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Alexander Oetker – Baskische Tragödie

Alexander Oetker – Baskische Tragödie

An einem Strand der Aquitaine wird ein kleines, schwarzes Paket angeschwemmt, das mit Folie umwickelt und an einer Ecke leicht aufgerissen ist.

Der kleine Lucien, fünf Jahre alt, ist mit seiner Mutter heute am Strand, statt in der Grundschule. Sie hatte ihn zu Hause behalten, weil er ein wenig krank war, und ist dann mit ihm an den Strand von Hourtin Plage gefahren, nachdem es ihm schon bald besser ging.

Nun findet der Kleine beim Spielen das Paket, und an der aufgerissenen Ecke rieselt etwas Weißes hervor. Da er aussieht wie Puderzucker, den er kennt und mag, leckt er den Finger an und berührt damit den weißen Staub. Dann steckt er den Finger in den Mund und leckt ihn ab.

Als er zu seiner Mutter zurückkehren will, wird ihm heiß, schwindlig und übel. Er setzt sich in den Sand, sinkt weg, und dann wird alles dunkel um ihn.

Im Polizeipräsidium von Bordeaux besprechen Kommissar Luc Verlain und seine Mitarbeiter, zu denen auch seine von ihm schwangere Freundin Anouk gehört, wohin sie zum Essen gehen wollen, als sie der Anruf der Kollegen erreicht.

Die lassen den Strand, an dem der Junge das Paket gefunden hat und dann umgekippt ist, sperren und eilen zum Verbrechensort, während Lucs Freundin im Büro bleibt, um den Einsatz von dort zu befehligen und für Verstärkung zu sorgen.

Am Strand steht ein roter Helikopter, und ein Arzt sowie ein Sanitäter heben gerade die Trage mit dem kleinen Lucien ins Innere. Ein weiterer Sanitäter hilft der Mutter hinein. Luc Verlain erfährt von dem Arzt gerade noch, dass der Zustand des Jungen ernst ist, bevor der Hubschrauber abhebt und seine Insassen in die Uniklinik von Bordeaux bringt.

Luc fragt einen Ihm gut bekannten Kollegen namens Lou von der Gemeindepolizei, wer der Junge und seine Mutter sind, woher sie kommen und warum der Kleine nicht in der Schule war. Anschließend betrachten sie gemeinsam das ominöse Paket, welches der Junge gefunden hat. Lucs Kollege Etxeberria schaut sich das Pulver genau an, das sich in dem Paket befindet und stellt fest, dass es sich dabei um sehr reines Kokain handelt. Da Kokain desto stärker ist, je reiner es ist, können sich alle Beteiligten gut vorstellen, wie schlimm die Wirkung für den kleinen Lucien sein muss.

Da Luc Verlain vermutet, dass noch mehr Kokain in der rauen See versteckt ist, lässt er seinen Freund Lou per amtlicher Verfügung alle Strände bis zum Cap-Ferret für eine Woche sperren, denn das, was gerade geschehen ist, soll nicht noch einmal passieren.

Mann merkt diesem Buch an, dass sein Autor, Alexander Oetker, langjähriger Frankreich- und Baskenlandkenner und -liebhaber ist. Er beschreibt mit großem Enthusiasmus Land und Leute dieser Grenzregion von Frankreich und Spanien und vor allem die Stadt San Sebastián, in welcher sich die meisten Dinge in diesem Roman ereignen.

Neben einer ganzen Menge Action und Abenteuer spielen deshalb Land und Leute dieser Region die wichtigste Rolle in seiner Geschichte, und der noch recht jugendliche Kommissar und seine Frauen und Kinder stecken mittendrin.

Die Geschehnisse in San Sebastián fußen auf einer älteren Geschichte, die sich vor langer Zeit abspielte, einen hoffnungsvollen, aber kriminellen Politiker seine Karrierechancen kostete und ihn Rachepläne schmieden ließ.

Luc Verlain, der lange so wirkt, als sei er einer Intrige gegen seine Person hilflos ausgeliefert, entpuppt sich aber am Ende ein kluger, vorausschauender und planender Stratege, der seinem Widersacher gewachsen ist.

Aber der knifflige Fall, die Ermittlungen und die Spannung sind in diesem Buch, wie gesagt, nur die eine Seite. Die andere umfasst die mit Hingabe gezeichnete Beschreibung des Baskenlandes und vor allem San Sebastiáns, die den deutschen Betrachter, überhaupt jeden Betrachter aus einem anderen Land, regelrecht zu einem Urlaub in dieser Region anregt, weil sie ihm sowohl landschaftlich als auch kulinarisch den Mund wässrig macht. Zudem kann er in San Sebastián wohl auch Menschen, vor allem junge Menschen treffen, die ihm liebenswert und fröhlich zeigen, wie man im Baskenland zu leben versteht.

Fazit:
Alexander Oetkers Roman Baskische Tragödie verbindet einen verwickelten, ans Herz gehenden Kriminalfall mit einer mitreißenden Schau des Baskenlandes und seiner Bewohner. So macht er dem Leser Lust auf einen Urlaub in dieser wunderschönen Region.

Ich kann dieses Buch jedem Leser empfehlen, der das Meer und seine Strände, Fisch und Meeresfrüchte und die dazugehörenden Menschen kennenlernen und dazu die Unterhaltung eines spannenden, verwickelten Krimis genießen möchte.

Der Autor:

Alexander Oetker wurde im März 1982 in Ostberlin geboren. Er studierte Sozial- und Politikwissenschaften, ohne sein Studium zu beenden. Ab dem Jahr 2000 arbeitete er in verschiedenen Funktionen für RTL. Er wurde der jüngste deutsche Frankreichkorrespondent und leitete das Studio dieses Senders in Paris.

Außerdem arbeitete er für n-tv in Frankreich, für VOX, den MDR und das Bayerische Fernsehen. Oetker ist ein Kenner von Politik und Gesellschaft unserer Nachbarn im Südwesten. Er hat eine Frau und zwei Kinder.

Die ersten drei Bände um den Kommissar Luc Verlain standen längere Zeit auf der Spiegel – Bestsellerliste. Er schrieb außerdem Zypern Krimis und die Erfolgsromane um den Pariser Commissaire Lacroix.

Quellen:

  • Alexander Oetker, Baskische Tragödie, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 1. Auflage, 2020.
  • de.wikipedia.org
  • www.alexanderoetker.de

Bilder:

  • Cover des Romans. Mit freundlicher Genehmigung des Hoffmann und Campe Verlags.
  • Foto des Autors. Copyright: Maria Vogel/Die Hoffotografen. Ebenfalls mit freundlicher Genehmigung des Hoffmann und Campe Verlags.

(ww)

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