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Krimi & Thriller

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 2

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 2

Vor Maroneys Reise in den Norden hielt Mister Boyer eine Besprechung mit dem Vizepräsidenten und dem Generaldirektor des Unternehmens ab. Er gab offen zu, dass er nicht in der Lage sei, das Rätsel um den Verlust des Geldes zu lösen, und meinte, dass die Firmenvertreter Maroney großes Unrecht täten, indem sie ihn des Diebstahls verdächtigten. Er sagte, er kenne nur einen Mann, der den Raub aufklären könne, und dieser lebte in Chicago.

Der Mann, auf den er sich bezog, hieß Pinkerton. Er hatte eine Agentur in Chicago gegründet und betrieb ein großes Geschäft. Er (Boyer) hatte volles Vertrauen in seine Integrität und Fähigkeiten, was er von den meisten Detektiven nicht behaupten konnte, und Weiterlesen →

Der Detektiv – Band 29 – Nur ein Tintenfleck – Kapitel 3

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 29
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Nur ein Tintenfleck
Kapitel 3 – Das Flachboot

Ich war schon die letzte halbe Stunde über so müde gewesen, dass ich mich kaum an der Unterhaltung beteiligt hatte. Unsere Rikschas fuhren erst hintereinander. Dann ließ Harst die seine dicht neben meinem Wägelchen dahinrollen und sagte gähnend:

»Mir ist der Kopf so schwer, als hätte ich ein Gelage hinter mir. Eine prachtvolle Nacht. Der Mond wird sofort hinter den Hügeln dort hochkommen. Findest du nicht auch, dass unsere Rikschakulis sehr faule Kerle sind? Und sie tragen trotz der warmen Nacht Leinenjacken und Leinenhosen …«

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Secret Service Band 2 – Kapitel 12

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 2
Old and Young King Brady Detectives
Told by the ticker
Oder: Die zwei King Bradys in einem Wallstreetfall
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.

In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.

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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 5

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 1, Teil 5

Aber wer war dieser gottbegnadete Verwandlungskünstler denn? Auf dem Programm stand nichts davon, man erfuhr auch jetzt noch nicht seinen Namen.

Am anderen Morgen aber erfuhr man es, dafür sorgten die Zeitungen in spaltenlangen Berichten. Er war es, derjenige, welcher … der geheimnisvolle Passagier der PERSEPOLIS, welcher den neuen Weltteil nackt und hilflos betreten hatte, welcher eine Billardkugel mit einem Faustschlag zermalmen konnte, usw. usw. Er würde weiter im Atlantic-Garden auftreten, und nun ging es los.

»Sind Sie schon im Atlantic-Garden gewesen? Was, Sie haben noch nicht den Nobody in seinen Verwandlungen gesehen?«

Er hatte recht gehabt. Er selbst machte keine Reklame, das überließ er dem Publikum. Freilich, von der anderen Seite betrachtet, hatte Weiterlesen →

Ellen Sandberg – Das Unrecht

Ellen Sandberg – Das Unrecht

Im Wismar von 1988, kurz vor dem Mauerfall, leben einige Jugendliche, unter ihnen Volker, Annett und Mischa. Sie haben eine Clique, die sich regelmäßig in der Ruine eines Wochenendhauses trifft, das während der Nazizeit einem Künstlerpaar gehört hatte und im Frühling 1945 von den Briten zerstört und nie wieder instand gesetzt wurde.

Mischa und sein Freund Sandro hoffen, nach dem Schulabschluss nicht sofort zum Militär der DDR, also zur NVA, eingezogen zu werden und vorher studieren zu dürfen. Mischa allerdings ist pessimistisch, vor allem, weil gerade zwei NVA-Offiziere in der Schule waren, die einen Vortrag über die Vorzüge des Wehrdienstes hielten und ihnen ziemlich deutlich machten, dass man in er in der Regel erst dann studieren durfte, wenn man bei der NVA war.

Selbst wenn man versuchte, aus ethischen Gründen den Dienst an der Waffe zu verweigern, wusste man nicht, ob man beim Wehrkreiskommando damit durchkäme. Falls man diese Hürde trotzdem nahm, bedeutete dies das Aus fürs Studium. Die Wehrdienstverweigerer, die stattdessen zivilen Dienst leisteten, wurden in der Regel nicht zugelassen. Aber Mischa und Sandro Weiterlesen →