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Im Original C. L. Wucke

Sagen der mittleren Werra 22

Sagen-der-mittleren-Werra

Was der Hirt am Körnberg gesehen hatte

Der alte Hirte von der Strut hütete einmal die Ochsen am Körnberg, der zum Struter Forst gehört. Als er nun an die Stelle kam, wo in späterer Zeit der große Steinbruch angelegt wurde, aus dem sie die berühmten Mühlsteine und Brunnentröge brechen und aushauen, sah er mehrere seltsam gekleidete, aber wie es ihm schien, sehr vornehme Herren sich beim Kegelspiel verlustieren. Er Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 21

Sagen-der-mittleren-Werra

Vom Arzberg

Von Steinbach-Hallenberg nach Asbach zu erhebt sich links an der Straße ein mächtiger, quellenreicher Bergrücken (der Arzberg). Für dessen Erhaltung wird täglich in der halben Welt gebetet, denn er ist ganz mit Wasser angefüllt und würde das Land über hundert Meilen weit überschwemmt, wenn er einmal zusammenbrechen sollte.
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Sagen der mittleren Werra 20

Sagen-der-mittleren-Werra

Der Bermbacher Hirte und der Otternkönig

Der Bermbacher Hirte sah eines Tages, als er dort im Wald hütete, eine weiße Schlange von der Länge eines Mannes, die trug eine glitzernde Krone und hatte gar keine Eile.

Da es dem Hirten nach der Krone gelüstete, so schlug und warf er mit seiner Schöpfe nach dem Otternkönig. Der Hirt aber wäre beinahe übel angekommen. Der Otternkönig tat einen gellenden Pfiff und im Nu schoss von allen Seiten alles lebendige Gewürm Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 19

Sagen-der-mittleren-Werra

Von den Silberlöchern im Struther Forst

Von dem Dorf Rotterode führt ein Fußpfad der Bergwand entlang durch den Struther Forst zum Rennsteig hin und durchschneidet eine Gebirgswiese, die von dem Kamm des Berges bis zu der Talsohle des Ebertsgrundes reicht. Auf dieser Wiese war noch vor kurzer Zeit eine felsige Vertiefung mit zwei Spalten zu sehen, die Silberlöcher genannt.
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Sagen der mittleren Werra 18

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Moosburg bei Steinbach-Hallenberg

Vom Weg von Steinbach-Hallenberg nach Rotterode geht rechts in nördlicher Richtung ein anderer in das Moosbachtal.

Gewaltig hohe Felsen schmücken den Grund, über den einst die alte Nürnberger Straße zu dem thüringischen Tambach und weiter hinführte. Hier stand vor Zeiten auf einer steilen, felsigen Kuppe die Moosburg1. Ihre Insassen, die in früherer Zeit den Reisenden Schutz und sicheres Geleit gaben, waren späterhin Räuber und Wegelagerer geworden, die keinen der reichen Handelsherrn ungerupft vorüberziehen ließen.
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