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Aus dem Wigwam – Der Ursprung der Klapperschlangen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Ursprung der Klapperschlangen

in schöner junger Mann mit weißem Gesicht und in weißer Kleidung kam einst unter die Tscherokesen und befahl ihnen, ihren alten Sitten und Gebräuchen zu entsagen und eine neue Religion anzunehmen. Trotz dessen, dass er die mildeste Sprache führte und sich in jeder Beziehung als ein Mann von edlem Charakter zeigte, gelang es ihm doch nicht, sich Freunde zu erwerben. Die Medizinmänner verschworen sich, ihn umzubringen.

Sie bereiteten die stärksten Gifte und mischten sie in sein Essen, aber sie schadeten dem Fremden nicht. Auch mit ihrer Zauberei konnten sie ihm nichts anhaben. Da machten sie denn ein kleines Kästchen und schmückten es mit Muscheln und künstlich bearbeiteten Knochen und opferten es dem großen Geist mit der Bitte, ihnen ein Mittel zur Unschädlichmachung des weißen Mannes zu zeigen. Als Antwort kroch eine große giftige Schlange herbei, die sie fingen und an den Rand des Bächleins verbargen, wo ihr Feind täglich zu baden pflegte. Als jener am nächsten Tag wiederkam, wurde er von der Schlange gebissen und starb. Seit jener Zeit wird diese Schlange bei den Tscherokesen in großen Ehren gehalten und der Große Geist zeichnete sie dadurch aus, dass er ihr Klappern gab, die er aus dem geopferten Kästchen gemacht hatte.

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