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Märchen und Sagen

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 55

Pater Wichmann in Neuruppin

In der Klosterkirche steht noch die Bildsäule vom Pater Wichmann, einem der Grafen von Lindow, der das Kloster hier gegründet haben soll und sein erster Prior gewesen ist. Er soll die Gabe gehabt haben, Wunderwerke zu tun, wo­von in alten Schriften namentlich eine Begebenheit erzählt wird. »Einstmals«, heißt es, »hatte er jenseits des Ruppiner Sees, welcher dicht vor dem Kloster vorbeigeht, im Namen seines Konvents etwas zu verrichten. Weiterlesen

Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 14

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

III. Greiffenstein und Liebenthal

6. Der Schützling der Ahnfrau

Die Burgherrin auf dem Greiffenstein hatte unter ihrem Gesinde ein holdes und tugendsames Mädchen. Dasselbe war Grete, die Tochter des Burgvogts, und die Ahnfrau hatte es von Kind­heit an in ihren Schutz genommen. Die schöne Grete aber vergaß keinen Abend, ihre Beschützerin in das Gebet einzuschließen. Eines Tages kam ein fremder Ritter auf der Burg an, welcher alle Mühe anstrengte, sich das Mädchen hold Weiterlesen

Adventskalender 2024 – 23. Türchen

Der unsichtbare Schäferjunge

Wo war es, wo war es nicht – es war einmal ein armer Mann, der hatte einen sehr frommen Sohn, der war Schafhirt. Eines Tages weidete er seine Schafe in einer sehr felsigen Gegend, und wie einer,… Weiterlesen

Adventskalender 2024 – 22. Türchen

Das kleine Zauberpferd

Es war einmal ein armer Mann, der hatte zwölf Söhne, und weil er sie zu Hause nicht alle ernähren konnte, schickte er sie in die große Welt hinaus, sie sollten sich selbst ihr Brot verdienen und das Glück versuchen. Zwölf Tage und Nächte gingen die Brüder quer über Berg und Tal, bis sie zuletzt ein reicher König zu Reitknechten annahm und jedem dreihundert Gulden Jahreslohn versprach. Nun war unter den Pferden des Königs ein sehr mageres hässliches kleines Pferd, das plagten und quälten die elf älteren Brüder fortwährend, weil es so hässlich war, aber der Jüngste sorgte besser dafür als jene; er suchte alle Brotrinden und Überbleibsel zusam­men für das kränkliche Pferdchen. Deswegen ver­spotteten ihn denn auch seine Brüder oft, ja zuletzt verachteten sie ihn ganz, als wäre er närrisch. Aber er ließ sich den Spott ganz ruhig gefallen und die Verhöhnung, ebenso ruhig wie das Pferdchen die Quälerei.
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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 54

Die Wahrzeichen Neu-Ruppins

Nicht bloß die alte Welt hatte 7 Weltwunder, auch Neu-Ruppin hat deren sieben aufzuweisen, nämlich: 1. einen Kanal ohne Wasser, 2. einen Weinberg ohne Wein, 3. einen Berg ohne Höhe (den Taschenberg, eine Straße), 4. einen Bienenkorb ohne Bienen (der Kirchturm der Pfarrkirche sieht wie ein Bienenkorb aus), 5. einen Rosenwinkel (eine Straße) ohne Rosen, 6. ein Kloster ohne Mönche (das alte Dominikaner Kloster), 7. eine Nonne ohne Kloster.

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