Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 6 – Der König der Zauberer – 2. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 6
Der König der Zauberer
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 2
Das Geisterschiff
»Ein Schiff! Gelobt sei Gott, ein Schiff!«, jauchzte der Matrose Gustav plötzlich mit heiserer Stimme und wandte den Kopf in eine neue Richtung.
Beide hatten zuvor lange nach Osten geblickt, wohin ein Vogelschwarm strebte, und darüber gerätselt, ob dies Landvögel seien. Nun sahen sie in der entgegengesetzten Richtung ein Schiff – und zwar nicht nur als fernen Punkt, sondern so nah, dass sie Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 6 – Der König der Zauberer – 1. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 6
Der König der Zauberer
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Auszug aus der einleitenden Erklärung
Bis zu seinem zwölften Lebensjahr war Richard ein kräftiger, lebensfroher Junge, doch dann wurde er durch ein Unglück gelähmt. Am Abend seines vierzehnten Geburtstags sitzt der kranke Knabe allein in seiner Stube – traurig, freudlos und ohne Ziel im Leben. Da erscheint ihm eine Fee. Sie stellt sich als die Fantasie vor und möchte ihm ein Geburtstagsgeschenk überreichen. Sie erklärt ihm Folgendes:
In Richards Schlafzimmer befindet sich eine Kammertür. Jede Nacht wird er – wenn auch nur scheinbar – erwachen. Er soll dann Weiterlesen
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 18
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 3
Die Water Street und die nähere Umgebung mit ihren Boardinghäusern, Kneipen und Tingeltangels ist in New York das Paradies der Seeleute. Gegenwärtig war eine sehr stille Zeit. New York war mit Seeleuten überfüllt, es kamen und gingen keine Schiffe, und die regelmäßig fahrenden Linien haben ihre ständige Besatzung.
Ein Bild von dieser faulen Sommerzeit gab die Gaststube von Tiedemanns Boardinghaus. (Ein Boardinghaus ist eine Matrosenherberge, der Wirt heißt Boarding-Master; in Deutschland wird er Heuerbaas genannt, und diese Herbergsväter sind in aller Welt auch Deutsche.)
Es sah traurig genug aus in der Gaststube. Von den Dutzend Matrosen und einigen Steuerleuten, welche bei Tiedemann im Logis lagen, spielten drei Mann Karten; sie spielten um Nasenstüber … um Hosenknöpfe, wollen wir lieber sagen. Die anderen hockten untätig Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 5 – Die verzauberte Insel – 6. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 5
Die verzauberte Insel
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 6
Gefangen
Bisher hatten die drei Knaben nur versucht, die geheimnisvollen Mitarbeiter einmal zu sehen, aber nichts unternommen, um eines von ihnen zu fangen. Schon die Dankbarkeit musste sie davon abhalten, Mittel wie Vogelleim anzuwenden, da sie allein Grund hatten, sie nicht zu erzürnen. Schließlich führten sie jetzt das bequemste Leben und häufig genug hatten die Heinzelmännchen bei den bisherigen Experimenten sogar ganz unnütze Arbeiten verrichten müssen, die allerdings nur harmloser Art gewesen waren und sich stets in gemäßigten Grenzen gehalten hatten.
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 5 – Die verzauberte Insel – 5. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 5
Die verzauberte Insel
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 5
Die Rätsel mehren sich
Paul war der Erste, der offen murrte und aussprach, was die beiden anderen dachten.
»Mag diese Grotte auch wohnlicher sein als jene Höhle«, sagte er, »so hatten wir dort doch die Hauptsache: Wasser. Hier verschwenden wir hingegen unsere Zeit, die wir zu etwas anderem gebrauchen könnten. Wir hätten nicht gleich ausziehen sollen, nur weil es dem Herrn Unsichtbaren beliebte, uns eine andere Wohnung anzuweisen. In den drei Monaten, die wir für die Weiterlesen
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