Jack – Kapitel I
Anton von Perfall
Jack
In: Deutsche Jugendbücherei, Nr. 5/6
Hermann Hillger Verlag Berlin – Leipzig
Kapitel I
Wenn ich das Buch meines Lebens durchblättere, habe ich helle Not, all die Namen zu beschwichtigen, die sich förmlich aufstellen wider mich, Gestalt und Sprache annehmen, sich gegenseitig überschreien, stoßen, drängen, um in die erste Reihe des Gedächtnisses zu kommen. Es kommt mir vor, als läge ihnen jetzt mehr an mir als einst, wo sie, nicht aus Buchstaben, sondern aus Fleisch und Blut bestehend, mir nahetreten. Doch so versöhnlich, so mild im Alter auch mein Urteil ist, ich fühle nicht das Bedürfnis, einem hilfreich die Hand zu reichen, mit den in meiner Hand sich sendenden Blättern versinkt auch jeder wieder in den traurigen, federstarren Buchstabenbann, keiner bleibt Gestalt, bis auf einen – bis auf den Namen Jack.
Die Geschichte der MAYFLOWER
Die MAYFLOWER stach am 16. September 1620 von Plymouth (Vereinigtes Königreich) aus in See, um nach Amerika zu reisen, das den englischen Entdeckern zu dieser Zeit als Neue Welt bekannt war. Aber ihre Entstehung und Geschichte beginnt lange davor.
Ihre Passagiere waren auf der Suche nach einem neuen Leben. Sie sollten später als die Pilger bekannt werden und die Zukunft der Vereinigten Staaten von Amerika in einer Weise beeinflussen, die sie sich nie hätten vorstellen können.
In dieser Geschichte geht es jedoch nicht nur um die Passagiere der MAYFLOWER. Es geht auch um die Menschen, die bereits in Amerika lebten, wie zum Beispiel der Stamm der Wampanoag, und um die enormen Auswirkungen, die die Ankunft dieser Kolonisten auf die amerikanischen Ureinwohner und das Land, das sie seit Jahrhunderten ihr Zuhause nannten, haben sollte.
Mehr als 30 Millionen Menschen, darunter viele Prominente, können ihre Abstammung von den 102 Passagieren und Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 10
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert ein altes Weib versuchte, ob sie auch fluchen könnte
Als Clauert einmal zu Sebekow entlaufen war, kam er noch an demselben Tag vor ein anderes Dorf in dem Land Mecklenburg. Da saß ein altes Weib in einem Garten und raufte das Unkraut aus. Clauert grüßte das Weib ganz freundlich und sie erwiderte den Gruß noch viel freundlicher.
Weil nun Clauert sehr wohl wusste, dass sowohl Manns- als auch Weibspersonen in jenem Land heftig schelten und fluchen, so fragte Weiterlesen
Carrier, der Erzteufel – Teil 17
Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenhaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860
Rettung
Als Vernet in den Strom gesprungen war, um den versinkenden Margot zu retten, tauchte er in dem Augenblicke unter, als die Kugeln der drei Schützen ihn verfehlten, die deshalb glaubten, ihn getroffen zu haben. Mit der linken Hand Margot am Rockkragen haltend, schwamm er möglichst nahe unter dem weit in das Wasser vorragenden Ufergebüsch, um nicht gesehen zu werden, und erreichte die Fischerhütte des Thouvin, der, mit seinem Bruder fortwährend auf der Lauer stehend, sie empfing und bis in die späte dunkle Nacht verbarg. Dann führte Thouvin und sein Bruder, entschlossen, nicht mehr zurückzukehren, Margot, Vernet und Frau Armaran in ihrem Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 190
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
255. Das weiße Mütterchen
In Haltern geht abends gegen acht Uhr und später ein weißes Mütterchen um. Wenn jemand ihm begegnet, den bittet es, mitzugehen, indem es ihm einen Schatz zeigen und geben wolle. Wer ihr aber folgt, den tötet sie und der ist unrettbar verloren.
256. Gebrochen Gelübde
In Osnabrück erscheint nachts um zwölf Uhr eine Frau, die trägt eine glühende Krone auf dem Haupt und glühende Ketten um den Hals, ist auch mit glühenden Ketten an den Händen geschlossen. Sie ruft: »So geht es, wenn man Gott getane Gelübde nicht hält.«
257. Gott segne euch!
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