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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Der Fackelzug

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Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 11

Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 11 – Der Operationsplan

Der Graf erwiderte den warmen Händedruck des jungen Mannes, schüttelte aber traurig den Kopf, und schwieg.

»Warum antworten Sie nicht?«, fragte der Capitaine, »zweifeln Sie an meiner Bereitwilligkeit, Ihnen zu dienen?«

»Das ist es nicht«, antwortete der Graf trübe, »ich weiß, wie edel und großmütig Sie sind, und dass Sie nicht zaudern werden, mir beizustehen.«

»Warum überlegen Sie dann noch?«

»Lieber Freund«, antwortete der Graf mit einem schwermütigen Lächeln, »ich mache mir Vorwürfe, dass ich gekommen bin.«

»Warum denn?«

»Ist es nicht verständlich genug? Das Land, welches Sie hier bebauen, war vor einigen Jahren ein von wilden Tieren bewohnter Urwald. Jetzt hat es sich in Folge Ihrer Umsicht und Bemühungen in eine fruchtbare angebaute Ebene verwandelt. Zahlreiche Viehherden grasen auf den Weiden, die Öde und Verlassenheit des Ortes ist dem angestrengten Fleiß der Zivilisation gewichen. Die Kolonie von Guetzalli, welche mit so großer Mühe begründet und dessen Boden mit so vielem Blut getränkt wurde, gedeiht und fängt an, Ihnen für Ihre Arbeit und Ihren Fleiß reichlichen Ertrag zu bringen. Bald werden andere Kolonisten, von Ihrem Beispiele ermutigt, kommen, sich Ihnen anschließen, und indem sie Ihnen helfen, die Indios Bravos in ihre unzugänglichen Wüsteneien zurückzudrängen, werden sie die mexikanischen Grenzen für immer vor den Verwüstungen der Wilden sichern und das herrliche Land zu seiner früheren Größe erheben.«

»Nun?«, fragte der Capitaine.

»Nun«, fuhr der Graf fort, »kann ich, ein Fremder, dem Sie nichts schuldig sind, die Verantwortung übernehmen, Sie in einen unabsehbaren Kampf zu verwickeln, sich in einen fremden Streit einzumischen, in welchem Sie nur verlieren können und das Land, das Sie mit so großer Anstrengung aus dem gänzlichen Verfall gerissen haben, in den früheren trostlosen Zustand zurückversetzen? Mit einem Wort, lieber Freund, frage ich mich, mit welchem Recht oder unter welchem Vorwand ich Sie mit in mein Verderben ziehen sollte?«

»Unter welchem Vorwand? Mit welchem Recht? Ich will es Ihnen sagen«, erwiderte der junge Capitaine großmütig. »Wir befinden uns, Graf de Prébois-Crancé, sechstausend Meilen von unserer Heimat entfernt, leben an der Grenze der Wildnis und dürfen auf keine andere Hilfe, keinen anderen Schutz hoffen, als in uns selbst. In solcher Entfernung vom Vaterland sollen sich alle Franzosen als Brüder betrachten und einer für den anderen stehen. Wird einer beleidigt, so ist es allen widerfahren. Eben, weil unsere Zahl gering und wir daher den Beleidigungen unserer Feinde doppelt ausgesetzt sind, müssen wir uns so enger aneinander schließen, um uns zu wehren und darauf zu bestehen, dass uns Gerechtigkeit widerfährt. Wir retten auf solche Weise nicht nur unsere Ehre, sondern vertreten unser Vaterland und den französischen Namen, auf welchen wir mit Recht so stolz sind und den wir vor jedem Makel bewahren.«

»Sie reden gut, Capitaine«, wandte Valentin ein, »Ihre Worte verraten den Ehrenmann in Ihnen. Allerdings muss der Patriotismus in der Fremde besonders stark und unbeugsam auftreten. Wir haben nicht das Recht, die nationale Ehre durch erbärmliche Feinde herabwürdigen zu lassen, denn unsere französischen Brüder haben uns das kostbare Gut anvertraut. Jeder vertritt hier das gesamte Vaterland und ist auf eigene Gefahr verpflichtet, es unter allen Umständen in jedermanns Achtung zu erhalten.«

»Ja«, versetzte der Capitaine lebhaft. »Die mexikanische Regierung hat, indem sie den Grafen de Prébois-Crancé beleidigte, ihre Verpflichtungen gegen ihn versäumte und ihn schändlich verriet, nicht einen Einzelnen beleidigt, nicht einen namenlosen Abenteurer, sondern ganz Frankreich verletzt. Wohlan, es kommt Frankreich zu, ihr zu antworten, und das wird bei Gott geschehen. Wir werden den hingeworfenen Fehdehandschuh aufheben, werden kämpfen, um unsere Ehre zu retten, und wenn wir unterliegen, so sterben wir glorreich auf dem Kampfplatz. Seien Sie versichert, meine Herren, dass unser Blut nicht vergebens geflossen sein wird. Das Vaterland wird uns beklagen und bewundern und unser Tod wird Rächer erwecken. Außerdem sind Sie, Graf de Prébois-Crancé, für die Kolonie Guetzalli kein Fremder. Haben Sie uns nicht bei einer schwierigen Gelegenheit mit Rat und Tat beigestanden? Jetzt kommt die Reihe an uns. Und es ist, wie Sie sehen, nur eine Schuld, die wir zurückzahlen.«

Der Graf musste lächeln. »Nun, es sei«, sagte er bewegt, »ich nehme Ihr großmütiges Angebot an. Ein längeres Sträuben würde nicht nur lächerlich sein, sondern würde Ihnen sogar undankbar erscheinen.«

»Das lasse ich gelten!«, sagte der Capitaine unbeschwert, »jetzt fangen wir an, uns zu verstehen. Ich wusste wohl, dass es mir schließlich gelingen würde, Sie zu überzeugen.«

»Sie sind ein liebenswürdiger Kamerad«, versetzte der Graf. »Ihnen zu widerstehen, ist unmöglich.«

»Nun, Sie scheinen mir wahrlich zur passenden Zeit zu kommen, um eine schnelle Hülfe zu erhalten.«

»Wieso?«

»Ja, denn zwei Tage später wäre ich fort.«

»Wäre es möglich?«

»Haben Sie bei Ihrer Ankunft nicht die Wagen und Karren bemerkt, die im Hof aufgereiht stehen?«

»Allerdings.«

»Ich war im Begriff, mit achtzig auserlesenen Männern abzumarschieren, um gewisse Minen auszubeuten, von welchen wir gehört haben.«

»So, so?«

»Ja, das Unternehmen wird aber vorläufig unterbleiben, und vermutlich wird sich die Truppe, welche mich begleiten sollte, Ihnen anschließen.«

»Was heißt, dass Sie es vermuten?«

»Ja, ich kann nicht über die Leute und den Zweck des Unternehmens eigenmächtig verfügen, sondern muss die Zustimmung aller dazu haben.«

»Ganz recht«, sagte der Graf, dessen Züge sich verfinsterten.

»Seien Sie aber unbesorgt«, fuhr der Capitaine fort, »wir werden die Zustimmung der Kolonisten leicht erlangen, sobald sie wissen werden, welcher Sache ich mich widmen will.«

»Gott gebe es.«

»Ich stehe für den Erfolg. Ich setze voraus, dass Sie mit allem Nötigen versehen sind, um ins Feld zu rücken.«

»So ziemlich. Indessen muss ich Ihnen bekennen, dass mich sämtliche Arieros verlassen und mein Lager verstohlen gemieden haben.«

»Teufel! Sie werden natürlich auch ihre Maultiere mitgenommen haben?«

»Alle, ohne Ausnahme, sodass ich nicht weiß, wie ich das Gepäck transportieren und das Geschütz bespannen soll?«

»Nun, wir werden dafür sorgen. Wie Sie sehen, habe ich hier vortreffliche Packwagen. Außerdem fehlt es auch nicht an Maultieren und wir besitzen in der Kolonie Leute, welche vollkommen imstande sind, sie zu führen.«

»Sie werden mir dadurch keinen geringen Gefallen erweisen.«

»Ich hoffe, Ihnen deren noch größere zu erweisen.«

Die drei Männer traten in das Innere des Hauses und kehrten in das Zimmer zurück, wo die Konferenz mit dem Obersten Suarez stattgefunden hatte.

Der Capitaine schlug auf eine Metallplatte, worauf ein Peone erschien.

»Heute Abend zum Oracion, nach beendeter Arbeit, versammeln sich die Kolonisten im Patto, um eine wichtige Mitteilung entgegen zu nehmen, welche ich ihnen zu machen habe«, sagte er.

Der Diener verneigte sich.

»Lass auftragen«, fügte der Capitaine hinzu. Dann wandte er sich zu seinen Gästen. »Sie werden bei mir speisen, nicht wahr? Ohne dem dürfen Sie nicht daran denken, vor morgen wieder abzureisen.«

»Allerdings, doch denken wir vor Sonnenaufgang aufzubrechen.«

»Wo lagern Sie?«

»Im Missionsdorf de Nuestra Senora de Los Angelos.«

»Das ist ja kaum zwei Schritt entfernt.«

»Ja, höchstens fünfzehn Meilen.«

»Die Stellung ist besonders günstig, doch denken Sie wohl, nicht mehr lange dort zu bleiben?«

»Nein, ich will einen entscheidenden Streich wagen.«

»Sie haben recht, Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Name gefürchtet wird.«

In dem Augenblick brachten die Peonen einen für drei Personen gedeckten Tisch herein.

»Zu Tisch, meine Herren«, sagte der Captaine.

Die Mahlzeit war, wie an jener entlegenen Grenze zu erwarten stand, außerordentlich einfach. Sie bestand nur aus Wildbret, Tortillas, Mais, roten Bohnen mit rotem Pfeffer gewürzt und statt des Getränkes Pulque, Mezcal und katalonischen Resino, der stärkste Branntwein, welchen man vorrätig hatte.

Die Gäste erfreuten sich eines großen Hungers, denn sie waren sehr erschöpft und hatten seit dreißig Stunden nichts zu sich genommen. Sie sprachen daher der Mahlzeit tapfer zu.

Die Peonen entfernten sich sofort, nachdem sie den Tisch hereingebracht hatten, um den Gästen volle Freiheit zu lassen, sich untereinander zu bereden. Sobald der erste Hunger gestillt war, wurde die Unterhaltung da wieder aufgenommen, wo sie diese unterbrochen hatten, was solche zu tun pflegen, deren Geist mit irgendeinem schwierigen Plan ernstlich beschäftigt ist.

»Der Krieg ist also zwischen Ihnen und der mexikanischen Regierung entschieden erklärt?«, fragte der Capitaine.

»Ja, unwiderruflich.«

»Obwohl Sie einer gerechten Sache dienen, da Sie für die Aufrechterhaltung eines rechtmäßigen Anspruches kämpfen, werden Sie doch einen Wahlspruch auf das Banner, welches Sie führen, schreiben?«

»Gewiss! Ich werde den einzigen Spruch wählen, der mir den Schutz der Völker, die ich auf meinem Wege treffen werde, sichert und die Unterdrückten und Unzufriedenen zu mir führen kann.«

»Lassen Sie hören, wie lautet der Spruch?«

»Es sind nur vier Worte.«

»Wie heißen sie?«

»Independencia de la Sonora.«

»Der Idee ist gut. Wenn in dem Herzen der Einwohner jener unglücklichen Provinz noch ein Funke von Großmut und edler Gesinnung lebt, woran ich, wie ich gestehe, stark zweifle, so werden die vier Worte genügen, um den Aufstand zu bewerkstelligen.«

»Ich hoffe es, ohne doch darauf zu rechnen. Sie kennen den mexikanischen Charakter so gut wie ich und wissen, dass es ein seltsames Gemisch guter und böser Neigungen ist und dass man unmöglich eine bestimmte Meinung von demselben hegen kann.«

»Ja, sehen Sie, Graf de Prébois-Crancé, es ergeht den Mexikanern wie allen Völkern, welche lange in der Sklaverei geschmachtet haben. Nachdem sie Jahrhunderte lang Kinder geblieben, sind sie zu rasch emporgewachsen und haben sich angemaßt, Männer zu sein, da sie noch kaum imstande waren, ihre Unabhängigkeit zu begreifen und die Vorteile dieser zu genießen.«

»Wir wollen uns bemühen, sie aufzustacheln. Vielleicht ist der Geist der Gärung in diesem Land noch nicht ganz erloschen. Was davon noch übrig ist, wird ausreichen, das heilige Feuer im Herzen aller anzufachen.«

»Was denken Sie zu tun?«

»Mich beeilen, um mich nicht angreifen zu lassen, denn das würde auf Furcht, wenn nicht auf Unfähigkeit schließen lassen.«

»Ganz recht.«

»Wie viel Mann denken Sie mir mitzugeben?«

»Achtzig Reiter unter meiner Leitung, wie ich Ihnen schon sagte.«

»Ich danke Ihnen! Wann aber werden jene Reiter, welche mir nebenbei gesagt von großem Nutzen sein werden, da ich deren gegenwärtig nur wenige besitze, zu mir stoßen?«

»Heute Abend werden sie Ihnen zugesagt und nach zwei Tagen können sie in der Mission sein.«

»Können Sie mir morgen die Maultiere, Packwagen und Maultiertreiber mitgeben?«

»Allerdings.«

»Gut. Ich werde sofort den Weg über La Magdalena nehmen. Das ist ein großes Pueblo, welches sich an der Stelle befindet, wo die beiden Straßen von Urès und Hermosillo sich kreuzen.«

»Ich kenne es.«

»Begeben Sie sich sofort dorthin, es wird eine Abkürzung sein.«

»Abgemacht. Ich werde zu gleicher Zeit wie Sie dort eintreffen, was ich um so leichter kann, da ich nur meine Reiter, ohne das Gepäck, welches Sie morgen selbst mitnehmen, bei mir habe.«

»Sehr wohl!«

»Sie denken also kräftig aufzutreten?«

»Ja, ich denke einen entscheidenden Schritt zu tun. Gelingt es mir, mich einer der drei Hauptstädte von Sonora zu bemächtigen, so habe ich den Feldzug gewonnen.«

»Ein solches Unternehmen ist vielleicht zu verwegen.«

»Ich weiß es durchaus. Aber in meiner Lage darf ich keine Furcht kennen, nur die Verwegenheit kann mich retten.«

»Sie haben recht und ich füge nichts weiter hinzu. Jetzt wollen wir uns zur Versammlung hinunterbegeben, unsere Leute sind beisammen. In der Stimmung, in welcher sie gegenwärtig sind, bin ich überzeugt, dass mein Antrag auf keine Hindernisse stoßen wird.«

Sie gingen hinunter.

Die Leute standen, wie es der Capitaine verkündigt hatte, in Dreier- und Vierergruppen im Hof beisammen und sprachen lebhaft untereinander über den Zweck der gegenwärtiger Versammlung.

Als der Capitaine in Begleitung der beiden Freunde erschien, trat sofort Stille ein, denn bei der Gelegenheit verschloss die Neugierde selbst den Redseligsten den Mund.

Der Graf von Prèbois-Crancé war der Mehrzahl der Kolonisten bekannt. Man begrüßte ihn daher freundlich, denn jedermann erinnerte sich noch des Dienstes, den er der Kolonie erwiesen hatte, als Guetzalli von den Apachen so heftig angegriffen wurde.

Der Capitaine benutzte geschickterweise diese günstige Stimmung, mit welcher er übrigens schon gerechnet hatte, um seinen Gefährten seinen Vorschlag vorzutragen und die Gründe aufzuzählen, welche den Grafen bewegten, Bundesgenossen in Guetzalli zu suchen.

Die Kolonisten wären nicht die tatendurstigen Abenteurer gewesen, welche sie wirklich waren, wenn sie ein solches Verlangen kalt aufgenommen hätten. Das Seltsame und Verwegene des Unternehmens, was man ihnen vorschlug, bestach sie und sie scharrten sich mit Jubelgeschrei und Begeisterung unter den Befehl des Grafen. Der früher beabsichtigte Zug, zu welchem bereits alle Vorbereitungen getroffen waren, wurde sofort vergessen und man sprach nur noch von der Befreiung Sonoras.

Hätte der Graf von Prèbois-Crancé zweihundert Mann verlangt, so würde er sie ohne Zweifel sofort und ohne Widerrede erhalten haben.

Der Capitaine de Laville freute sich des warmen Entgegenkommens, welches er gefunden hatte, dankte seinen Gefährten herzlich sowohl im Namen des Grafen als auch in seinem eigenen und schickte sich sofort an, alles zur Abreise vorzubereiten.

Die Packwagen wurden sorgfältig überprüft, um sich zu überzeugen, dass alles im guten Zustand war. Danach befrachtete man sie mit allem, was man zum bevorstehenden Feldzug bedurfte.

Ungefähr eine Stunde vor Sonnenaufgang war alles zum Aufbruch fertig. Die Wagen standen gepackt und bespannt, und die mit Sorgfalt ausgewählten Maultiere wurden von zuverlässigen Leuten geführt.

Louis und Valentin schwangen sich in die Sättel.

Der Capitaine begleitete sie eine Stunde lang, worauf sie sich mit dem Versprechen trennten, sich in La Magdalena drei Tage später wieder zu treffen.

Die Maultiere und die Wagen bewegten sich in Mexiko nur langsam voran, denn es gab fast nirgends ordentliche Straßen. Größtenteils musste man sich erst mit der Machete einen Durchgang verschaffen.

Dieses langsames Vorankommen brachte Don Louis und seinen Milchbruder, deren Gegenwart in der Mission dringend notwendig war, zur Verzweiflung. In dieser Not entschloss sich der Graf, die Karawane, welche er begleitete, zu verlassen und sich allein zur Mission zu begeben.

Die Freunde trennten sich daher von den Arieros, nachdem sie ihnen die größte Eile anempfohlen, spornten ihre Pferde an und sprengten mit verhängtem Zügel in Richtung der Mission davon.

Die amerikanischen Pferde, welche von den alten Arabern der Eroberer Neu-Spaniens abstammen, hatten gegenüber den unsrigen entschiedene Vorzüge. Erstens sind sie sehr genügsam. Am Morgen genügt ihnen, nachdem sie gestriegelt worden waren, eine Handvoll Alfalfa, um den ganzen Tag, ohne zu trinken, zu fressen oder sich auszuruhen, zu laufen. Jene Pferde scheinen unermüdlich zu sein. Übrigens ist ihnen nur eine Art der Bewegung bekannt, nämlich der Galopp. Abends kommen sie, nachdem sie zwanzig Stunden zurückgelegt haben, ohne zu schwitzen oder ohne die geringste Müdigkeit zum Nachtquartier.

Unsere beiden Reiter hatten auserlesene Renner, erreichten daher die Mission in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Bei den ersten Verschanzungen stand ein Mann, der bereits auf sie wartete.

Es war Curumilla.

»Man erwartet Euch«, sagte er, »kommt!«

Sie folgten ihm und blickten sich fragend an, denn sie konnten sich nicht erklären, welcher wichtige Grund Curumilla bewogen haben könnte, so viel zu reden.