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Das Grauen in Deutschland hat einen Namen – Beelitz

Das Grauen in Deutschland hat einen Namen – Beelitz

Es gibt da eine kleine Stadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark, die trotz aller Aufgeklärtheit unseres Jahrhunderts bei der Nennung ihres Namens heute noch bei vielen ein mulmiges Gefühl auslöst.

Warum eigentlich?

Beelitz ist doch lediglich ein kleinbürgerlicher, inzwischen auf knapp 14.000 Seelen angewachsener Ort, der am Rande der Zauche liegt, einer historischen Landschaft, die einst das Kerngebiet war, in dem im 12. Jahrhundert die Mark Brandenburg entstand.

Beelitz und seine Umgebung sind heute vor allem als das größte brandenburgische Spargelanbaugebiet bekannt. Seit dem 28. März 2013 führt die Stadt offiziell auf den Ortseingangsschildern die Zusatzbezeichnung Spargelstadt.

Also weshalb umranken diese Gegend solcherart düstere Geheimnisse, dass die Stadtoberen teilweise von einem regelrechten Gruseltourismus sprechen?

Die Antwort ist in der Vergangenheit von Beelitz oder genauer gesagt in der Geschichte von Beelitz-Heilstätten, einem knapp 500 Einwohner zählenden Ortsteil zu suchen.

 

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Alles hatte seinen Ursprung in den dortigen Arbeiter-Lungenheilstätten, die von 1898 bis 1930 im Auftrag der Landesversicherung Berlin errichtet wurden.

Gemessen an der Größe der Klinik und der Menge der zu Behandelnden gegenüber anderen Anstalten ist die Anzahl der dort einsässigen Patienten mit einem – nennen wir es einmal – schwierigen Hintergrund, ungewöhnlich hoch.

In den Gästelisten befindet sich sowohl Adolf Hitler, der dort vom 9. Oktober bis 4. Dezember 1916 verweilte, wie auch Karl Neufeld, während des Ersten Weltkriegs ein bekannter politischer Agent im Nahen Osten, als auch Erich Honecker, der sich dort 1990 einer Leberkrebsbehandlung unterzog.

In Honeckers Zeit fiel auch das Wirken von Wolfgang Schmidt, der Bestie von Beelitz, dem sogenannten Rosa Riesen, der in dieser Gegend von 1989 bis 1991 sechs Morde und drei Mordversuche verübte.

Danach herrschten fast zwei Jahrzehnte Ruhe, bis es 2008 Schlag auf Schlag weiterging.

In diesem besagten Jahr ermordete ein Fotograf, der sich das Spital von Beelitz-Heilstätten als Fotohintergrund ausgesucht hatte, ein Fotomodell, das er durch das Internet kennengelernt hatte. 2010 stürzt sich ein 25-jähriger Mann aus unerklärlichen Gründen aus einem Fenster im 4. Stock der Gebäudeanlagen und Tage später fiel ein 32-jähriger, bis dahin völlig gesunder Mann einfach so in einen vier Meter tiefen Schacht in den Anlagen und erlag in einem nahegelegenen Krankenhaus seinen Verletzungen.

2012 stirbt dort ein Obdachloser.

Zufall?

Quellenangabe:

3 Kommentare zu Das Grauen in Deutschland hat einen Namen – Beelitz

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