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Im Original Friedrich Gerstaecker

Gold Band 2 – Kapitel 10.1

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 2
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 10
Das Wiedersehen
Teil 1

Ein leichter Nebel lag am nächsten Morgen über dem Tal, der aber mit Sonnenaufgang als erquickender Tau niederfiel und der Luft eine eigene wunderbare Frische gab. Nur ein leiser, von den Sonnenstrahlen rötlich gefärbter Duft schwebte noch über dem engen Bergkessel, in dem das dunkle Grün des Zedernlaubes eine fast bläuliche Färbung annahm und die roten riesigen Stämme dieser stattlichen Bäume wie glänzende Säulen aus dem Weiterlesen

Gold Band 2 – Kapitel 09.3

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 2
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 9
Don Alonso
Teil 3

Wildes Gelage feierte indessen ein Teil der Amerikaner in Kentos Zelt, und Briars besonders, sein Hirn von Brandy erregt, schwor, er würde nicht zu Bett gehen, bis er nicht ein paar Mexikaner totgeschossen und geplündert hätte. Siftly dagegen, so ruhig und überlegt wie je, wusste bald ihn an seinen Tisch zu fesseln, den der junge Bursche auch nicht eher wieder verließ, bis er den letzten Dollar an den geübten Spieler verloren hatte. Dann Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 34

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Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

34. Adele warnt James Lively
Vor dem Unionhotel der Stadt Helena war die Straße an diesem Morgen wie ausgestorben. Einige Pferde standen allerdings an dem Haltepflock und ließen, unmutig ob des langen Wartens, die Köpfe hängen oder blickten schläfrig zur Seite nach den Hausschwalben, die sie in kreisenden Zügen umschwärmten, um Moskitos und andere in ihre Nähe gezogene Insekten wegzufangen. Aus der Einfriedung aber, die des Wirts eigenen Tieren und denen seiner Gäste gewöhnlich zum Aufent­haltsort diente, kam Scipio und führte Mr. Smarts Rappen am Zügel dem Haus zu, aus welchem eben Smart und unser Bekannter von vorhin, der Virginier, traten.
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Die Flusspiraten des Mississippi 33

die-flusspiraten-des-mississippiFriedrich Gerstäcker
Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

33. Squire Dayton beschließt, aus Helena zu fliehen.

Squire Dayton war, während sich das übrige Volk zerstreute, mit Porrel und einem Teil seiner Verbündeten zurückgeblieben und stand, die Arme verschränkt, mitten auf dem breiten Platz, der Mrs. Breidelfords Haus von dem Gefängnis trennte. Er wusste recht gut, dass sich jetzt – viel­leicht heute noch – nicht allein sein Schicksal, sondern auch das seiner ganzen Bande entscheiden musste. Tollkühne Pläne waren es, die für den Augenblick sein Hirn durchkreuzten. Sollte er hier Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 32

die-flusspiraten-des-mississippiFriedrich Gerstäcker
Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

32. Die Aufforderung. Der entdeckte Mord

»Squire Dayton«, sagte Cook, als sich die Tür hinter den Frauen geschlossen hatte, »Mr. Hawes verließ gestern Nachmittag unsere Farm, und zwar einzig und allein in der Absicht, ja sogar mit dein beson­deren Auftrag, Sie zu sprechen und Ihnen wichtige Mitteilungen zu machen. Wie ich aber eben höre, hat er sich hier in Helena nicht einmal sehen lassen. Mrs. Dayton …«

»Sie irren sich«, unterbrach ihn ruhig der Squire, »er war hier, und wenn Sie in derselben Absicht gekommen sind, Weiterlesen