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Elbsagen 17

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

17. Der Ursprung der Stadt Schandau

Zwischen dem Böhmenkönig Ottokar und dem Ritter Witigo von Duba brach einst eine Fehde aus. Im Kirnitzschtal kam es zu einer heißen Schlacht in der Nähe der Heilquelle, von der das heutige Bad seinen Namen hat. Hier stieß Graf Bernhard von Kamenz, der einen Trupp Ritter und Reisige gegen Duba auf Hohnstein führte, auf den Ritter Raubold von Niemanitz. Dieser gab sich zwar auch als einen Feind Dubas aus, aber er hatte sich heimlich mit ihm vereint und wollte diese Gelegenheit benutzen, den feindlichen Heerhaufen zu vernichten. Raubold wurde während des Gefechts vom Ritter von Bose aus dem Sattel gehoben. Da ergriff er einen schweren Stein und zerschmetterte deinem Gegner die Brust. Gleich darauf wurde er aber selbst vom Grafen von Kamenz niedergestoßen und hauchte unter Verwünschungen sein Leben aus.

Der Graf aber war über Raubolds Verrat so entrüstet, dass er ausgerufen haben soll: »Tod und Schande! Schandau soll der Ort hinfort heißen!«

Von dieser Sage mag auch das alte Sprichwort herrühren: »Meißnische Ehre und Redlichkeit haben zu Schandau ein Ende.«

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