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History & Abenteuer

Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 5. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Fünftes Kapitel

Der Expressjunge

Während dieser kummervollen Zeit war auch die zarte Gesundheit unserer Mutter aufs Gefährlichste bedroht. Doch weit entfernt, sich von dem harten Schlag, der sie getroffen hatte, niederwerfen zu lassen, sah sie den neuen Verhältnissen mit Fassung und Mut entgegen, da sie sich sagte, dass, wenn auch sie dahingerafft würde, ihre Kinder ohne Beschützer den Feinden preisgegeben wären, deren Bosheit dem Vater ein verfrühtes Ende bereitet hatte. Ihr unbesiegbarer Wille beherrschte die körperliche Schwäche. »Ich will nicht sterben«, sagte sie zu sich selbst, »ehe die Wohlfahrt meiner Kinder gesichert ist.« Und notwendig war sie uns, denn die Weiterlesen

Das schwarze Schiff – Kapitel 3

Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 3

Das Treffen von Freunden und Feinden

Zu der Zeit, als die BLACK SHIP in den kleinen Hafen einlief, war im Haus von Mister Snowden eine fröhliche Gesellschaft versammelt. Die Ankunft von zwei britischen Offizieren mit ihren Begleitern hatte die übliche Ruhe des Ortes gestört; alles war nun voller Leben und Lebhaftigkeit. Ihre Anwesenheit in seinem Haus wurde so gut wie möglich geheim gehalten, da das ganze Land in Aufruhr war und Mister Snowden befürchtete, dass seine Gäste angegriffen werden könnten, wenn bekannt würde, wer sie waren. Clara war sehr besorgt. Sie wusste, dass Merton jeden Moment auftauchen würde, und wenn er auf die Offiziere traf, gäbe es mit Sicherheit einen Aufruhr. Sie rief eilig den bereits erwähnten Neger, gab ihm eine Notiz mit Anweisungen, wo er die beiden Seeleute finden konnte, und bat ihn, ihnen zu sagen, dass sie sie dem Lieutenant vorlegen sollten, sobald er ankam. Dies gelang ihm, als sie dem Schiff ein Signal gaben. Sobald Merton an Land gegangen war, wurde ihm die Notiz ausgehändigt.
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Kit Carson – Kapitel 35

Edward S. Ellis
Kit Carson
Jäger, Trapper, Guide, Indianeragent und Colonel der US Army
New York, 1895

Kapitel 35

Schwierigkeiten mit den Apachen – Niederlage der Soldaten – Colonel Cooks Expedition gegen sie – Ein Teilerfolg – Major Brooks’ Versuch, die Apachen zu bestrafen – Eine dritte Expedition

Wie Carson vermutet hatte, waren die Apachen in ihren Beteuerungen guten Willens gegenüber den Siedlern unaufrichtig. Kaum war er zu Hause angekommen, als sie ihre Übergriffe wieder aufnahmen. Die gewandten Reiter, die so verwegen waren wie die Kreuzritter, die in das Heilige Land einfielen, schienen überall zu sein. Wir haben bereits auf diese außergewöhnlichen Krieger hingewiesen, die unserer Regierung über viele Jahre hinweg im Südwesten mehr Probleme bereitet haben als alle anderen Stämme zusammen, und es ist daher Weiterlesen

Fort Wayne – Band 2 – Kapitel 8

F. Randolph Jones
Fort Wayne
Eine Erzählung aus Tennessee
Zweiter Band
Verlag von Christian Ernst Kollmann. Leipzig. 1854

Achtes Kapitel

Eine herrliche Sommernacht hatte ihre kühlen Schat­ten über das Flusstal des Cumberland gebreitet. Die Gestirne strahlten wie leuchtende Funken von dem indigoblauen, wolkenreinen Himmelsgewölbe herab und spiegelten sich in den Wellen, die mit sanftem Rau­schen ihren Jahrtausende alten Weg zum Mississippi, dem stolzen Vater der Gewässer, verfolgten. Die er­habene Stille, welche die schlummernde Erde und deren Geschöpfe beherrschte, wurde durch nichts unterbrochen, als hin und wieder von dem langgezogenen, trauri­gen Schrei einer Eule oder dem Emporschnellen eines Fisches, dessen Bewegung eine Reihe silberglänzende Kresse auf der Stromfläche hervorrief. Ein leiser Wind strich wie der Hauch einer liebenden Mutter über die schlafende Schöpfung und bewegte Weiterlesen

Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 29

C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 29

Vorhut und Nachhut

Das Ergebnis von King’s Mountain war ein vernichtender Schlag für Cornwallis. In dem Glauben, dass die gewonnene Wirkung eine Revolte in den Carolinas auslösen würde, begann er sofort, sich mit seiner Armee von der Grenze zu Virginia zurückzuziehen und drängte die Kolonisten vor sich her. Mit Gefangenen und erbeutetem Kriegsmaterial beladen, verließ Sumter das Schlachtfeld nicht, bis er dazu gezwungen wurde. Er hatte selbst schwere Verluste erlitten und spürte, dass ein Kampf mit der gegnerischen Vorhut ihn um die Früchte seines Sieges bringen könnte, weshalb er so schnell wie möglich nach Süden vordrang. Auf die Mountaineers war Verlass, und ein halbes Tausend von ihnen wurde abgestellt, um den Rückzug der Armee zu decken. Kaum hatte sich die Armee in Bewegung gesetzt, tauchte Tarleton auf, um sie zu bedrängen, und die Grenzer wendeten und kämpften auf jeder Meile des Weges.

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