Sagen der mittleren Werra 27
Von der gespenstigen Braut in Niederschmalkalden
In Niederschmalkalden erschien, freilich schon vor langen Jahren, einem aus der Familie Hess um Mitternacht eine bildschöne Jungfrau in ihrem bräutlichen Schmuck. Der Mann erschrak und kroch unter die Decke. In der folgenden Nacht hatte er dieselbe Erscheinung. Da ging er zu seinem Pfarrer, berichtete ihm über das Gesicht und bat um seinen Rat und Beistand. Als nun in der dritten Nacht die Braut wiederkam, fragte er sie ermutigt, was sie wolle. Darauf teilte sie ihm mit, dass sie seit hundert Jahren Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 26
Von Streithausen und der Sekwönge (Siegwinne)
Von Mittelschmalkalden nach Fambach über den Berg hin gelangt man auf der Höhe an die zehn Buchen. Dort heißt man es zur Rechten Streithausen, zur Linken Sekwönge (d. i. Siegwinne, von: Sieg gewinnen) und etwas weiter hin Irmensuhl, wie einige aus Mittelschmalkalden und Hesles wissen wollen. Da droben soll einmal ein großer Streit ausgekämpft worden sein, wie der alte Hirte in der Aue erzählt, und auf der Sekwönge soll eine Burg gestanden haben, deren letzter Besitzer ein Ritter von Günsen gewesen Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 25
Vom Stahlberg bei Seligenthal
Einige Bergleute von Seligenthal hatten sich zusammengetan, um auf dem Stahlberg eine Grube auf Eisenstein anzulegen. Sie waren aber unglücklich und verloren durch das Unternehmen nach und nach ihr ganzes Vermögen. Da glaubte einer von ihnen, noch ein Kleidungsstück entbehren zu können, schlug es los und kaufte einige Talglichter dafür.
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Sagen der mittleren Werra 24
Von den Asbacher Bergen
In und auf den Asbacher Bergen hinter Schmalkalden steckt großer Reichtum an edlen Erzen und Heilkräutern. Vor allen ist es der Kohlberg, der die meisten Schätze besitzt. Das wussten auch die Italiener, die in früherer Zeit oft in die Gegend kamen. Die aber hielten die Sache gar gewaltig geheim, trieben zum Schein einen Handel mit Tinte, schrien diese in den Straßen von Schmalkalden Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 23
Vom Heiligen Grab zu Asbach
Links am Weg von Schmalkalden nach Asbach hinter der ehemaligen Pistorschen Gewehrfabrik lag sonst die Kapelle zum Heiligen Grabe, von nun nur noch die äußere Ringmauer kaum aus dem Boden ragt. Sie umschließt ein längliches Geviert von fast zwei Morgen Wiesenland.
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