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Mythen & Wirklichkeiten

Sagen der mittleren Werra 45

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Belagerung der Wallenburg

Von der Wallenburg geht die Sage, dass sie durch einen unterirdischen Gang mit der zwei Stunden Wegs von ihr entfernten Stadt Schmalkalden, und zwar, wie einige sagen, mit dem dortigen Schmidthof in Verbindung gestanden habe.

Einstmals wurde sie von Feinden belagert. Da diese aber bald einsahen, dass hier weder mit stürmender Hand noch durch List etwas auszurichten sei, so beschlossen sie, die Burg auszuhungern. Aber auch dies schlug fehl, denn die Belagerten blieben immer fröhlich und guter Dinge. Da machte endlich der Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 159

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

206. Der Mann ohne Kopf in den Begynensleiden

Vier Meilen von Maastricht am linken Maasufer erhob sich ehedem das Städtchen Stockhem und das Schloss, an dem sieben Fürstbischöfe von Lüttich sich tot bauten. Am Fuße der Wälle von Stockhem lag stets ein Boot bereit zur Überfahrt, und der Schiffer hatte auch bei Tage die Hände wohl voll, bei Nacht aber wagte es selten jemand aus der Gegend, sich auf das rechte Maasufer zu begeben; denn jeder fürchtete den Mann ohne Kopf, der da umwandelte. In meinen Kinderjahren wurde mir unter anderem Folgendes über denselben erzählt:

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 19

Die weiße Frau auf dem Berliner Schloss

An viele alte Schlösser der Mark sowie an Stätten, wo Burgen und Klöster gestanden haben und namentlich noch Ruinen vorhanden sind, knüpft sich die Sage, es ließe sich eine weiße Frau dort zu Zeiten sehen. Wo in Alt-Ruppin das Schloss war, da soll eine solche wanken, mit einem Schlüsselbund am Gürtel, ebenso auf dem Räuberberg bei Phöben im Havelland, wo ein Schloss der von Rochow gestanden hatte, desgleichen in Chorin, wo noch Ruinen Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 44

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Wallenburg und ihrem Weinkeller

Eine Viertelstunde östlich vom Dorf Herges ziert noch der Turm der von den Dynasten von Frankenstein auf dem Hön erbauten Wallenburg, früher Waldenburg, die Gegend. Viele Schätze liegen in den Gewölben des alten Schlosses, unter diesen auch alter, köstlicher Wein.

Der Keller ist jedoch bisher noch nicht entdeckt. Einst kam ein feiner Weinkenner in der zwölften Stunde des Johannistages dort vorüber. Der roch sofort Weiterlesen →

Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 1. Kapitel

Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840

Ich, Rübezahl, hab’
jederzeit an Possen und Schwänken mich erfreut.
Stets lass’ ich meinem Humor den Zügel,
kurzum, ich bin im Geisterreich
das ungefähr, was, Menschen, unter euch
der kluge Schalksnarr Eulenspiegel.
S. G. Bürde

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