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Wolfgang Brandt

Im Schatten des Vollmonds I

Im Schatten des Vollmonds I
Weshalb der Werwolf im Horror-Filmgenre benachteiligt ist

Im Vergleich zu anderen klassischen Filmunholden der Kinogeschichte werden Werwölfe, um aufrichtig zu sein, häufig vernachlässigt. Während sich Vampire und Untote auf zahlreiche legendäre Werke berufen können und Geister beziehungsweise Hexen ohnehin allerorts präsent sind, erweisen sich hervorragende Lykanthropen-Produktionen auf der großen Leinwand als eine Rarität. Die Gründe hierfür werden im folgenden Beitrag analysiert.

Allerdings zählt der Werwolf zu den ältesten sowie weltweit am häufigsten verbreiteten Wesen der volkstümlichen Überlieferung. Sein modernes Fundament erstreckt sich bis zur antiken griechischen Schrifttradition, bevor er sich zu einer zentralen Figur in europäischen mündlich überlieferten Erzählungen entwickelte und die Menschheit am Feuer mit Besorgnis erfüllte. Gegenwärtig begegnet man der Gestalt des Werwolfs in praktisch allen kulturellen Regionen – vom nordischen Úlfheðinn bis zum östlichen Werewolf – und unterstreicht die menschliche Leidenschaft für die Vermischung von Mensch und Tier. Allerdings treten Werwölfe auf der Leinwand deutlich seltener – und zumeist weniger erfolgreich – auf als erheblich neuere Nachtgeschöpfe wie zum Beispiel Weiterlesen →

Unendliche Weiten, ewige Hoffnung: 60 Jahre Star Trek

Unendliche Weiten, ewige Hoffnung: 60 Jahre Star Trek

HEUTE, AM 8. September 2026, feiert die Popkultur einen beispiellosen Meilenstein. Exakt sechs Jahrzehnte ist es her, dass die allererste Episode von Star Trek über die amerikanischen Röhrenbildschirme flimmerte. Als The Man Trap (Das Letzte seiner Art) am 8. September 1966 um 20:30 Uhr Ortszeit auf NBC ausgestrahlt wurde, ahnte noch niemand, dass diese relativ günstige Science-Fiction-Produktion den Grundstein für eines der langlebigsten, einflussreichsten und faszinierendsten Franchises der Entertainment-Geschichte legen würde.

60 Jahre später blicken wir nicht nur auf eine TV-Serie zurück, sondern auf eine Philosophie, die unsere moderne Welt maßgeblich mitgestaltet hat.

INMITTEN DES Kalten Krieges, der Bürgerrechtsbewegung und der ständigen Angst vor der nuklearen Vernichtung schuf der ehemalige Pilot Gene Roddenberry eine Vision, die radikal anders war. Seine Zukunft war nicht postapokalyptisch oder dystopisch. Stattdessen zeigte Roddenberry eine geeinte Menschheit, die Armut, Rassismus und Krieg auf der Erde hinter sich gelassen hatte.

Auf der Brücke der U.S.S. Enterprise agierten ein Amerikaner (Captain Kirk), ein Russe (Chekov), ein Japaner (Sulu), ein Schotte (Scotty) Weiterlesen →

Der Mythos Tempelritter – Teil 3.22

Mythos-Tempelritter

Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen →

The Band – The Night They Drove Old Dixie Down

Im Frühjahr 1969 bezogen die fünf Musiker von The Band ein abgelegenes Anwesen nahe Woodstock – ahnungslos, dass sie im Begriff waren, ein neues Musikgenre zu begründen. Nach dem Überraschungserfolg ihres Debüts Music from Big Pink zog sich die kanadisch-amerikanische Formation bewusst aus dem hektischen Musikgeschäft zurück. Statt sich in den modernen Studios von New York oder Los Angeles zu verbarrikadieren, richteten sie in einem holzverkleideten Poolhaus ihr eigenes Refugium ein. Gemeinsam mit Toningenieur John Simon schufen sie dort eine außergewöhnlich warme, organische Akustik: Sie spielten ohne Stellwände oder Kopfhörer zusammen in einem Raum. Das gemeinsame Leben, Kochen und Proben unter einem Dach verlieh der Musik eine spürbare Erdung, die das gesamte Werk durchzieht.

Musikalisch zeichnete sich das zweite, selbstbetitelte Album durch eine enorme Instrumentenvielfalt und fließende Rollenwechsel aus. Besondere Akzente setzte Multiinstrumentalist Garth Hudson, der seiner Lowrey-Orgel und dem Clavinet mithilfe von Effektpedalen Klänge entlockte, die wie Bläsersätze oder psychedelische Synthesizer wirkten. Zudem arrangierte er echte Bläserpartien, die die Bandmitglieder selbst einspielten. Wenn Schlagzeuger Levon Helm zur Mandoline griff, übernahm Sänger Richard Manuel mühelos das Schlagzeug. Das Songwriting lag in den Händen des kanadischen Gitarristen Robbie Robertson, der mit dem faszinierten Blick eines Außenseiters tief in die Folklore, die Eisenbahngeschichte und die Weiterlesen →

Der Mythos Tempelritter – Teil 3.21

Mythos-Tempelritter

Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen →