John Tanner – Das Leben eines Jägers 9
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Neuntes Kapitel
Als der Schnee stärker fiel und das Eis dicker wurde, stellten sich auch bei uns Elend und Hunger ein. Wir konnten keine Moosetiere mehr töten oder Biber in Fallen und auf die gewöhnliche Weise fangen, obwohl es an Wild nicht mangelte.
Als die Hungersnot anfing, unerträglich zu werden, nahm die Alte zu ihrem letzten Mittel Zuflucht, und tat eine ganze Nacht weiter Weiterlesen
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 8
Hassan el Mamluks
Schicksale und abenteuerliche Flucht
Wahren Begebenheiten nacherzählt von Franz Hillmann
Gleiche Existenzkämpfe wie sie vor nicht allzu langer Zeit in der Nordwestecke Afrikas, in Marokko, zwischen den Rifleuten Abd et Krims und den vereinigten Truppen Frankreichs und Spaniens tobten, wurden vor mehr als einem Jahrhundert in dem Marokko östlich benachbarten Algerien zwischen den landeingesessenen Kabylen und den Franzosen ausgefochten.
Im Jahre 1830 befand sich unter den französischen Fremdenlegionären, die in dem eroberten Bougie, der Hauptstadt Kabyliens, lagen, auch ein deutscher Deserteur, ein Brandenburger Handwerkersohn mit dem nicht gerade seltenen Namen Schulze. Freiheitswahn und der Drang nach Abenteuern, die in seinem Blut kochten, führten diesen Weiterlesen
Der Freibeuter – Die Graf Mörner
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 4
Die Graf Mörner
Die Fregatte, welche des berühmten tapferen Generals und Lieblings Karls XII., des Grafen Mörner Namen trug, war eines jener berechtigten und gefürchteten Kaperschiffe, welche der kriegerische Schwedenkönig zum Schrecken seiner zahlreichen Feinde in die Nord- und Ostsee, ja sogar in den Atlantik entsandte.
Es ist bekannt, dass Karl XII. nach seinem seltsamen fünfjährigen Aufenthalt in der Türkei als ein gemeiner Kurierreiter plötzlich in Stralsund ankam und entschlossen war, kühne Pläne zu Schwedens Ruhm und Größe auszuführen. Dänemark, Russland, England und Holland hatten mehr oder weniger Gründe, sich über Karls feindseligen Sinn zu Weiterlesen
Im fernen Westen – Sioux-Kit 6
Am anderen Morgen, als Hogg und seine Gattin aufgestanden waren, war Kit nirgends zu sehen. Sein Bett war noch unberührt, seine Kleider und seine sonstigen paar Habseligkeiten waren alle noch da und in bester Ordnung. Hogg erschrak allerdings und konnte sich einer düsteren Ahnung nicht erwehren, tröstete sich aber mit dem Gedanken, Kit werde auf den Morgenanstand auf einen Hirsch oder auf den Fischfang ausgegangen sein, wie er dies oft tat. Allein dagegen sprach, dass Kits Flinte und Netze noch über seinem Bett hingen und unberührt waren. Hogg suchte ihn überall vergebens, und so verging der Morgen, der Vor- und der Nachmittag, und Kit ließ sich immer noch nicht sehen. Die Schulkinder der Yankton hatten die Kunde von Kits Verschwinden auf Hoggs Anregung in das Indianerdorf hinübergebracht, in der Hoffnung, dass vielleicht irgendeiner der Yankton Kit gesehen habe. Aber selbst Abend und Nacht vergingen, und Kit kam nicht wieder zum Vorschein. Am folgenden Morgen aber kam Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 8
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Achtes Kapitel
Es war Schnee gefallen und das Wetter so kalt geworden, dass wir keine Biber mehr jagen konnten. Es stellte sich daher bald Hunger ein. Wa-me-gon-a-biew war unsere einzige Stütze und arbeitete aus allen Kräften, um uns den nötigen Lebensunterhalt zu verschaffen. Während einer seiner weiten Jagdausflüge traf er auf eine Hütte der Chippewa, die viel Fleisch hatten, ihm aber nur für eine Nacht, welche er bei ihnen zu-brachte, zu essen gaben, obschon er Weiterlesen

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