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Slatermans Westernkurier 05/2022

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Simon Girty, die weiße Bestie des Grenzlandes von Pennsylvania?

Die Menschen an der Frontier des 18. Jahrhunderts verfluchten nichts mehr als die Indianer des Grenzlandes, aber ihr Hass, ihr tödlicher Hass, richtete sich nur gegen einen.

Simon Girty war zwar einer der Ihren, galt aber, wie einer seiner Zeitgenossen schrieb, als eine derart brutale, elende und verworfene Kreatur, wie sie noch kein anderes Land und kein Zeitalter jemals hervorgebracht hatte.

Aber selbst diese drastischen Worte waren noch, gelinde gesagt, Untertreibung.

 
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Slatermans Westernkurier 04/2022

Auf ein Wort, Stranger, hast du schon einmal etwas von den neun Leben des Elfego Baca gehört?

Er trank zu viel, er redete zu viel, hatte ein arrogantes Auftreten und eine große Schwäche für schöne Frauen. Alles Eigenschaften, die für den Ruf eines Mannes nicht gerade von Vorteil sind, vor allen Dingen dann nicht, wenn dieser Mann dafür gewählt ist, das Gesetz von New Mexiko zu repräsentieren und das in den unterschiedlichsten Funktionen.

Elfego Baca war Hilfssheriff, Marshal, Anwalt, Schuldirektor, Bürgermeister, Repräsentant der mexikanischen Regierung, Sheriff von Socorro, Gunfighter und Casanova.

Man konnte ihm viel nachsagen, aber nicht, dass er seine Arbeit nicht ernst nahm. Trotz seiner Charakterschwächen gilt er auch heute noch als der beste Peace Officer seiner Zeit im Herzen von New Mexiko.
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Slatermans Westernkurier 03/2022

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Nellie, die Heilige der Goldgräber?

Sie war eine der berühmtesten Frauen des Wilden Westens. Man nannte sie den Engel der Frontier, Engel von Tombstone, die Heilige der Alaska Pioniere und auch Angel of Mercy und die Heilige vom Cassiar.

All diese bewundernden Beinamen erhielt sie aber nicht ob ihres aufregenden Lebens, sondern weil ihre Suche nach Abenteuer und Reichtum stets von einem starken, barmherzigen Mitgefühl begleitet wurde, dass sie keinen Menschen in Not vorbeigehen ließ.

Ihr Ruf brauste wie Donnerhall von Mexiko bis hoch nach Alaska.

Die Leser dieser Zeilen werden jetzt wahrscheinlich das Bild einer heroischen, riesenhaften und bibelfesten Weiterlesen

Marshal Crown – Band 50 (Jubiläumsband)

… und dann kam Marshal Crown

Henry Quinn saß am Tisch auf der Veranda seines Hauses und war damit beschäftigt, die brüchigen Riemen eines Zügelwerks gegen neue zu ersetzen und das Leder einzufetten. Es war Samstagnachmittag, die Wochenarbeit auf der Ranch getan, also die beste Zeit für solcherlei zeitraubende, aber notwendige Dinge.

Er war fast damit fertig, als Hufschlag aufkam.

Der grauhaarige Rancher hob den Kopf und sah wie sich von Süden zwei Reiter dem Anwesen näherten. Sein Gesicht verfinsterte sich jäh, kaum dass er den vordersten der beiden Männer erkannt hatte. Es gab im ganzen County nur einen fetten, rothaarigen Hurensohn, der es sich leisten konnte in einem Silbersattel auf einem Dreihundert Dollar Pferd durch das Land zu reiten.
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Slatermans Westernkurier 02/2022

Auf ein Wort, Stranger, sagt dir der Name Miche Phink eigentlich noch etwas?

Von allen Volkshelden der amerikanischen Frontier prahlte keiner lauter, schoss treffsicherer, stritt niederträchtiger, hurte und soff hemmungsloser als Mike Fink, der sagenumwobene König der Kielbootfahrer vom Ohio River. Fink war ein wahres Ungeheuer von Mann und hatte im Gegensatz zu den anderen Legenden des Wilden Westens seine Taten, deretwegen er genauso berühmt wie berüchtigt war, tatsächlich fast alle selbst begangen.

Er musste sie nicht ausschmücken oder benötigte gar die Hilfe von Schriftstellern wie Jahrzehnte später solche Blender wie William »Buffalo Bill« Cody. Finks Taten waren so unglaublich, solche Geschichten konnte nur das wahre Leben schreiben.

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