Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 25
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
5. Das Jüngstenläuten
In Goldberg herrschte die alte Sitte, dass die jüngsten Zunftmeister die Glocken läuteten, wenn ein Gewitter aufkam. Wie diese Sitte entstanden ist, erzählt die folgende Sage:
Auf der Burg am Willenberg, von der heute noch Ruinen sichtbar sind, residierte im 12. Jahrhundert ein frommer Burgherr, der die Städter schätzte und die Wegelagerer hasste. Als Kaiser Friedrich I. (auf Veranlassung von Papst Gregor VIII.) den Dritten Kreuzzug unternahm, schloss sich der Willenberger dem Weiterlesen
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Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
VI. Goldberg und Schönau
1. Der Name Goldbergs
Die Stadt Goldberg soll ihren Namen von den reichen Goldbergwerken erhalten haben, die in ihrer Umgebung betrieben wurden und alle sieben Tage 150 Pfund Gold lieferten. Der Rat der Stadt erhielt jedes Mal ein Pfund davon.
2. Die Entstehung Goldbergs
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Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
11. Der Mönchsberg
Der Mönchsberg hieß vor vielen hundert Jahren der blaue Berg. Ein wilder Ritter von der Gröditzburg hatte sich im Alter bekehrt, Reue gezeigt und sich in Buße auf den blauen Berg zurückgezogen. Dort lebte er in einer einfachen Klause und fand neben dieser sein Grab. Seit jener Zeit wird der Blaue Berg Mönchsberg genannt.
12. Der Jungfernsprung
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Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
10. Der Mord in der Burgkapelle
Unter den schauerlichen Geschichten der Gröditzburg nimmt der Mord in der Burgkapelle eine hervorragende Stelle ein.
Als vor vielen hundert Jahren eine Burgherrin Witwe geworden war und nur ein einziges Töchterchen, also keinen männlichen Erben, besaß, drängten sich viele Ritter heran und warben um sie. Von allen Freiern bevorzugte sie den Ritter Georg von Waldeichen und wählte ihn zum Gemahl. Nach Jahresfrist schenkte sie Weiterlesen
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Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
8. Die Gröditzburg
Nordöstlich von Löwenberg liegt die Gröditzburg. Sie ist sehr alt; schon im Jahr 1200 herrschten Raubritter darin. Sie soll zum Schutz gegen die Wenden von einem Sachsenherzog (Heinrich I.) erbaut worden sein.
9. Der Burggeist
Auf der Gröditzburg hauste im Jahr 1200 der berüchtigte Raubritter Rüdiger von Buseway. Er beraubte Klöster und Städte der ganzen Umgebung und kannte kein Erbarmen. Er hatte jedoch eine fromme und schöne Tochter, die nach Kräften die Wunden zu heilen suchte, die ihr wilder Vater der Menschheit schlug. Charitas, so hieß die Jungfrau, liebte sogar einen Feind ihres Vaters: den Burgherrn Czedlitz auf Alzenau. Weiterlesen
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