16
Jason McCord – geächtet, gehasst, gefürchtet
Die Trommeln erzeugen eine bedrohliche Atmosphäre, während Unionssoldaten über den Exerzierplatz des Kavallerie-Forts marschieren. Der 1,96 Meter große Captain Jason McCord, gespielt von Chuck Connors, steht aufrecht und mit ausdruckslosem Gesicht da, während ein Colonel McCords Rangabzeichen und Knöpfe von seiner Uniform reißt. Der Chor beginnt zu singen:
Durch das weite Land
zieht ein Mann allein
mit dem Brandmal auf der Stirn.
Geächtet … ist er für alle Zeit,
es kämpft ein Mann, der geächtet,
um Gerechtigkeit.
Als die Schlacht vorbei
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Alice Cooper – Trash
Alice Cooper’s Trash ist das 18. Studioalbum und das elfte Soloalbum des amerikanischen Rockmusikers Alice Cooper, das am 25. Juli 1989 veröffentlicht wurde. Dieses Album markierte einen bedeutenden Wendepunkt in Coopers Karriere und ist ohne Zweifel sein erfolgreichstes Werk in den späten 1980er Jahren. Mit diesem Album kehrte Alice Cooper zu seinen Wurzeln zurück – und zwar mit einem modernen, massenkompatibleren Sound. Damit gelang es ihm, ein neues Publikum für sich zu gewinnen.
Trash ist stark vom Glam Metal und Hard Rock der späten 1980er Jahre beeinflusst, einer Ära, die durch die Dominanz von Bands wie Mötley Crüe und Poison geprägt war. Das Album wurde von Desmond Child produziert, einem der besten Produzenten und Songwriter der Branche, der für seine Arbeit mit Bon Jovi, Aerosmith und Kiss bekannt ist. Child hat maßgeblich zum kommerziellen Erfolg des Albums beigetragen, indem er einen eingängigeren, radiotauglichen Sound kreierte, der sich von Coopers früheren, düsteren und theatralischen Alben deutlich unterschied.
Das Album besteht aus insgesamt zehn Tracks, von denen die meisten zu Hits wurden. Der bekannteste Song des Albums ist zweifellos Poison. Er wurde 1989 als Teil des Albums Trash veröffentlicht und markierte einen wichtigen Wendepunkt in Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 08/2024
Auf ein Wort, Stranger, diesmal lautet unser Thema US-Frauen-Marshals.
Im späten 19. Jahrhundert galt das Indianergebiet von Oklahoma als der gewalttätigste Landstrich Amerikas, da es dort außer Polizeikräften der ansässigen Indianervölker keine anderen Gesetzesbeamte gab und diese keine Strafverfolgung für weiße Kriminelle veranlassen konnte, weil sie als Indianerpolizei keine Gerichtsbarkeit über weiße Kriminelle besaß.
Ein Umstand, der dieses Territorium für Gesetzlose jeder Art, egal ob Mörder, Vergewaltiger, Räuber, Brandstifter oder Ehebrecher zu einem wahren Paradies machte. Binnen kürzester Zeit wurde das Indianergebiet Oklahomas von Hunderten von Verbrechern überflutet.
Das änderte sich erst um1875, als ein gewisser Isaac Charles Parker Bundesrichter dieses Gebietes wurde. Dennoch dauerte es noch Jahre, bis das Land befriedet war. Parker standen zwar zweihundert Beamte zur Verfügung, aber das Gebiet, in dem sich die Gesetzeslosen verstecken konnten, war über 74.000 Quadratmeilen groß.
Zwischen 1872 und 1896 starben über einhundert Deputy-Marshals und Hilfskräfte. Männer wie Bill Tilghman, Heck Thomas, Weiterlesen
Serpico (1973)
SERPICO ist ein US-amerikanisches Kriminaldrama aus dem Jahr 1973, das von Sidney Lumet inszeniert wurde. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Peter Maas, das die wahre Geschichte von Frank Serpico erzählt, einem Polizisten der New Yorker Polizei, der in den 1960er und 1970er Jahren Korruption innerhalb der Behörde aufdeckte. Die herausragende schauspielerische Leistung von Al Pacino in der Rolle des idealistischen, unbestechlichen Polizisten Frank Serpico stellt einen der Höhepunkte seiner Karriere dar.
Die Handlung des Films begleitet Frank Serpico, einen jungen, enthusiastischen Polizisten, der 1960 in den Dienst tritt. Allerdings muss er bald feststellen, dass die Realität des Polizeialltags nicht seinen Idealen entspricht. Er erkennt, dass Korruption in der New Yorker Polizei weit verbreitet ist und dass zahlreiche seiner Kolleginnen und Kollegen Bestechungsgelder annehmen. Serpico sieht sich nicht in der Lage, daran teilzunehmen, was dazu führt, dass er zunehmend isoliert wird und sich in Gefahr begibt.
Serpico versucht, die Korruption von innen heraus zu bekämpfen, stößt jedoch auf erheblichen Widerstand und wird von seinen Kollegen gemieden und bedroht. Schließlich wendet er sich an die Behörden und die Presse, was zu umfangreichen Ermittlungen führt. Der Film endet damit, dass Serpico nach einem Schusswechsel schwer verletzt wird, aber letztendlich überlebt und die Weiterlesen
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