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Kolumnen

Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens

Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens

Kommandant Raiden ist verblüfft, als der betagte Adelige Bartok ihn zu seinem Erben ernennt – ein bedeutendes Vermächtnis, da Bartoks Reich als Vasall unter der Herrschaft eines korrupten Imperiums steht. Als Minister Geza Mott Bartok brutal misshandelt, weil dieser nicht bereit ist, ein hohes Bestechungsgeld zu zahlen, wehrt sich Bartok und wird daraufhin vor Gericht gestellt. Dort prangert er die Erosion der Ehre im Imperium an. Raiden erhält den Befehl, seinen Herrn zu exekutieren, woraufhin der Bartok-Clan aufgelöst und dessen Besitz unter den Mächtigen verteilt wird. Um sicherzustellen, dass Raiden keine Rachepläne hegt, setzt Geza seinen Krieger Ito auf ihn an.

Ein Jahr vergeht. Geza, der noch immer fürchtet, Raiden könnte Vergeltung suchen, fordert die Hälfte der Truppen seines Schwiegervaters Auguste an, um sein neu errichtetes, befestigtes Anwesen zu schützen. Gleichzeitig steigt er zum Ersten Ratsherrn des Kaisers auf. Der misstrauische Kaiser tadelt Geza für dessen anhaltende Paranoia gegenüber Raiden, der scheinbar am Boden ist: ein von Alkohol zerfressener Mann, der sein Schwert verkauft hat, von seiner Frau verlassen wurde und von seinen eigenen Männern verachtet wird, weil er Bartok getötet hat. In dem Glauben, dass Raiden keine Bedrohung Weiterlesen

Napoleon – eine Analyse zwischen Epos und Psychogramm

Napoleon – eine Analyse zwischen Epos und Psychogramm

Napoleon Bonaparte will französischer Kaiser werden und sein ehrgeiziger Aufstieg passiert rasant. Zugleich nimmt in seinem Leben aber auch die Liebe zu seiner Frau Joséphine eine entscheidende Rolle, zu der er in einem emotionalen Abhängigkeitsverhältnis steht.

Auf dem Schlachtfeld ist er ein strategischer Planer und visionärer Anführer. Doch in der ehelichen Beziehung werden ganz andere Schlachten ausgetragen. Nur kann der Feldherr seine untreue Frau durch die Eroberung der Welt an sich binden?

 

Ridley Scotts filmisches Monumentalwerk erhebt sich wie ein gewaltiges Fresko vor den Augen des Publikums, ein Tableau von Schlachtenlärm und innerer Zerrissenheit, von kriegerischem Glanz und menschlicher Tragik. In der Figur Napoleons offenbart sich ein Paradox: ein Mann, der die Welt zu seinem Schachbrett machte und doch ein Gefangener seines eigenen Geistes blieb. Scott enthüllt die Ambivalenz dieses mythisch aufgeladenen Charakters mit einem kühnen Strich – weder beschönigend noch Weiterlesen

Captain Future: Vom legendären Science-Fiction-Helden zur Ikone der Popkultur

Captain Future: Vom legendären Science-Fiction-Helden zur Ikone der Popkultur

Es war einmal ein Held, dessen Name in den Sternen stand: Captain Future. Er entstammte der Feder des amerikanischen Schriftstellers Edmond Hamilton, durchstreifte seit den 1940er Jahren die unendlichen Weiten des Universums und fesselte unzählige Leser mit seinen epischen Abenteuern. In den Pulp-Magazinen jener Zeit lebte er auf, als Vorbote futuristischer Wunder, als Bannerträger des Fortschritts und der Gerechtigkeit.

Curtis Newton, genannt Captain Future, wurde auf dem Mond geboren, inmitten einer geheimen Forschungsstation, die von seinen Eltern, den brillanten Wissenschaftlern Roger und Elaine Newton, betrieben wurde. Doch das Schicksal schlug grausam zu: Der skrupellose Victor Corvo nahm Curtis’ Eltern das Leben, sodass der junge Newton unter den Fittichen außergewöhnlicher Weggefährten aufwuchs. Grag, ein mächtiger Roboter mit einem Herzen aus Metall, Otto, ein formwandelnder Androide mit menschlichen Zügen, und Professor Simon Wright, dessen brillanter Geist in einem schwebenden Tanksystem über den Tod hinaus weiterlebte, wurden seine Familie, seine Lehrer und seine treuen Gefährten auf einer niemals endenden Reise.

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Slatermans Westernkurier Ausgabe 02-2025

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Cherokee Bill, den tollwütigen Hund von Oklahoma?

Crawford Goldspy, besser bekannt als Cherokee Bill, wurde am 8. Februar 1876 in Fort Concho, Texas, als Sohn von George und Ellen Beck Goldspy geboren. Sein Vater war Sergeant des zehnten US-Kavallerieregiments, ein sogenannter Bufallo Soldier und seine Mutter eine Cherokee mit afrikanischen, indianischen und weißen Vorfahren.

Als Crawford sieben Jahre alt wurde, trennten sich seine Eltern und seine Mutter zog mit ihm nach Fort Gibson ins Indianergebiet, wo sie ihren Sohn bald danach auf eine Indianerschule schickte, die er aber nur drei Jahre lang besuchte. Danach brachte Ellen den Jungen in Carlisle, Pennsylvania, in einer Ausbildungsschule für Indianer unter, die er jedoch schon nach zwei Jahren auch verließ. Laut mehreren Quellen konnte er trotz seiner insgesamt fünfjährigen Schulzeit kaum lesen und schreiben.

Als er die Schule in Carlisle verließ und nach Fort Gibson zurückkehrte war er gerade einmal 12 Jahre alt, trotzdem soll er, wenn man den Aufzeichnungen Glauben schenken darf, zu dieser Zeit seinen ersten Menschen erschossen haben. Sein Schwager Weiterlesen

Der Cop, der Lollis liebte

Der Cop, der Lollis liebte

Aristoteles Telly Savalas wurde am 21. Januar 1922 in Garden City, New York, als Sohn von Nikolaos und Christina Savalas geboren. Nach seinem Militärdienst, für den er mit dem Purple Heart ausgezeichnet wurde, arbeitete er für ABC Radio. Während dieser Zeit begann sich sein Haar zu lichten, bis schließlich nur noch ein schütterer Haarkranz übrig blieb. Diesen rasierte er sich kurzerhand ab und machte seine Glatze zu seinem Markenzeichen. Damit entsprach er zwar nicht dem damaligen Schönheitsideal, was ihn aber nicht daran hinderte, ab 1959 in Hollywood als Fernseh- und Filmschauspieler zu arbeiten.

Anfangs noch belächelt, strafte er seine Kritiker bald Lügen. Die Vita seiner Filme, in denen der anfangs noch unbekannte Sohn griechischer Einwanderer bis weit in die 1970er Jahre mitwirkte, war mehr als beeindruckend.

1962 spielte er an der Seite von Burt Lancaster in dem Film Der Gefangene von Alcatraz so überzeugend, dass er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert wurde. 1965 spielte er in dem Monumentalfilm Die größte Geschichte aller Zeiten die Rolle des Pontius Pilatus und 1967 in dem überaus erfolgreichen Kriegsfilm Das dreckige Dutzend den psychotischen Soldaten Weiterlesen