Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 3
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
3. Wie Rübezahl seinen Namen bekam
Wenn aber einer so allein in der Welt lebt und hat kein teilnehmendes Herz, das mit Liebe an ihm hängt und Freud und Leid teilt, so ist es auch eine klägliche Sache, besonders in der Einsamkeit eines wilden Gebirges. Das dachte der Berggeist einmal. Wie er das dachte, so ging er auch gleich vom Hochgebirge herunter. Da sah er eines Tages in einem anmutigen Wäldchen ein gar liebliches Mägdlein, welches inmitten ihrer Gespielinnen lustwandelte. Sie war Weiterlesen
Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 2
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
2. Warum Rübezahl die Menschen neckt
Damals, als Rübezahl im Gebirge erschien, sah es da freilich noch nicht so aus wie heutzutage, und Rübezahl wunderte sich über gar vieles. Da beschloss er denn alles kennenzulernen, wanderte hinunter in ein Dorf und verdingte sich als Knecht bei einem Bauern. Der Bauer hatte ihn gar gern, und was er ihm auftrug, das vollbrachte er aufs Beste, sodass durch seine Rührigkeit und Klugheit der Bauer bald ein wohlhabender Mann ward. Wie es Weiterlesen
Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 1
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
Es war einmal ein Mann, der hieß Bumban. Wenn einer aber Bumban heißt, so ist er ein bekannter Mann in ganz Deutschland, und wenn er etwas erzählt, so glaubt es alle Welt und tut wohl daran, denn wenn man etwas glaubt, so hat man doch immer mehr, als wenn man nichts glaubt.
Bumban hieß also der Mann und wohnte hoch oben im Riesengebirge in einer Winterbaude, und war in Freundschaft mit dem Baudenmann, der zu dem ihn auf dem Totenbett tröstenden Pfarrer sagte: »Su is dos orma Weiterlesen
Rübezahl – Bergmanns Heil
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Bergmanns Heil
Die Schlacht war verloren. Mit großer Übermacht hatten die Polen das kleine Häuflein der Deutschen überrannt, erdrückt, zersprengt. Ein Trupp von sechs, sieben Mann rettete sich mit der Fahne ins Gebirge. Sie hatten ausgehalten bis zuletzt, aber nun waren sie alle verwundet und müde. Schweigend schritten sie den Berg hinauf, das Blut aus ihren Wunden träufelte auf den Weg. Mühsam, auf ihre Waffen gestützt, krochen sie dahin. Ihr Atem ging röchelnd und knapp.
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