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Horror/Grusel

Das Gespensterbuch – Erste Geschichte

Das Gespensterbuch
Herausgegeben von Felix Schloemp
Mit einem Vorwort von Gustav Meyrink
München 1913

Vorwort

Armselig der Dichter, dessen Gebiet nicht größer ist als die sichtbare Natur.

Wirklich immer wieder müssen Gastwirte, Felder, Oberlehrer, Kühe und Kommerzienratstöchter geschildert werden? Als ob es noch nicht genug Gastwirte, Felder, Oberlehrer, Kühe und Kommerzienratstöchter gäbe! Überall hört man das Wort: Kampf gegen die Schundliteratur. Gibt Weiterlesen →

Marc Hartkamp – Trisha

Trisha

Trisha schreckte aus einem unruhigen Traum zurück in die Realität, blickte sich erschrocken in ihrem Zimmer um und zog sich ängstlich die Bettdecke bis zum Kinn hoch. Sie sah das geöffnete Fenster ihres Zimmers. Ein seichter, warmer Sommerwind wehte in den Raum, bauschte die Vorhänge sanft auf und sog sie abwechselnd leicht durch das Fenster hinaus. Vage Erinnerungen an ihren Traum erfüllten Trishas Gedanken. Da war ihr Vater gewesen. Er winkte sie lächelnd zu sich herüber. Nach dem frühen Tod ihres Vaters war nichts in ihrem Leben so, wie es früher einmal gewesen war. So glücklich und unbeschwert. Sie sehnte sich in diese Zeit zurück. Doch war dort in dem Blick ihres Vaters in ihrem Traum etwas falsch. Seine Augen wirkten starr und böse. Niemals hatte sie sich vor ihrem geliebten Vater fürchten müssen. Sie war seine kleine Prinzessin gewesen und so behandelte er sie auch. Ein wohliges Gefühl durchströmte Trisha, bei dem Gedanke an ihn. Aber sein böser Blick in ihrem Traum …
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Der Spieler

Der Spieler

I

»Haben Fie ffonmal einen fo frahlendblauen Himmel gefehen?«, fragte ihn der Kerl mit dem schief auf dem Quadratschädel sitzenden Anglerhut und Alvar, der neben ihm hertrottete, blieb nichts anderes übrig, als mit dem Kopf zu schütteln. Natürlich war das gelogen. Genauso wie die Sache mit dem ersten Mal gelogen gewesen war, die er seinem neuen Kumpel aufgetischt hatte. Alvar hatte sehr wohl ffonmal einen fo frahlendblauen Himmel gefehen und er war auch schon hier auf der Insel gewesen. Das lag allerdings mehr als dreißig Jahre zurück. Praktisch ein ganzes Leben. Seitdem hatte er der Deutschen liebstes Reiseziel nicht mehr besucht. Und das hatte seine Gründe.

»Fo einen Himmel gibt ef bei unf fo hoch im Norden nicht«, fuhr sein Freund mit dem Sprachfehler fort. Alvar sah aus Weiterlesen →

Weird Tales – Der Korb

Herbert J. Mangham
Weird Tales
Der Korb

Mrs. Buhler sagte ihm zunächst, dass sie keine freien Zimmer habe. Aber als er wegging, dachte sie an den kleinen Raum im Keller.

Auf ihren Ruf hin drehte er sich um.

»Ich habe noch ein Zimmer«, sagte sie, »aber es ist ein sehr kleiner Raum im Keller. Ich kann Ihnen aber einen vernünftigen Preis machen, wenn Sie es sich ansehen möchten.«

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Weird Tales – Das Grab

Orville R. Emerson
Weird Tales
Das Grab

Das Ende dieser Geschichte wurde mir zum ersten Mal vor Augen geführt, als Fromwiller von seiner Reise vom Kemmelberg zurückkehrte, die in der Tat sehr merkwürdig ist und die man nur schwer glauben kann.

Aber ich glaubte es genug, um mit From zum Berg zurückzugehen, um zu sehen, ob wir noch mehr entdecken könnten. Nachdem wir eine Weile an der Stelle gegraben hatten, an der Froms Geschichte begann, machten wir uns auf den Weg zu einem alten Unterstand, der eingestürzt war oder in dem zumindest alle Eingänge mit Erde zugeschüttet worden waren. Dort fanden wir, auf deutschem Briefpapier geschrieben, eine schreckliche Weiterlesen →