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Wolfgang Brandt

Frankenstein 1910

Frankenstein (1910)

Es braucht wohl einen besonders nüchternen Geist, um Thomas Alva Edison nicht zumindest eine Prise Bewunderung entgegenzubringen. Während andere Erfinder mit einer Handvoll Schöpfungen in die Annalen eingehen, scheint es bei Edison mitunter einfacher, all jene Dinge aufzuzählen, die er nicht erfunden oder zumindest zur Vollendung geführt hat. Sein Ruf mag stellenweise überhöht sein, bedenkt man seine Neigung, die Werke anderer unter seinem Namen zu vermarkten. Doch selbst jene Skepsis verblasst angesichts der Tatsache: 1093 Patente – eine Zahl, die für sich spricht.

Schon Kinder verbinden Edison mit der Erfindung der Glühbirne, und Erwachsene erinnern sich an seine Pionierrolle bei der Elektrifizierung und der Tonaufzeichnung. Weniger bekannt bleibt jedoch sein Einfluss auf die frühen Tage des Films, eine Kunst, die er maßgeblich formte.

Im Jahr 1888, kaum dass der Phonograph seinen Triumph gefeiert hatte, begann Edison zusammen mit William K. L. Dickson, einem seiner fähigsten Mitarbeiter, das Geheimnis bewegter Bilder zu entschlüsseln. Inspiriert von Eadweard Muybridges fotografischen Experimenten entwickelten sie eine Technik, die auf schnell aufeinanderfolgenden Fotografien beruhte. Diese Arbeit erforderte nicht nur die Entwicklung eines geeigneten Mediums – damals waren Glasplatten noch Standard –, sondern auch die Konstruktion von Geräten zur Aufnahme und Präsentation dieser Bilder.

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TSB John Sinclair – Doktor Tod

Geisterjäger John Sinclair
Doktor Tod

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 2019, 1987, 58:26 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Dr. Tod: Erwin Scherschel, Frau Dillinger: Christl Pfeil-Scherschel, Polly: Jutta Popp, Beamter: Helmut Düvelsdorf, Frau: Doris Pusinelli, Hank: Christoph Piesk, Frau, Monster: Hella Krämer, Monster, Mann, Jeff Turpin: Anfried Krämer, Polizist, Monster: Sebastian Koch, Jugendlicher, Mann, Monster: Friedrich Piersk, Jimmy: Peter Joseph Schmitz u.a.

Synopsis:
Ich glaubte, ihn vernichtet zu haben, meinen größten Feind, Dr. Tod. Aber plötzlich war er wieder am Leben, gefährlicher und Weiterlesen →

Liz Webb – Die Bucht

Liz Webb – Die Bucht

Nancy und ihr Freund Calder ziehen von London auf eine kleine Insel vor der Westküste Schottlands, um einen Neuanfang zu wagen. Auf dieser Insel gibt es Schiefervorkommen, die in früheren Jahren abgebaut wurden, um Dächer in Großbritannien zu decken. Jetzt wird der Schiefer dafür in Wales abgebaut.

Das Paar will auf der Insel in das Haus der verstorbenen Mutter Calders ziehen, der zu den verlorenen Kindern der Insel gehört, also in seiner Jugend von der Insel fortzog, weil es ihm schon als Teenager dort langweilig wurde, wie vielen seiner Freunde.

Nancy war zuvor nur ein einziges Mal auf der Insel, im Sommer und nur eine Nacht, um endlich Calders Mutter Isla kennenzulernen, von der sie schon viel gehört hatte. An diesem Tag schien dort die Sonne, und als sich die beiden zum Umzug entschlossen, kalkulierte Nancy nicht ein, wie extrem das Wetter dort im Winter sein würde.

Vor einigen Monaten starb dann Isla unerwartet an einem Herzinfarkt und wurde gemäß den Anweisungen in ihrem Testament kremiert. Sie hinterließ Calder ihr Cottage auf der Insel.

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Mosaik Band 2

Hannes Hegen
Mosaik Band 2
Dig, Dag, Digedag. Bei Windstärke 12

Abenteuer, Comic, Verlag Neues Leben, Berlin, März 1956, 32 Seiten, Texte: Hannes Hegen, Hans Oesterreicher, Zeichnungen: Hannes Hegen, Kolorierung und Tusche: Jochen Arfert, Heinz Handschick

Das zweite Heft der Reihe Dig, Dag und Digedag trägt den verheißungsvollen Titel Bei Windstärke 12 und entfaltet eine stürmische Seefahrergeschichte. Sie versetzt die Leserschaft mitten hinein in eine Welt voller Aufruhr, Gefahren und überraschender Wendungen.

Zu Beginn werden die Digedags als Schiffsjungen auf einem Segelschiff verpflichtet, was zwar ehrenvoll klingt, aber zunächst auf den Widerwillen des mürrischen Seemanns Babuk stößt. Erst die strenge Drohung des Kapitäns, ihm die Rumration zu kürzen, bewegt den Griesgram, das Gespann widerwillig unter seine Fittiche zu nehmen.

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Keltische Rituale und ihre dunklen Seiten

In den Nebeln der alten Wälder, wo der Atem der Erde sich mit dem Hauch der Götter vermischte, wanderten die Kelten. Sie kannten das Geheimnis von Blut und Flamme, von Wasser und Stein. Sie wussten: Leben war Gabe. Leben war Opfer.

Wenn sich der Weidenmann erhob, ragte er wie ein stummes Götterbild in den Himmel: geflochten aus Ästen und durchdrungen vom Geist des Waldes. In seinem hölzernen Leib barg er Menschen und Tiere. Wenn die Flamme ihn verzehrte, stiegen nicht nur Schreie, sondern auch Seelen auf – Rauchfahnen, die den Weg zu den Himmlischen wiesen. Das Feuer war kein Mord, sondern eine Brücke – eine Brücke aus Glut, die die Lebenden in den Schoß der Götter trug.

Doch auch das Messer sang. Es schnitt nicht wild, sondern bedacht, Glied für Glied, Tropfen um Tropfen. Schmerz war ein Lied, das die Welt erhob, und Qual eine Münze, die an die Mächte entrichtet wurde. Manche starben nicht schnell, denn je länger das Fleisch litt, desto tiefer drang der Opfergesang in das Reich der Anderswelt.

Der Kopf aber war das Heiligtum. Dort wohnte die Seele, dort ruhte das Geheimnis der Lebenskraft. Wer den Kopf nahm, nahm mehr als ein Leben. Er nahm das Licht des Menschen, seine Macht und seinen Atem. Schädel hingen an Pferden, glänzten in Weiterlesen →