Robert der Teufel – Kapitel 9
Auf der Rückseite des Beinhauses auf dem Kirchhof lauerte Robert der Teufel mit seiner Rotte, ohne die leiseste Ahnung von dem, was in der Residenz vorgefallen war, seitdem er sie verlassen hatte. Von dort aus sah er den festlichen Einzug der Herzogin Eleonore in das Nonnenkloster, welches nur der Kirchhof von ihm trennte und das Abladen und Hineinbringen von Geldfässchen, Kisten und Schränken.
»Wär’s nicht viel bequemer«, sagte Robert, »sie hätten alle diese Sachen lieber gleich in unser Paradies gebracht, um uns alle weitere Mühe zu ersparen.«
»Die neue Äbtissin auch?«, erwiderte Lucia neckend.
»Ich hätte sie schon nachträglich geholt.«
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Farmer und Goldsucher – Kapitel 6
Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien
Kapitel 6
Bei meiner Rückkehr in unser Hauptlager fand ich weder den Schriftsteller noch Furchtlos vor, der sich jedenfalls noch mit Townships Aufsuchung beschäftigte. Unser für die Reise gemieteter Diener hatte sich, während wir alle unterwegs waren, aus dem Staub gemacht, ohne sich weiter um unser Zelt zu kümmern. Glücklicherweise hatte noch niemand aus unserer Abwesenheit Nutzen gezogen, denn unsere Habseligkeiten standen noch unberührt da, ja selbst unser Diener hatte außer seinem bescheidenen Gepäck nur das Pferd mitgenommen, das wir für ihn angeschafft hatten.
Es war nur zu wahrscheinlich, dass dieser verschlagene Mensch, nachdem er die Reise auf unsere Kosten mitgemacht hatte, es Weiterlesen
Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 9
Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 9 – Dona Angela
Ehe wir mitteilen können, was in Guetzalli zwischen de Laville und dem Obersten vorging, müssen wir zum Lager der Abenteurer zurückkehren.
Louis hielt das junge Mädchen noch immer fest umfasst und führte sie in das Innere der aus Laubwerk errichteten Hütte, die ihm seine Kameraden am Eingang der Kirche gebaut hatten.
Dort angekommen ließ er sie auf einer Butaca Platz nehmen, während er sich selbst auf einen Equipal setzte.
Es folgte ein tiefes Schweigen.
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Der Marone – Ein Frühstück auf Jamaica
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 4
Ein Frühstück auf Jamaica
An einem stillen Morgen im schönen Monat Mai, in Jamaica schöner als sonst wo auf der Erde, kündigte die große Glocke in der großen Halle von Willkommenberg die Frühstückszeit an.
Bis zu diesem waren noch keine Gäste weder um die Tafel noch in der Halle versammelt, ausgenommen die farbigen Hausdiener, die, ein halbes Dutzend stark, aus der Küche mit Tabletts und Schüsseln kamen.
Mit einer Ausnahme hatten die Diener, alles Knaben und junge Männer, sehr wenig Kleider an. Schlechte Beinkleider von Osnabrücker Leinen und gestreifte Baumwollenhemden waren ihre ganze Bekleidung. Eine Ausnahme hiervon Weiterlesen
Robert der Teufel – Kapitel 8
Enthüllung eines entsetzlichen Geheimnisses
Die schöne und fromme Tochter des Herzogs von Bretagne, Eleonore, war mit einem großen Gefolge in Arles angekommen, um von ihrem Oheim, König Boso von Burgund, und von ihrer Muhme, der Königin, Abschied zu nehmen, weil sie die Welt verlassen, und als Äbtissin in das Kloster der Klarissinnen treten wollte, welches eine halbe Stunde von Arles dicht am Ende eines großen Kirchhofes stand. Sie brachte reiche Schätze mit, die heilige Clara in Lebensgröße, von gediegenem Silber, so auch die zwölf Apostel, zur Ausschmückung der Klosterkirche, und die kostbarsten Edelsteine, welche sie zur würdigen Verzierung der Monstranzen und der Leiber von Heiligen bestimmte, die in Glasschränken auf den Seitenaltären den Andächtigen zur Verehrung ausgestellt waren.
Robert erfuhr dies, erzählte es seinen Raub- und Mordgenossen und verabredete mit ihnen einen nächtlichen Überfall und die vollständige Plünderung des Klosters, sobald jene Schäbe sich innerhalb der Mauern desselben befinden würden. Weiterlesen
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