The Rifleman
Inmitten der unzähligen Westernserien, die das sogenannte Goldene Zeitalter des Fernsehens in den 1950er Jahren hervorbrachte, sticht The Rifleman (1958–1963) als eine der bemerkenswertesten Produktionen hervor. Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Beitrag zum Genre erscheinen mag – inklusive Revolverhelden und Präriekulisse –, entpuppt sich schnell als tiefgründiges Familiendrama mit moralischer Substanz, cineastischer Qualität und überraschender Emotionalität.
Die Serie wurde am 7. März 1958 zunächst als Teil von Dick Powell’s Zane Grey Theatre auf CBS vorgestellt, bevor sie am 30. September desselben Jahres regulär bei ABC startete. The Rifleman war ein Projekt der renommierten Four Star Productions und wurde unter der kreativen Führung von Arnold Laven, Arthur Gardner und Jules V. Levy produziert. Ursprünglich basierte die Serie auf einem Drehbuch des späteren Kultregisseurs Sam Peckinpah, dessen Handschrift besonders in den frühen Episoden noch spürbar ist – etwa durch seine Auseinandersetzung mit Gewalt, Entfremdung und der Komplexität des Westernmythos. Doch es war Arnold Laven, der der Serie ihre charakteristische Richtung gab: ein maßgeschneidertes Winchester-Gewehr als zentrales Symbol, aber vor allem eine Vater-Sohn-Beziehung im Mittelpunkt des Geschehens – ein Weiterlesen
Vidocq – Herrscher der Unterwelt (2018)
Vidocq – Herrscher der Unterwelt
Eugène-François Vidocq ist der wahre Experte, wenn es um kriminelle Machenschaften geht. Er hat nicht nur theoretisch viel Wissen, sondern hat auch selbst etliche Gewalttaten miterlebt und durchlebt. Als sein alter Gegenspieler Maillard ihn jedoch unrechtmäßig des Mordes bezichtigt, fasst Vidocq einen folgenschweren Entschluss: Er wird seine Loyalität wechseln. Mit einem ungewöhnlichen Angebot tritt er an den Chef der Pariser Polizei, Jean Henry, heran. Vidocq setzt seine tiefgründige Kenntnis der kriminellen Welt ein, um Verbrechen aufzuklären. Er fordert dafür lediglich Straffreiheit.
Dieses unerwartete Bündnis stößt jedoch nicht überall auf Zustimmung. Viele sehen in Vidocq eine Bedrohung, die es zu beseitigen gilt, eine Gefahr für die bestehende Ordnung. Auf der anderen Seite erkennt sein ehemaliger Partner in Verbrechen, Nathanaël de Wenger, das enorme Potenzial dieses Paktes. Er hat eine klare Vision: Er will die Dunkelheit der Unterwelt nutzen, um selbst an die Macht zu kommen. Mit Vidocqs Hilfe will er die verborgenen Reiche dominieren.
Ein vielschichtiges Spiel aus Misstrauen und Ambition entfaltet sich. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Weiterlesen
Das Cabinet des Dr. Caligari (1919)
Das Cabinet des Dr. Caligari (1919)
Überall sind Geister … um uns herum. Sie haben mich von Heim und Herd vertrieben – von Frau und Kind …
Auf einer Parkbank beginnt Francis, ein junger Mann, einem älteren Herrn die tragische Geschichte seiner Verlobten Jane zu erzählen. Einige Jahre zuvor waren er und sein Freund Alan beide in Jane verliebt. Eines Tages besuchen sie gemeinsam einen Jahrmarkt, wo eine geheimnisvolle Attraktion Aufmerksamkeit erregt: das Cabinet des Dr. Caligari.
In einer sargähnlichen Kiste liegt der bewusstlose Cesare, ein Somnambuler, der laut Caligari seit 23 Jahren schläft und nun hellseherische Fähigkeiten besitzt. Als Alan fragt, wie lange er noch zu leben habe, antwortet Cesare: »Bis zum Morgengrauen.« Tatsächlich wird Alan in derselben Nacht ermordet – er ist bereits das zweite Opfer eines Serienmörders, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt.
Francis beginnt, Caligari zu verdächtigen, und nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand. Zwar wird ein Täter verhaftet, doch Francis bleibt misstrauisch. Jane, die sich Sorgen um ihren verschwundenen Vater macht, begibt sich zu Caligaris Wagen und Weiterlesen
Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu
Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu
Originaltitel: Brides of Fu Manchu
Fu Manchu kehrt mit einem Harem des Grauens zurück
Die angloamerikanische Produktion von Seven Arts brachte 1966 die Kultfigur wieder auf die Leinwand. Der Film wurde von Oliver A. Unger und Harry Alan Towers produziert und von Don Sharp inszeniert. Er basiert lose auf Sax Rohmers populärer Romanfigur. Das Drehbuch stammt von Peter Welbeck und Don Sharp. Christopher Lee übernimmt erneut die Rolle des skrupellosen Dr. Fu Manchu, Tsai Chin spielt seine Tochter Lin Tang. Weitere Rollen sind mit Douglas Wilmer (Nayland Smith), Marie Versini (Maria), Heinrich Wilhelm Drache (Karl) und Howard Marion Crawford (Dr. Petrie) besetzt. Die Kamera führte Ernest Steward, die Musik komponierte Christopher Whelen. Die Laufzeit der deutschen Version beträgt 81 Minuten.
Inhalt:
In seinem neuesten Plan zur globalen Machtergreifung entführt Fu Manchu zwölf junge Frauen, die allesamt Töchter Weiterlesen
Draculas Braut (1936)

Der Film Draculas Braut aus dem Jahr 1936 knüpft direkt an den bahnbrechenden Horrorfilm Dracula (1931) an und beschreitet gleichzeitig neue erzählerische Wege. Unter der Regie von Lambert Hillyer und mit Gloria Holden in der Titelrolle entstand ein Werk, das weniger auf Schockeffekte als auf psychologische Tiefe und subtile Atmosphäre setzt. Trotz seines geringen Bekanntheitsgrades in der Geschichte des Horrorfilms verdient der Film sowohl aufgrund seiner thematischen Ambitionen als auch seiner stilistischen Besonderheiten eine besondere Beachtung.
Universal Pictures hatte das Horrorgenre zur Entstehungszeit des Films bereits entscheidend geprägt. Er sollte an den Erfolg von Frankensteins Braut (1935) anknüpfen. Dabei wagte das Studio eine bedeutende Innovation: die Einführung einer weiblichen Hauptfigur.
Die Produktion war von Anfang an von Schwierigkeiten geprägt. Das ursprüngliche Drehbuch von John L. Balderston, das einen anspruchsvollen und ernsten Horrorfilm vorsah, fiel der Zensur des Hays Office zum Opfer, und Universal musste auf eine Weiterlesen



Neueste Kommentare