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Spannungswelten

Catherine Parr Band 1 – Kapitel 7 Teil 2

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Erstes Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

VII.

Vater und Tochter Teil 2

Lass uns also zuerst von seinen Frauen sprechen. Ihr Leben und Sterben bietet durchaus herrliche Fingerzeige für dich dar; denn ich leugne dir nicht, es ist nicht ohne Schwierigkeit und ohne Gefahr, Heinrichs Gemahlin zu sein! Es bedarf dazu sehr viel persönlichen Mutes und einer sehr großen Kalt­blütigkeit! Weißt du, wer diese von allen seinen Frauen zumeist besaß? Das war seine erste Gemahlin, Katharina von Aragon! Das war bei Gott eine kluge Frau und eine geborene Königin! Heinrich würde, so geizig er immer ist, mit Freuden den besten Edelstein aus seiner Krone dafür gegeben haben, wenn er irgendeinen Schatten, die leiseste Spur einer Untreue Weiterlesen →

Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 30

C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 30

Der Swamp Fox

General Marion und seine kleine Truppe operierten an den Flanken von Cornwallis’ Armee, als die Kolonisten die Schlacht am King’s Mountain gewannen. Bei der ersten Nachricht von der Schlacht ritt er nach Süden, hielt sich an der östlichen Flanke der verfolgenden Kavallerie und hatte durch schnelles Reiten und seine genaue Kenntnis des Landes fast die Nachhut von Sumters Armee eingeholt, als seine Truppe am Abend von Captain Tracys Gefangennahme in einem Sumpf stecken blieb.

Ein tiefer, träge fließender Strom mit schlammigen Ufern durchquerte den Sumpf und war nicht zu passieren. Auf der Suche nach einem Weg aus dem Sumpf entdeckten die Männer, dass Tarletons Vorhut jeden Fluchtweg blockierte. Die Gruppe, die aus fast 200 Männern bestand, bereitete sich daher darauf vor, die Nacht im Sumpf zu verbringen, in der Hoffnung, dass der Feind sich am Morgen Weiterlesen →

Ellen Sandberg – Das Unrecht

Ellen Sandberg – Das Unrecht

Im Wismar von 1988, kurz vor dem Mauerfall, leben einige Jugendliche, unter ihnen Volker, Annett und Mischa. Sie haben eine Clique, die sich regelmäßig in der Ruine eines Wochenendhauses trifft, das während der Nazizeit einem Künstlerpaar gehört hatte und im Frühling 1945 von den Briten zerstört und nie wieder instand gesetzt wurde.

Mischa und sein Freund Sandro hoffen, nach dem Schulabschluss nicht sofort zum Militär der DDR, also zur NVA, eingezogen zu werden und vorher studieren zu dürfen. Mischa allerdings ist pessimistisch, vor allem, weil gerade zwei NVA-Offiziere in der Schule waren, die einen Vortrag über die Vorzüge des Wehrdienstes hielten und ihnen ziemlich deutlich machten, dass man in er in der Regel erst dann studieren durfte, wenn man bei der NVA war.

Selbst wenn man versuchte, aus ethischen Gründen den Dienst an der Waffe zu verweigern, wusste man nicht, ob man beim Wehrkreiskommando damit durchkäme. Falls man diese Hürde trotzdem nahm, bedeutete dies das Aus fürs Studium. Die Wehrdienstverweigerer, die stattdessen zivilen Dienst leisteten, wurden in der Regel nicht zugelassen. Aber Mischa und Sandro Weiterlesen →

Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 6. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Sechstes Kapitel

Der Beschützer und Plagegeist der Familie

So wie Byron eines denkwürdigen Morgens zu unverhofftem Ruhm gelangt war, so wurde auch Will über Nacht eine berühmte Persönlichkeit. Die Fuhrleute waren durchaus nicht karg in den Lobpreisungen seines Mutes gewesen, und als dann noch vollends der Berichterstatter einer Zeitung die Erzählung mit dem Zauber seiner Fantasie umwob, da erschien Wills Tat unter der fettgedruckten Überschrift: Der jugendliche Indianerbezwinger, als ein wahres Heldengedicht.

Wills Gedanken aber wurden nach seiner Rückkehr sofort von anderen Dingen in Anspruch genommen. Kaum war seine Arbeit bei dem Weiterlesen →

Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 1

Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861

Kapitel 1
Ein Gefangener

Seit den nachfolgenden Begebenheiten sind über zwanzig Jahre verflossen. Eine nähere Angabe der Zeit wolle der geneigte Leser nicht von mir fordern. Die Gründe werden ihm von mancher Seite her klar werden, mag er das Erzählte für wahr oder für nicht wahr halten. Ob es wahr sei, er wird es ja auch schon herausfinden.

In einer Zelle der Stadtvogtei zu Berlin saß ein einzelner Gefangener.

Es war Abend. In der Zelle herrschte Dunkelheit, rund umher tiefe Stille. Der einsame Gefangene musste hier in einem sehr Weiterlesen →