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Die drei Templer

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Elbsagen 39

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

39. Der Schwimmer

In Meißen hatte es sich zugetragen, dass etliche Bäckerknechte am Pfingstfest unter der Predigt hinausgegangen sind und oberhalb der Ziegelscheune, gleich dem Baumgarten gegenüber, in der Elbe gebadet haben. Einer von ihnen, der sich seiner Fertigkeit im Schwimmen rühmte, hatte zu seinen Gesellen gesagt, wenn sie einen Taler wetteten, wollte er dreimal nacheinander, nicht ausgeruht, über das Wasser hin und her schwimmen. Den zwei anderen kam das unglaublich vor und willigten ein. Nachdem der verwegene Mensch es zweimal vollbracht hatte und nun zum dritten Mal dem Siebeneichenschloss zu hinüberschwimmen wollte, da sprang ein großer Fisch wie ein Lachs vor ihm in die Höhe und schlug ihn mit sich ins Wasser hinab, sodass er ertrinken musste. Man hat ihn noch gleichen Tags gesucht und oberhalb der Brücke gefunden. Am ganzen Leib waren gezwickte Male, blutunterlaufen, zu sehen. Man konnte gar leicht die Narben erkennen, die ihm der Nix oder Wassergeist beigebracht hatte.

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