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Privat-TV künftig wieder unverschlüsselt

RTL und ProSiebenSat.1 kamen vor Jahren auf die Idee, ihr digitales SD-Programm zu verschlüsseln, um weitere Einnahmen zu generieren und Kopierschutz-Funktionen zu implementieren. Wollte man also die entsprechenden Programme schauen, musste man dafür zahlen.

Der Endkunde merkte davon nur indirekt etwas, denn die verschiedenen Anbieter von Digital-TV (z.B. Kabel Deutschland, Telekom Entertain etc.) zahlten die Beträge, gaben die Kosten aber an die Kunden weiter.

Gleichzeitig sprachen sich die beiden großen Sendergruppen ab, was die Verschlüsselung betraf.

Dafür werden sie nun kartellrechtlich zur Verantwortung gezogen. Wie die Tagesschau berichtet, müssen beide Sendergruppen eine Summe von zusammen 55 Millionen Euro zahlen. Zudem haben sie sich verpflichtet, ab 2013 zehn Jahre lang ihr Hauptprogramm unverschlüsselt zu senden.

Damit, so der Bericht, sei nun für die Dauer der Vereinbarung gewährleistet, dass digitales Free-TV auch tatsächlich ohne zusätzliche Kosten zu empfangen sei.

Kommentar:

Free-TV? Davon konnte wohl keine Rede sein, denn die Zuschauer zahlten für den Müll, den die Privaten Tag für Tag senden. Was mich besonders ärgert ist, dass auch jene Kunden von TV-Anbietern für diesen Mist zahlen mussten, die nie die entsprechenden Sender einschalteten.

Dass damit nun Schluss ist, finde ich daher gut. Zwar habe ich nicht die Hoffnung, dass die Preise bei Entertain sinken. Aber zumindest wird das Geld nicht mehr den Machern von Casting-Shows, Dschungelcamp oder drittklassigen Action-Serien und Telenovelas in den Rachen geworfen, nur damit die Sender entschlüsselt werden.

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