Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 6
Der junge Auswanderer
Kapitel 6
Freundliche Begegnungen vonseiten der Herren Holz und Gosport und ihrer Hausgenossen und Dienstboten waren gar nichts seltenes. Da Alfred Richter mittlerweile alle Wege und Stege in der ganzen Umgegend der beiden Ranches kennengelernt hatte, so traf er nicht nur häufig mit Mister Gosport und dessen Angehörigen auf seinen Ritten zusammen, sondern war auch ein häufiger Gast auf Gosports Ranch, auch wenn ihn nicht gerade Geschäfte dorthin führten. Die beiden Ranches hielten gute Nachbarschaft, und so war der heitere, frische, wackere junge Mann immer ein gern gesehener Gast in Gosports Haus. Dick und andere, welche viel draußen waren, hatten auch schon längst bemerkt, dass beinahe jedes Mal, wenn Miss Emmy in Geschäften oder zum Vergnügen ausritt, auch Alfred sich sein Pferd sattelte, und dass die Pfade der beiden jungen Leute, wenn diese Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 24
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Vierundzwanzigstes Kapitel
Wenige Tage nach jenem blutigen Auftritt verfiel Ta-busch-schisch in eine schwere Krankheit. Das Fieber suchte ihn heim, und er magerte in einer schreckenerregenden Weise ab. Wir glaubten alle, er müsse sterben. Da übersandte er dem Wa-me-gon-a-biew zwei Kessel nebst anderen Geschenken von beträchtlichem Wert und ließ Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 2
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Hiesel dient
Die Gläubiger des verstorbenen Andreas Klostermayer meldeten sich bald mit ihren Forderungen bei Gericht, welches das ganze kleine Anwesen abschätzen und dann versteigern ließ.
Der Erlös reichte hin, die Schulden zu bezahlen. Für Hiesel blieb noch so viel übrig, dass er sich ein Feiertagskleid machen lassen konnte und einige Taler in der Tasche behielt.
Der Freibeuter – Die beiden politischen Principe
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 18
Langsam bog das Boot um die Inseln und Halbinseln des Meerbusens und hielt sich links hinauf dem Norrmalm. Flaxmann und Friedericke saßen einander schweigend gegenüber. Die beiden Matrosen strichen die Riemenblätter aus Leibeskräften, um das winzige Schifflein zu beflügeln, und brummten ein Schifferlied dazu. Dem Fräulein kam die Weise des Gesangs bekannt vor. Sie fühlte sich wunderbar davon angeregt und bat den kleinen Juel endlich, ihr das ganze Lied vorzusingen. Der muntere Knabe ließ sich das nicht zweimal sagen. Er winkte dem alten Matrosen zu. Dieser ließ sogleich seine kräftige Bassstimme ertönen, an welche sich Juels Sopran anschmiegte. Unter dem Accompagnement des Wellengeplätschers und dem taktmäßigen Ruderschlag fingen sie zu singen an.
Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 5
Der junge Auswanderer
Kapitel 5
Einige Tage später saß Alfred am Fenster in der Wohnstube an seines Oheims Pult und trug Verschiedenes in dessen Hausbücher ein, als er einen Indianer vor dem Haus anreiten sah und in demselben den Utehäuptling Cuervo erkannte. Er ging sogleich zu demselben hinaus, der ihn freundlich begrüßte und ihm einen prächtigen geschossenen Truthahn übergab, welcher, wie er sich mühsam durch fein Kauderwelsch von gebrochenem Englisch und Spanisch und durch Zeichen ausdrückte, ein Gegengeschenk des Indianers für die Zündhütchen sein sollte. Es war der erste wilde Truthahn, welchen Alfred sah, und der wunderschöne, mächtige Vogel gefiel ihm ausnehmend.
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