Ausschreibung

Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

Story-Tipps

Danach kommt nichts

Archive
Folgt uns auch auf

Das gallische Dorf des Asterix – 13

Das gallische Dorf des Asterix
Die Welt der unbeugsamen Gallier

Hachette Collections, Paris und Mörfelden-Walldorf, ab Januar 2013
Sammlung: 60 Ausgaben mit Heften, Figuren, Gebäuden und sonstigen Gegenständen des gallischen Dorfes, 1. Heft 1,99 €, 2. Heft 5,99 €, ab Heft 3: 10,99 €

www.das-dorf-des-asterix.de

Der vorletzte Schwung beinhaltet die Hefte 52 bis 55. Wie in den anderen Heften auch werden alle verfügbaren Infos aus jedem Asterix-Heft zu jedem Thema (und deren haben sich die Autoren viele einfallen lassen) zusammengetragen. Das ermöglicht dem Leser natürlich eine genaue Detailkenntnis der Welt des Asterix (z.B. eine Aufzählung, in welchen Bänden Verleihnix an den Banketten teilgenommen hat). Allerdings verpasst Hachette auch hier wieder Steilvorlagen für Hintergrundinfos, die über das Sammeln von Infos aus den Asterix-Alben hinausgehen. Beispiele: Für Asterix in Ägypten bietet es sich an, die historische Sklaverei zu erklären. Außerdem ist in dem Heft die Rede von Sklaven als »freie Arbeiter« – da schwingen Seitenhiebe auf den Kommunismus mit. Das wird leider nicht erklärt. Auch die Gelegenheit zu erläutern, was genau eine Carnyx ist, wird verpasst, obwohl es sich für die Texte zu den Sammelfiguren anbietet. Im Text zu den Wachtürmen wird der Satz »Dann könnt ihr nicht mehr ausziehen, um uns Römer das Fürchten zu lehren!« zitiert. Dass der Satz auf das Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen anspielt, wird anscheinend nicht erkannt. (Auch die Texte zu Asterix und die Wikinger erkennen den Zusammenhang nicht). In Band 54 ist die Rede von der Freundschaft zwischen Asterix und Obelix und deren Streitereien. Da heißt es, Streitereien zwischen den beiden seien nie von langer Dauer. Aber direkt im nachfolgenden Zitat wird deutlich, dass der Verfasser dieses Textes die Ironie der Vorlage nicht erkannt hat, denn das Zitat von Obelix lautet u.a.: »Herr Asterix hat immer recht!« Obelix ist auch schon von der Körpersprache her nicht mit Asterix einverstanden.

Der Humor, die Ironie und die Anspielungen kommen also auch in diesem Schwung zu kurz. Allerdings blitzen sie manchmal auf, so z.B. in dem Text über die griechischen Götter, in dem zumindest in einem Info-Kasten Athene von der Mythologie her beleuchtet wird. Die anderen Götter bleiben mythologisch gesehen aber auch auf der Strecke. Der Text zu den Griechen an sich ist aber besser: Das griechische Profil und die Namensanspielungen beim Einmarsch der Sportler werden erklärt. Auch der Name des Römers Veracrus wird erläutert.

Für echte Sammler ein Schmankerl sind natürlich immer wieder die Info-Kästen über die z.T. seltenen Sammelfiguren der Serie über die Jahre hinweg und über die Erstausgaben. Toll auch die flexible Aufteilung der Hefte: Sie müssen nicht zwangsläufig als vollständiges Heft abgelegt, sondern können auseinandergenommen und nach Themenbereichen (und innerhalb der Themenbereiche nach Alphabet) sortiert werden. Das ermöglicht eine übersichtliche Ordnung und schnelles Nachschlagen.

Extras: Haus, Verleihnix auf dem Bankett, Musiker mit Leier, Musiker mit Carnyx, Baum, Asterix auf dem Bankett, Kellnerin, Palisaden, Tänzerin und Tanzpartner.

(ud)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.