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Perry Rhodan Band 2980 – Die Eisigen Gefilde

Christian Montillon
Perry Rhodan Band 2980
Die Eisigen Gefilde

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 28.September 2018, 68 Seiten, € 2,20, Titelbild und Innenillustration: Swen Papenbrock

Der Untertitel verrät das Programm: In der Galaxis der Roten Riesen – Atlans Suche beginnt. Wonach sucht der unsterbliche Arkonide? Natürlich nach den von ES hinterlassenen Depots voll Proto-Eiris, mit der man den Weltenbrand löschen kann.

Zu diesem Zweck ist Atlan in die aus roten Riesensonnen bestehende, strukturlos-sphäroidale Zwerggalaxie Cetus zurückgekehrt, in der es die Sternenringe der Lee gibt und in der Florence Hornigold lebt, die aufmüpfige Händlerin, mit der ihn tiefes beiderseitiges Interesse und der Spaß am Basketball verbindet.

Hornigolds WOODES ROGERS dient als Reisevehikel, die riesige RAS TSCHUBAI bleibt mit Sichu Dorksteiger zurück. Die Cappin Tamareil, die einige Zeit als zweiter Extrasinn in Atlans Kopf lebte, hat wieder ihren robotischen »Schmuckkörper« bezogen, der in Stöckelschuhen und Minirock daherkommt. Auch Fitz Klem kommt mit. Sein Familienerbstück, das ebenfalls aus Eiris bestehende Tribar, dient als Kompass.

Es führt sie ins Eishabitat Splandheim, eine von Unbekannten in der Form eines Pyramidenstumpfes erbaute künstliche Welt mit einigen interessanten Schwerkraft-Eigenheiten. Auf ihr leben die nichthumanoiden Splanden, die selbst keine Raumfahrt haben, aber einen Raumhafen bereithalten. Sie leben ein einfaches Leben und beten Statuen der sogenannten Frostdämonen an. Einer davon ist zum Leben erwacht, er kann umherlaufen und reden. Seitdem altert der Hohepriester des Tempels nicht mehr, und sein Kind entwickelt sich viel zu schnell, ist intellektuell seinem Alter voraus und hat übersinnliche Wahrnehmungen.

Atlans Reisegruppe sieht dies als Auswirkung eines Proto-Eirisdepots. Mit einem vergleichsweise primitiven Gefährt der Planetenbewohner kämpfen sie sich durch die Eiswüste, das Eiris-Tribar zeigt ihnen die Richtung. Das Depot hat einen Hüter namens Tholb. Wird er das Bergen der Proto-Eirisballons zulassen?

Mit dem Erlöschen des TERRANOVA-Schirms haben wir das Solsystem verlassen, Cetus liegt zweieinhalb Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Trotzdem ist die RAS TSCHUBAI nicht unbegleitet nach Cetus gekommen, ihre Mission hat eifrige und misstrauische Beobachter, gegen die sich Atlan und seine Gefährten erst einmal durchsetzen müssen. Die haben allerdings kein Eiris-Tribar.

Die Kabbeleien zwischen Atlan und Florence sind kurzweilig erzählt, man kann ihren Spaß am Zusammensein nachvollziehen. Auch das Lokalkolorit der Eisigen Gefilde ist gut gemacht. Ihre Bewohner sind bei aller physischen Fremdheit menschenähnlich, also: nachvollziehbar. Eine Hauptperson ist ein frühreifes Kind, das Visionen hat, Prophezeiungen über den Frostdämonen äußert und seinen Vater mit seinem ständig wiederholten »Sie werden helfen und töten« zum Wahnsinn treibt. Allerdings geht seine Prophezeiung auf eine ganz bestimmte Art dann doch in Erfüllung. Und die Suche nach den Eirisdepots geht weiter.

Die Heftbeilage ist der Perry Rhodan Report Nr. 525. Er ist 40 Jahren Silberband gewidmet, weshalb natürlich ein ausführliches Interview mit Bearbeiter Hubert Haensel enthalten ist, der über seine Vorgehensweise plaudert. Chefredakteur Klaus N. Frick ergänzt es durch den detailreichen Bericht »Wie ›damals‹ ein Perry Rhodan-Buch entstand. William Voltz erzählte 1980 von seiner Arbeit an den Silberbänden«, in dem viel von Schere und Klebstoff die Rede ist. Dem folgt ein Artikel über Fanzines in den 1950er-Jahren von Insider Hermann Urbanek. Der Report schließt mit einem Fünf-Fragen-Interview an Kai Hirdt.

Die Lese- und Hörprobe ist hier.

(at)

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