Ritter Busso von Falkenstein – 3. Teil
Ritter Busso von Falkenstein
oder die Geheimnisse der Totengruft
Ein schauderhaftes Gemälde aus den Ritterzeiten
Verlegt durch Gottfried Basse zu Quedlinburg, 1813
Endlich versuchte er all diese Ideen wieder zu verscheuchen. Der Gedanke an seine geliebte Adelheid, von deren Aufenthalt er nicht mehr fern war, trat an ihre Stelle. Erst am hellen Tag übermannte ihn der Schlaf und er schlummerte ein. Seine Träume waren verschieden von den süßen Ideen, mit welchen er eingeschlafen war. Sie waren in der Tat traurig, rätselhaft und schrecklich. Er glaubte noch neben dem Burgherrn bei Tafel zu sitzen. Die lieblichen Töne der Hörner widerhallten noch in seinen Ohren, Freude strahlte von allen Gesichtern der Gäste und der helle Schein einer unzähligen Menge Lichter machte die Dunkelheit der Nacht dem hellsten Tag gleich.
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Deutsche Märchen und Sagen 113
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
148. Hänschen Zimmermann und die Katzen
Auf der Brüsslerstraße zu Dendermonde liegt ein Haus, welches Zur Sonne heißt. Darin befand sich in früheren Zeiten eine Brauerei, worin Hänschen Zimmermann als Knecht diente. Das erste, zweite und dritte Gebräu misslang und das konnte Hänschen nicht begreifen, denn er verstand sein Handwerk so gut wie der Beste. Nun hatte Hänschen bemerkt, dass jedes Mal, wenn er am Brauen war, eine Katze rund um den Kessel lief. Und die beschloss er nun einmal ins Auge zu fassen. Er begann also sein viertes Gebräu. Kaum kochte das Bier, als die Weiterlesen
Der Lugennatzl von Lugenhausen Teil 1
Der Lugennatzl von Lugenhausen
und seine wunderbaren Reiseabenteuer zu Land und zu Wasser als Schuhkünstler, Kammerdiener, Kindsmagd, Kindervergrößerer, Windmacher, Riesenkatzenfabrikant, Mastbaumausreißer, Meerkropfbesitzer, Robinson auf einer lebendigen Insel, Luftfahrer nach Schlaraffia und Entdecker des sechsten Weltteiles, wo die Welt mit Brettern verschlagen ist, usw.
Wie der Lugennatzl von Lugenhausen in die Fremde geht
Vom sanften Licht des Vollmondes beleuchtet, lag das anmutige Dörflein Lugenhausen, eine kleine halbe Stunde von einer großen Seestadt entfernt, mitten unter zahllosen Obstbäumen in nächtlicher Ruhe.
Man hörte nur das Klatschen eines Knieriemens, mit dem der Schuhmacher, Meister Eustachius Schlager eine Jacke Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 112
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
147. Dreikreuzmesser
Bei dem Flecken Poucke wohnte ein begüterter Bauer. Dem wurde auf einmal seine Frau todkrank und sein Vieh begann auch zu siechen, die Ochsen, Kühe und Pferde legten sich alle auf die Streu und wollten nicht mehr aufstehen. Vergebens zog der Mann die Ärzte zu Rate. Was die auch beginnen mochten, nichts half und das Übel wurde nur schlimmer und schlimmer.
Da sprach endlich einer der Knechte zu ihm: »Mit rechten Dingen kann das nicht zugehen, lasst uns darum eine Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 111
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
146. Dukaten verloren
Zu Tielt in Flandern lebte ein Bauer; der war einmal ausgegangen, um Vieh zu verkaufen, hatte es auch zu guten Preisen losgeschlagen und kam mit gut gefüllten Taschen zurück nach Hause. Unterwegs hatte er da und dort einmal angehalten und so war er nicht ganz nüchtern mehr, doch noch so gut bei Sinnen, dass er wusste, er habe außer seinem Silbergeld auch einen Dukaten in der Tasche. Den verwahrte er auch aufs Beste und sah oft nach, ob er ihn nicht verloren hätte.
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