Andreas Storm – Das neunte Gemälde
Andreas Storm – Das neunte Gemälde
Der Bonner Kunstexperte und Professor Lennard Lomberg wird im April 2016 von einem Mann namens Dupret angerufen, der kurze Zeit später stirbt. Dieser drängt ihn, die Rückgabe eines kubistischen Gemäldes zu organisieren, das zur Nazi-Raubkunst gehörte und ursprünglich das Eigentum eines jüdischen Sammlers namens Bleustein-Levy war. Lennard Lomberg, von seinen Freunden Lenn genannt, ist Experte für derartige Gemälde und hat auch Bücher über solche verfasst.
In Rückblenden, unter anderem in das Paris des Jahres 1943, das zu dieser Zeit von den Deutschen besetzt war, erzählt der Autor die Geschichte des Bildes, das wohl in der Mitte der 30er-Jahre fertiggestellt wurde und tatsächlich auf eine Skizze Pablo Picassos zurückgeht.
1943 lagerten die Nazis ihre französische Raubkunst, das heißt die Gemälde, die sie als entartet bezeichneten und die von bedeutenden Malern des zwanzigsten Jahrhunderts stammten, im Museum Jeu de Paume in Paris. Einige derer, die die Gewalt über die Bilder besaßen, Weiterlesen
Max Reiter – Erinnere dich!
Arno Seitz ist Dozent für Amerikanistik an der Berliner Universität. Als er am Nachmittag nach seinem Seminar in den antiquarischen Büchern und Musik-CDs stöbert, die vor der Uni angeboten werden, spricht ihn jemand von hinten an. Er erkennt die Stimme sofort. Es handelt sich um Kaitlan Kempf, seine Freundin aus New York, deren Nachricht, dass sie in Berlin gelandet ist, er nicht auf seinem Handy gelesen hat, da es auf stumm geschaltet war.
Die beiden umarmen und küssen sich, und Arno schaut sich Kaitlan an und bemerkt, dass sie ihm von Mal zu Mal strahlender erscheint. Sie sind seit eineinhalb Jahren liiert und führen eine Fernbeziehung.
Kaitlan, Germanistin an der Columbia University in New York, erzählt ihm, sie sei so spontan nach Deutschland geflogen, weil sie eine Auszeit von Amerika brauche. Das Klima dort sei gerade unerträglich aufgeheizt und aggressiv. Es seien nicht nur Trump und seine Leute, Weiterlesen
Dennis Lehane – Alles, was heilig ist
Patrick Kenzie und Angie Gennaro haben ihre Detektei vorübergehend geschlossen, weil die verlustreichen Ereignisse ihres letzten Falls die beiden Privatdetektive an ihre Grenzen gebracht haben. Kurz bevor ihr Beschützer, Bubba Rogowski, einen einjährigen Gefängnisaufenthalt antreten muss, lässt der Industriemagnat Trevor Stone das Detektivpärchen entführen und zu sich in seine sündhaft teure Villa bringen.
Als die beiden Detektive dem Milliardär zum ersten Mal begegnen, stellen sie fest, dass die untere Hälfte seines Gesichtes völlig eingefallen ist. Der Kiefer ist zerbröckelt, das Kinn, von dem in der schlaffen Hauthülle nur noch wenig übrig ist, zeigt zu Boden, und der Mund hat jede Form verloren. Die Lippen sind weiß und verdorrt, und man kann das Alter des Industriellen kaum schätzen. Außerdem bedecken feuchte hellbraune Verbände zum Teil seine Kehle. Er geht am Stock und muss sogar manchmal einen Rollstuhl zu Hilfe nehmen.
Anne Bandel – Von oben fällt man tiefer
Anne Bandel – Von oben fällt man tiefer
Ein Wanderkrimi
Rechtsanwalt Theophil Kornmaier, sechsundvierzig Jahre alt, wird von Alpträumen geplagt. Immer wieder erlebt er, wie sein Bruder Matti im Gebirge von einem Felsen mitgerissen wird, in die Tiefe stürzt und stirbt. Dreißig Jahre ist der tatsächliche Unfall her, aber Kornmaier lässt er noch immer nicht los.
Die Therapie bei Frau Sollenhauer hat bisher nicht dazu geführt, dass die Erinnerung an Mattis Absturz verblasst. Immer wieder zieht ihn dieser Albtraum hinunter in den Abgrund seiner Vergangenheit, liegt dann wie ein grauer Morgennebel über seinem Leben und wird manchmal so dicht, dass er selbst tagsüber in einer melancholischen Schwere versinkt.
Christoph Wortberg – Kein Vergessen
Christoph Wortberg – Kein Vergessen
Katja Sand ist eine junge, forsche Kriminalhauptkommissarin in München. Sie hat eine Tochter, deren Vater von ihr verlassen wurde, bevor das Kind geboren war und die zurzeit für ihr noch jugendliches Alter von 15 Jahren schon recht erwachsen zu sein scheint.
Katjas Vater ist gestorben, als sie noch klein war, und sie hat in sehr vermisst und ihrer Mutter, mit der sie sich bis heute nicht gut versteht, eine gewisse Schuld an seinem frühen Tod gegeben, was aber so nicht ganz korrekt ist.
Die Mutter erzählte Katjas Tochter Jenny, dass und wo ihr Vater lebt, und diese hat daraufhin kürzlich zum ihm und seiner neuen Familie Kontakt aufgenommen. Er hat Jenny und deren Mutter eingeladen, den Heiligabend, der kurz bevorsteht, zusammen mit ihm, seiner Frau Alina und den anderen Kindern zu feiern, was Katja gar nicht gern tun will, ihrer Tochter zuliebe aber in Erwägung zieht.

Neueste Kommentare