Farmer und Goldsucher – Kapitel 5
Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien
Kapitel 5
Wenn man Santa Fe, die Hauptstadt von New- Mexico, im Rücken hat, so muss man, um Kalifornien zu erreichen, noch ungefähr dreißig Meilen gegen Westen zurücklegen und die Sierra Madre überwinden. Eine ungeheure Ebene, welche der rote Fluss von einem Ende zum anderen durchströmt, breitet sich am Fuß der Sierra Madre aus. Sie trennt den östlichen Teil Kaliforniens von den goldhaltigen Gebieten, den Dorados oder den Golddistrikten. Diese Ebene erhebt sich unmerklich in nordwestlicher Richtung und läuft in eine viereckige Hochfläche aus, welche das große Becken genannt wird, etwa fünfhundert Meilen im Durchmesser hat und fünftausend Fuß über der Meeresfläche liegt. Ein unebener Boden, hier mit Hügeln bedeckt, dort mit Gräben durchzogen, dürre Sandstrecken, von Weiterlesen
Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 8
Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 8 – Der Abgesandte
Nach beendeter Wahl verlief in der Kolonie, wenigstens dem Anschein nach, alles wieder wie gewohnt.
Dem war aber in Wahrheit nicht so.
Der Graf von Lhorailles hatte die Hoffnungen der Abenteurer, die sein entschlossener und unternehmender Sinn versammelte, mit in sein Grab genommen.
Nach seinem Tod mussten die Dinge eine andere Wendung nehmen und Schwierigkeiten entstehen. Weiterlesen
Robert der Teufel – Kapitel 7
Robert der Teufel und die höllischen Fanghunde
Eine schauderhafte Teufels-, Hexen-, Räuber- und Mördergeschichte um 1860
Kapitel 7 – Das Bildnis des Robert des Teufels
Der Hofmaler des Königs von Burgund hatte das Bildnis Robert des Teufels vollendet. Es war entsprechend ähnlich, nur die Augen fehlten. Schon so der nächsten Stunde wollten die königlichen Eltern kommen, um es anzusehen. Wie oft er es auch versucht hatte, sie zu malen, es war ihm nie gelungen. Noch einmal setzte er seinen sonst so gewandten Pinsel an, vergebens! Unwillig warf er ihn auf den Tisch und rief: »Es brennt ein ganz eigentümliches, seltenes und unheimliches Feuer in den Augen Robert des Teufels, das ich durch keine Farbe darzustellen vermag. Wie ist es möglich, dass gerade an diesen Augen meine ganze Kunst scheitert?«
»Das ist eben der Teufel!«, rief hinter dem Maler eine Stimme mit kreischendem Lachen.
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Der Marone – Loftus Vaughan, Gutsbesitzer
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 3
Loftus Vaughan, Gutsbesitzer
Loftus Vaughan war Witwer und hatte, wie man allgemein annahm, nur ein Kind, eine Tochter. Käthchen war der Name dieses jungen Mädchens, wenigstens war es der, den sie unter ihren Freunden und Bekannten führte. Ein anderer wurde allerdings gelegentlich gehört – Kleine Quasheba. Dieser Name kam allerdings nur über die Lippen einiger älterer Gutsarbeiter und niemals, wenn der Herr Vaughan anwesend war, da dieser es streng verboten hatte, ihn auszusprechen. Man bezweifelte sehr, ob das junge Mädchen nur je einen von diesen Namen bei der Taufe empfangen hätte. Das rührte teilweise von dem Umstand her, dass einer von Vaughans Freunden der Feier beigewohnt hatte, und teilweise auch davon, dass man allgemein wusste, die Mutter von Vaughans Tochter eine Sklavin Weiterlesen
Farmer und Goldsucher – Kapitel 4
Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien
Kapitel 4
Als ich mich zur Farm von Townships Freunden aufmachte, fühlte ich die tiefe Trauer, die mich seit einigen Tagen gefesselt hielt, nach und nach verschwinden. Ich begann das Los jener auswandernden Familien zu beneiden, welche so mutig unter der Führung ihres Familienoberhauptes die Unannehmlichkeiten und Gefahren einer so großen Reise auf sich nahmen. Warum, sagte ich zu mir, warum sollte ich in dieser Einöde für immer bleiben? Warum sollte ich nicht auch die Freuden eines Wanderlebens genießen? Kaum angekommen in einer Welt, welche der menschlichen Tätigkeit so verschiedene Möglichkeiten bot, sollte ich meine Kräfte an die Urbarmachung einiger unkultivierter Äcker verschwenden? War denn der Augenblick schon da, meine Hoffnungen aufzugeben und meine Aussichten zu Weiterlesen
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