Archiv

Vergessene Werke

Das verlorene Pantöffelchen

Vom frischen Quell
Sagen, Legenden und Geschichten aus der Eifel
Jung und Alt in neuer Fassung dargeboten von Rektor Jos. Schiffels
Verlag Georg Fischer. Wittlich. 1912
Zweites Bändchen

Das verlorene Pantöffelchen

In einer Felsenhöhle bei Speicher, unweit der Kyll, hausten ganz kleine Männchen, die Wichtelmännchen oder Wichterchen. Sie waren noch nicht einen halben Meter hoch und trugen rote, spitze Hütchen. Am Tage waren sie nie zu sehen; nur des Nachts gingen sie aus, wie die Spuren vor ihrer Höhle zeigten. Den Bewohnern jener Weiterlesen →

Der Marone – Die Leiche der Cousine

der-marone-drittes-buchThomas Mayne Reid
Der Marone – Drittes Buch
Vierundvierzigstes Kapitel

Die Leiche der Cousine!

Ja, in dem Tempel des Obi war wirklich niemand außer den sonderbaren Gottheiten, die wunderlich an diesen Wänden grinsten. Um sich hiervon zu überzeugen, war es auch eigentlich keineswegs nötig, in das Heiligtum des Koromantis-Panteons selbst einzudringen, obwohl Cubina und Herbert durch die offene Tür unverzüglich hineinstürzten.

Mit forschenden Blicken sahen sie sich in dem sonderbaren Gemach um. Zeichen von erst vor kurzer Zeit Weiterlesen →

Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang 1

Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang
Ein Märchen von Gotthold Kurz
Nürnberg, bei Gottlieb Bäumler 1837

Erstes Kapitel

Wie Jacob das Leben im Haus satthat und davon will

Von einem kleinen Mann will ich erzählen.

Er hieß Jacob Fingerlang und war auch in der Tat nicht viel länger als mein Finger. Man hätte ihn bequem in ein Zigarrenfutteral stecken, man hätte ihm eine Nussschale als Helm aufsetzen, ein Krebsgehäuse als Panzer Weiterlesen →

Die drei Jungfrauen von Auw

Vom frischen Quell
Sagen, Legenden und Geschichten aus der Eifel
Jung und Alt in neuer Fassung dargeboten von Rektor Jos. Schiffels
Verlag Georg Fischer. Wittlich. 1912
Zweites Bändchen

Die drei Jungfrauen von Auw

Im unteren Kylltal liegt, umgeben von waldbewachsenen Bergen, das freundliche Dörfchen Auw. Nach seinem Kirchlein wallen am Fest Mariä Himmelfahrt Pilger in großen Scharen. Darin steht ein altes, aus Holz geschnitztes Bild, auf dem drei weibliche Figuren, auf einem Esel sitzend, dargestellt sind. Die Mittlere von ihnen hat die Augen Weiterlesen →

Der Marone – Zu spät!

der-marone-drittes-buchThomas Mayne Reid
Der Marone – Drittes Buch
Dreiundvierzigstes Kapitel

Zu spät!

Mit aller Kraft der jungen Glieder stiegen die Verfolger den steilen Pfad zum Teufelsloch hinauf. Die hierbei in Herbert Vaughans Herzen tobenden schmerzlichen Gefühle waren gänzlich unbeschreiblich. Er kannte Chakra nicht, hatte ihn niemals gesehen, allein er war ihm am Tag vorher von Cubina moralisch wie physisch in solcher Weise beschrieben worden, dass er jetzt für das Schicksal der armen Unglücklichen, doch ihm so Teueren, die in die Gewalt eines solchen unmenschlichen, grimmigen Ungeheuers gefallen war, vor Furcht und Angst zittern Weiterlesen →