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Eine Wüstenwelt mit dünner Atmosphäre – im Gespräch mit Dennis Mathiak

Den zweiten Band der von Susan Schwartz konzipierten und geleiteten Miniserie Olymp Die Museumswelt verfasste Dennis Mathiak. Der junge Autor schrieb bereits an den Perry Rhodan-Miniserien Stardust und Terminus mit.

Alexandra Trinley: Dennis, worum geht es in Olymp?

Dennis Mathiak: Olymp ist in erster Linie ein Science-Fiction-Abenteuer, das zwar auch die kosmische Facette der Serie beleuchtet – siehe die Shoziden – aber nicht in dem Umfang wie in Stardust, Arkon oder Terminus. Stattdessen konzentrieren wir uns auf politische Intrigen, Forschungen und die Schicksale unserer Charaktere.

Alexandra Trinley: Im Mittelpunkt deines Romans steht die Museumswelt Shoraz. Wie sieht es dort aus?

Dennis Mathiak: Shoraz ist eine Wüstenwelt mit dünner Atmosphäre. Dort ist es karg und kalt. Der allgegenwärtige Sand, der oft in heftigen Stürmen verwirbelt wird, hat zudem eine tückische Eigenschaft. Interessant sind jedoch vor allem die Hinterlassenschaften der Shoziden, ein Volk, das vor Jahrmillionen untergegangen ist.

Alexandra Trinley: In Terminus hast du dich eingehend mit Terrania City beschäftigt. In Olymp gilt dein Augenmerk Trade City.

Dennis Mathiak: Zwar nicht so intensiv wie mit Terrania City, was daran liegt, dass Trade City nicht in jedem Kapitel meines Romans vorkommt, aber ja. Von Trade City wissen wir bisher nicht so viel, und gleich Terrania ist die Hauptstadt Olymps riesig. Wir erkunden die Stadt in meinem Roman durch die Augen zweier Bewohner, die ganz unterschiedlichen Berufen nachgehen. Dabei finden wir uns am Stadtrand wieder, aber auch mitten im Zentrum.

Alexandra Trinley: Dort spitzen sich politische Geschehnisse zu.

Dennis Mathiak: Allerdings. Was der Kaiser von Olymp, Argyris Beryn Mogaw, bisher hinter verschlossenen Türen trieb, dringt ein wenig an die Öffentlichkeit. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung, die schon seit Jahren brodelt, tritt zum Vorschein. Und in diese Unruhe stolpern die beiden Protagonisten.

Alexandra Trinley: In Olymp agieren Perry Rhodan und der Mausbiber Gucky. Rhodans Ehefrau Sichu Dorksteiger spielt eine Hauptrolle. Was ist die Herausforderung an der Arbeit mit diesen Figuren?

Dennis Mathiak: Ich kenne Rhodan und Gucky seit so vielen Jahren, muss sie aber so schildern, dass auch ein Neuleser sie verstehen. Ich muss mich hinterfragen, was ihm unbekannt ist und vielleicht erläutert werden muss. Außerdem hat Rhodan nur wenige Macken, ist eher der strahlende Held; dennoch soll er prägnant geschildert sein, um nicht langweilig zu wirken. Guckys natürlicher Humor wiederum darf nicht ins Alberne abgleiten. Mit Sichu Dorksteiger habe ich mich tatsächlich recht leicht getan; sie ist einfach eine wunderbare starke Frauenfigur.

Alexandra Trinley: Du hast aber auch zwei eigene Figuren kreiert.

Dennis Mathiak: Sogar mehrere. Die Protagonisten auf Olymp samt der Leute, mit denen sie es zu tun haben, und drei Mitglieder im Forschungsteam, wobei eine schon im ersten Band kurz erwähnt wird. Es ist ganz normal, dass man Freiheiten bei den Romanen hat, mal mehr und mal weniger. Bei den Exposés, die Susan Schwartz verfasst hat, konnte ich mich, was die Figuren angeht, richtig austoben.

Alexandra Trinley: Gibst du uns eine Leseprobe?

Dennis Mathiak: Buff holte ein Tablett hinter der nächsten Säule hervor. Er hatte es bereits mit einem Hintergedanken dort platziert und balancierte es auf seinen zwei Fingern und dem Daumen in Richtung des Throns.

»Ich dachte, du würdest Durst haben, edler Argyris!«, log er mit der leisen Mezzosopranstimme, wegen der jeder stutzte, der ihn zum ersten Mal sprechen hörte. »Ich habe dein Lieblingsgetränk aus der Bar bringen lassen – Venusischen Feuerwhisky mit Eis.« Der Rospaner beendete den Satz mit einem fröhlichen Schnauben.

Einen Augenblick lang starrte Mogaw ihn mit offenem Mund an. Sein zuvor blasses Gesicht war rot angelaufen, doch die Röte verblich bereits wieder und machte dem normalen Teint des Kaisers Platz.

Er strich sich über die Glatze.

Buff reichte ihm den lindgrünen Jägerhut mit der oszillierenden Schärpe aus Bengaschhaut, einer in den Dschungeln Pigells ansässigen Giftschlange. Buff hatte ihn und weitere Hüte aus Mogaws Sammlung ebenfalls vorsorglich in der Thronhalle deponiert.

»Wenigstens auf dich ist Verlass, Talin.« Mogaw tätschelte ihm den Kugelkopf, woraufhin Buff die dreifaltigen Lider komplett schloss und wieder öffnete.

Eine längere Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.

Alexandra Trinley: Dann danke ich dir für die Auskünfte.

Dennis Mathiak: Immer wieder gerne!

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