C. C. Slaterman – Kintpuash – eine indianische Tragödie
Westromane mit legendären Helden waren für eine lange Zeit populär und hatten ihren Anfang in Groschenheften und später in Groschenromanen. Die Ursprünge der Groschenromane lassen sich bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Diese Storys romantisierten die amerikanische Historie und die Besiedlung des sogenannten Wilden Westens und waren wichtige Vorläufer des Groschenromans. Damals dramatisierten zahlreiche Autoren die existierenden Spannungen zwischen der wilden, ungezähmten Frontier und der rasch fortschreitenden Zivilisation. Unter anderem wurde zum Beispiel der legendäre James Butler Hickok aka Wild Bill Hickock in einer Reihe von Groschenromanen vorgestellt und trug dazu bei, dass bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein Aufblühen des Westernromans zu beobachten war. The Virginian, 1902 veröffentlicht, wird von vielen als der bahnbrechende literarische Westernroman angesehen, der das zentrale Element eines robusten, rauen Mannes, welcher, mit den Schießeisen am Gürtel, seiner Sache angesichts auftretender Schwierigkeiten treu bleibt und nicht die Gelegenheit am Schopf packt, um einfach wegzulaufen. Diese scheinbare Ansammlung Weiterlesen
Dampfmaschinen und rauchende Colts
Dampfmaschinen und rauchende Colts
Ein paar historische Vorbemerkungen
Heimstättegesetze sind Gesetze, welche den bäuerlichen Besitz zu sichern bestimmt sind und zu dem Zweck das Verfügungsrecht des Besitzers beschränken. Zu unterscheiden sind Homestead exemtion laws, nach welchen die Heimstätte bis zu einer gewissen Flächengröße (40-200 Acres in einigen Staaten von Nordamerika) oder bis zu einer bestimmten Höhe des Wertes (300 Dollar in Pennsylvanien, 5000 Dollar in Kalifornien, Texas, Nevada, Arizona, Idaho) nebst bestimmt genanntem beweglichen Besitz (in Nordamerika bis zu einer Werthöhe von 100 – 1600 Dollar) gegen Schuldverkauf dadurch geschützt, eximiert, ist, dass sie, mit gewissen Ausnahmen, von keinem Gläubiger angegriffen, versteigert und beschlagnahmt werden kann, und im weiteren Sinn, dem Bauern erst einen Hof zu schaffen, ihm eine Heimstätte anzuweisen. Derartige Gesetze gab es in 32 Staaten der nordamerikanischen Weiterlesen
Die Sage des Billy the Kid Kapitel I – Teil 1
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel I
Der König des Tals
John Chisum kannte sich mit Kühen aus. Er verdankte dies all seinen gesammelten Erfahrungen und führte dazu, dass er im Laufe der Jahre zu einem Viehbaron wurde. Er war kein winziger Eigentümer von einigen vereinzelten Corrals, doch durch das göttliche Recht auf Verstand, seine Visionen und sein Geschick im Umgang mit Kühen entwickelte er sich unumstritten zu einem Monarchen, welcher über riesengroße Herden und grenzenloses Weideland verfügte. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere besaß er mehr Vieh als jeder andere Mann in den Vereinigten Staaten. Hunderttausend Tiere trugen seine berühmten Brandzeichen Long Rail und den Jingle-Bob und weideten auf fast der Hälfte des Territoriums von New Mexiko – von den Steilhängen der Llano Estacado bis zum Rio Grande im Westen und vom Seven River und dem Tal Jordana del Muerto bis zum Canadian River im Norden.
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Andrea Jennings – Wildes Land
Aus verschiedenen Gründen zog es Lehrerinnen in den Westen. Vor allem konnte das Unterrichten von Kindern, Jugendlichen und teilweise auch Erwachsenen ein wenig zur wirtschaftlichen Stabilität derjenigen Frauen, welche nach Selbstständigkeit und eigenem Grund und Boden strebten, beitragen. Eine erstaunlich hohe Anzahl von Lehrerinnen hielt an diesen Ansprüchen fest, in dem sie sich voll und ganz dem Unterrichten zuwendeten. Des Weiteren gab die Übersiedelung in den Westen den Frauen die Hoffnung, das furchtbare Gespenst der Ehelosigkeit hinter sich zu lassen, da die Anzahl der Männer im Grenzgebiet die Anzahl der Frauen bei Weitem übertraf.
Eine Lehrerin aus Montana erinnerte sich: »Ich hatte mich dafür entschieden, in den Westen zu gehen und in einer Schule zu unterrichten. Mein Zuhause war in Missouri, wo ich mit fünf Brüdern und einer jüngeren Schwester aufwuchs. Vor allem meine Mutter und ich haben immer auf das Mannsvolk gewartet. Sicherlich musste eine Schullehrerin im Westen nicht so hart arbeiten wie wir zu Hause. Außerdem Weiterlesen
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