Archiv

Im Original Samuel Christoph Wagener

Die Gespenster – Vierter Teil – 46. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Sechsundvierzigste Erzählung
Der mir sehr nachteilige Gespensterglaube

Obwohl ich mich, wie die folgende Begebenheit bestätigen wird, von jeher bestrebt habe, den eitlen Wahn des Glaubens an furchtbare Gespenster auszurotten, und so fest ich auch jederzeit davon überzeugt war, dass es nützlich und nötig sei, diesem Wahn – der schon so manches Unglück nach sich zog – aus allen Kräften entgegenzuarbeiten: So habe ich doch, indem ich auf die angeführte Art meinem Amt und meiner Pflicht genügte, eben dadurch einmal ganz unabsichtlich und zu meinem großen, empfindlichen Nachteil das Vertrauen derjenigen von mir ferngehalten, deren Furcht vor Gespenstern mir – hätten sie sich mir vorbehaltlos anvertraut – zufällig Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 45. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Fünfundvierzigste Erzählung
Die eingetroffene Ahnung zu Westerburg

Im Januar des Jahres 1792 hörten mehrere glaubhafte Bürger in Westerburg – einem dem gräflichen Hause Leiningen gehörigen Ort im Oberrheinischen Reichskreis – einen unheimlichen Totengesang, der vom Begräbnisplatz vor der Stadt herüberklang. Dieser glich vollkommen dem Gesang, den die Schüler anzustimmen pflegten, wenn beispielsweise ein Bürger feierlich beerdigt wurde. Nach Beendigung dieses spukhaften Gesanges sprach das sonderbare, singende Gespenst ein vernehmliches und lautes Amen. Jedermann war davon überzeugt, dass diese schreckensvolle Erscheinung eine Todesahnung sei, die einem Westerburger gelte. Dies war für die Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 44. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Vierundvierzigste Erzählung
Das spukende graue Männchen

Im Jahre 1786 diente ein hübsches junges Mädchen bei einer bereits verstorbenen Kriegsrätin, deren genauer Name hier nicht zur Sache gehört. Gertrude – so wurde die Schöne im Hause genannt – erkrankte. Sie genoss bei ihrer Gebieterin, einer überaus menschenfreundlichen Dame, die beste Pflege und Versorgung. Früh und spät war die gute Hausfrau zur Stelle, und ein Wundarzt namens P. besuchte die Leidende täglich.

Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 43. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Dreiundvierzigste Erzählung
Die Todesahnung zu Altona

Am 14. April 1780 starb in Altona eine sechsjährige Tochter aus einer mir wohlbekannten Familie. Zur Pflege des Kindes war eine alte, abergläubische Krankenpflegerin angestellt. Da sie angeblich ein Sonntagskind war, sah sie häufig Gespenster sowie spukende Leichenwagen und erhob den Anspruch, die Todesfälle der Stadt ahnen und im Voraus wissen zu können.

Schon oft hatte sie gläubigen Seelen – meist allerdings erst im Nachhinein – beteuert, den Sarg eines Verstorbenen bereits vor dessen Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 42. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Zweiundvierzigste Erzählung
Die Erscheinungen von Frankfurt an der Oder

Als ich zwischen 1775 und 1778 in Frankfurt an der Oder studierte, kam mein Vermieter, der Schlachtermeister Schmidt, eines Abends zu mir. Er berichtete aufgeregt, dass es in der Lebuser Vorstadt gewaltig spuke. Er habe gerade selbst mit dem Betroffenen gesprochen: einem dort wohnenden Schiffbauer, dessen Name mir entfallen ist. Dieser Mann sei schier verzweifelt und habe klagend geäußert, er würde hundert Taler geben, wenn jemand das Gespenst vertreiben und ihn davon befreien könnte.

Weiterlesen →