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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Märchen und Sagen

Elbsagen 35

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

35. Der Dresdener Mönch

Wie die weiße Frau im Schloss zu Berlin durch ihr Erscheinen stets den bevorstehenden Tod eines Fürsten aus dem Hause Hohenzollern verkünden soll, so wird, nach der Volkssage, auch dem sächsischen Fürstenhaus durch ähnliche Erscheinungen vorher angezeigt, wenn ein Todesfall droht. In Dresden soll die Erscheinung die Gestalt eines grauen Barfüßermönches gehabt haben, der seinen abgehauenen Kopf unter dem Arm trug und in der Hand Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Die Moskitos

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Die Moskitos

as Wild war einst bei den Winnepeg-Indianern so selten geworden, dass viele vor Hunger starben. Als einst zwei Jäger einen Vielfraß erlegt und sich gerade darüber hergemacht hatten, ihn zu zerlegen, kroch zu ihrem größten Schrecken auf einmal ein altes hässliches Weib aus seinem Bauch hervor. Sie sagte, sie sei eine heilige Medizinfrau und wünsche, bei ihnen zu bleiben. Da sie ihnen auch zu gleicher Zeit versprach, dass es ihnen so lange, wie sie sie gut behandelten, nie an Wild fehlen würde, so nahmen die beiden sie bei sich auf und hatten es auch nicht zu bereuen, da sie gar bald herausfanden, dass sie die Wahrheit gesprochen hatte.

Doch hatte sie die unangenehme Gewohnheit an sich, sich gleich von jedem erlegten Tiere den fettesten Bissen Weiterlesen

Elbsagen 34

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

34. Hans Jagenteufel, der wilde Jäger bei Dresden

Am 13. Oktober des Jahres 1644 war eine gewisse Katharine Ullmann sonntags früh mit ihrer Tochter in die Heide gegangen. Sie hatten anfangs Holz gesucht, dann aber Eicheln auflesen wollen, bis es um 11 Uhr mittags geworden war. Als sie nun zur Predigt läuten hörten, war die Tochter fortgegangen, weil es sehr geregnet hatte, und die Mutter, welche an einem Grund nicht weit von dem Ort, der das verlorene Wasser heißt, stand, hatte eine Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Teufelssee in Wiskonsin

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Teufelssee in Wiskonsin

er Teufelssee in Sauk County bildet eine der prachtvollsten Szenerien in Mittel-Wiskonsin. Sein Wasser ist auffallend klar und durchsichtig, an einigen Stellen ist er l70 Meter tief und an manchen hat man mit dem Senkblei gar keinen Grund entdecken können. Er liegt ungefähr 22 Meter höher als der benachbarte Baraboo River. Weder Fluss noch Bach mündet in ihn, noch hat ein solcher seine Quelle in demselben. Die Umgegend war früher der Lieblingsaufenthalt der Indianer, denn es fehlte dort weder an Fischen noch an Wild, und das Bleichgesicht verirrte sich selten so weit. Nur ein waghalsiger Franzose gesellte sich einst zu dem dort lebenden Stamm und nahm an allen Jagdzügen und Abenteuern teil. Mit der Zeit verliebte er sich auch in eine reizende Indianerin. Und da er Gegenliebe fand, so beschloss er, sie zu heiraten. Doch als er darauf zu ihrem Vater ging, dessen Wigwam am Ufer des Teufelssees stand, um mit Weiterlesen

Elbsagen 33

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

33. Der wunderbare Stein auf dem Dresdener Markt

Prinz August, ein Sohn des Kurfürsten Christian I., war im Frühjahr 1614 schwer erkrankt, sodass in den Kirchen für seine Genesung gebetet wurde. Dem Gottesdienst wohnte auch der Puppenmacher Christoph Ufer bei. Nachdem er sich dem Gebet für die Herstellung des kranken Prinzen aufrichtig angeschlossen hatte, ging er nach Dresden-Neustadt, das damals noch die Altstadt hieß. Unterwegs wurde ihm am hellen Tag von einem Geist ein Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Ursprung der Klapperschlangen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Ursprung der Klapperschlangen

in schöner junger Mann mit weißem Gesicht und in weißer Kleidung kam einst unter die Tscherokesen und befahl ihnen, ihren alten Sitten und Gebräuchen zu entsagen und eine neue Religion anzunehmen. Trotz dessen, dass er die mildeste Sprache führte und sich in jeder Beziehung als ein Mann von edlem Charakter zeigte, gelang es ihm doch nicht, sich Freunde zu erwerben. Die Medizinmänner verschworen sich, ihn umzubringen.

Sie bereiteten die stärksten Gifte und mischten sie in sein Essen, aber sie schadeten dem Fremden nicht. Auch mit ihrer Zauberei konnten sie ihm nichts anhaben. Da machten sie denn ein kleines Kästchen und schmückten es mit Muscheln und künstlich bearbeiteten Knochen und opferten es dem großen Geist mit der Bitte, ihnen ein Mittel zur Weiterlesen