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Im Original H. Kletke

Das Buch vom Rübezahl – Teil 9

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

10. Rübezahls Pferd

Fast auf gleiche Art erging es einem alten Mann  der mit geschliffenen und geschnitzten Gläsern handelte. Er ging mit einer ganzen Trage voll über das Gebirge. Bei der großen Hitze kam ihm das Bergsteigen recht schwer an. Als er fast oben war, wollte er sich auf den Stamm eines abgehauenen Baumes setzen, der da am Weg lag, um ein wenig auszuruhen. Aber der Mann versah es im Niedersitzen, dass er rücklings über den Stamm fiel, wobei denn ein Glas hier, das andere dorthin flog und in Stücke brach. Der Unglückliche, dessen ganzes Vermögen in diesen Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 8

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

9. Rübezahls Esel

Ein Glashändler wollte einmal mit einer Hucke Scheibenglas auf dem Rücken über das Gebirge reisen. Als er unterwegs von der schweren Last müde wurde und sich ein wenig ausruhen wollte, fiel ihm ein hübscher runder Klotz ins Auge, auf den setzte er sich. Aber die Freude dauerte nicht lange, denn als er gerade in der besten Ruhe war, rollte der Klotz plötzlich unter ihm fort, sodass der Mann mit samt dem Glas zu Boden schlug und das ganze Glas kurz und klein in Stücke brach. Eine gute Weile stand er ratlos da, betrachtete die Scherben, Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 7

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

8. Rübezahls Spieß

Ein anderer Bote, welcher seinen Weg über das Gebirge nehmen musste, führte, wie es seine Gewohnheit war einen langen hölzernen Spieß bei sich, mit dem er über sumpfige Stellen hinwegsetzte.

Jahrelang hatte ihm dieser Spieß die besten Dienste geleistet. Als er diesmal aber unterwegs eine Pfütze überspringen wollte, brach ihm die Stange mitten entzwei.

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Das Buch vom Rübezahl – Teil 6

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

7. Wie Rübezahl die Enthaltsamkeit belohnt

Von Hirschberg und andern schlesischen Orten gebet an bestimmten Tagen ein Bote nach den böhmischen Städten, welche jenseits des Riesengebirges liegen.

Ein solcher Bote fand einst auf der Höhe des Gebirges dicht am Wege einen schwarzen Mann schlafend liegen, dessen Nase so lang war, wie der andere Zeit seines Lebens noch keine gesehen hatte.
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Das Buch vom Rübezahl – Teil 5

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

6. Wie Rübezahl einen Bettler darstellt

Zu einer anderen Zeit stellte Rübezahl selbst einen Bettler dar und bat einen Freiherrn, der über das Gebirge reiste, um einen Zehrpfennig.

Es soll aber der Herr zu ihm gesagt haben: »Pack dich, bist du doch stark genug. Geh und tu Gutes, arbeite den Leuten um Lohn.«

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