Lorenz, der hinkende Wirt am langen Steg – Kapitel 6
Lorenz, der hinkende Wirt am langen Steg
verfolgt von einem Hexenfluch
Ein höchst belehrendes Volksgeschichtchen für jedermann
Verlag der J. Lutzenberg’schen Buchhandlung, Altötting, ca. 1860
6. Kapitel
Enthüllungen. Begnadigung. Neue Wirtsleute. Schluss
In das 7. Jahr hinein saß Lorenz als verurteilter Mörder bereits im Zuchthaus. Der Holzhanns hatte ihn nie dafürgehalten, auch die Wirts- Lise und viele andere nicht. Der Holzhanns, dem die Lise alles vom Lorenz genau und aufrichtig gestanden hatte, sagte laut: »Mörder ist Lorenz nicht, aber auch nicht unschuldig. Er hat von seiner Seite eine aussichtslose und schon deshalb törichte Leidenschaft über sich Herr werden lassen. Die Leidenschaft war es, welche ihn in den verhängnisvollen Tanzsaal trieb, und sie war es, die ihn zum Angriff auf den Nebenbuhler fortriss. Zudem hatte ihn die Lise gewarnt, er folgte doch nicht. Unschuldig ist er daher nicht, aber Weiterlesen
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 1
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Vorwort
Die meiste Zeit meines arbeitsreichen Lebens habe ich als Kriminalbeamter gearbeitet und bin dabei mit vielen Menschen in Kontakt gekommen. Ich war an vielen aufregenden Ereignissen beteiligt.
Einige der interessantesten Begebenheiten, die mit meiner beruflichen Tätigkeit zusammenhängen, zu erzählen, ist für mich die Erfüllung eines lang ersehnten Vergnügens und die Einlösung von Versprechen, die ich in den vergangenen Tagen vielen Freunden immer wieder gegeben habe.
Der Kurier und der Detektiv und die anderen von meinem Verlag angekündigten Werke sind allesamt wahre Geschichten, die sich in Weiterlesen
Secret Service Band 2 – Kapitel 9
Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 2
Old and Young King Brady Detectives
Told by the ticker
Oder: Die zwei King Bradys in einem Wallstreetfall
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective
Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.
In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 2
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben
Kapitel II.
Versuchte Entführung
»Wird unsere Gefangenschaft nie enden?«, fragte Miriam mit lauter Stimme, sodass ihre Mitgefangenen Thad und seine Kumpane sowie der Junge Philip sie hören konnten.
»Bist du müde?«, fragte Thad, und im nächsten Moment bereute er, dass er diese Frage gestellt hatte, die als Beleidigung aufgefasst werden könnte.
»Nein, warum sollte ich müde sein, es sei denn, weil ich nichts zu tun habe? Ich wünschte, wir wären frei. Ich bin nicht zum Weiterlesen
Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 5. Kapitel
Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902
Fünftes Kapitel
Der Expressjunge
Während dieser kummervollen Zeit war auch die zarte Gesundheit unserer Mutter aufs Gefährlichste bedroht. Doch weit entfernt, sich von dem harten Schlag, der sie getroffen hatte, niederwerfen zu lassen, sah sie den neuen Verhältnissen mit Fassung und Mut entgegen, da sie sich sagte, dass, wenn auch sie dahingerafft würde, ihre Kinder ohne Beschützer den Feinden preisgegeben wären, deren Bosheit dem Vater ein verfrühtes Ende bereitet hatte. Ihr unbesiegbarer Wille beherrschte die körperliche Schwäche. »Ich will nicht sterben«, sagte sie zu sich selbst, »ehe die Wohlfahrt meiner Kinder gesichert ist.« Und notwendig war sie uns, denn die Weiterlesen
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