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Im Original Samuel Christoph Wagener

Die Gespenster – Vierter Teil – 32. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Zweiundreißigste Erzählung

Das Kind des Baruch Wesel in Breslau

Auch in Breslau fehlte es im Winter des Jahres 1798 nicht an frommen Menschen, die bereit waren, einen Scheintoten zu ermorden. Es war die Scheinleiche eines jüdischen Säuglings, der erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickt hatte, die man lebendig begraben wollte, wenn nicht die zufällig einbrechende Nacht dies verhindert hätte.

Die Frau des Baruch Wesel kam in der Nacht vom 1. zum 2. November des genannten Jahres mit Drillingen zur Welt. Eines der drei Weiterlesen

Die Gespenster – Vierter Teil – 31. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Einundreißigste Erzählung

Ein Hospitalit zu Greenwich

Im Arbeitshaus zu Greenwich in England verfiel am 9. August des Jahres 1798 eine 60-jährige Frau in einen scheinbar toten Zustand. Ihre Leblosigkeit war so anhaltend, dass man sie am nächsten Sonntag zu begraben gedachte. Schon war ihr Sarg angefertigt; schon verschloss diese enge Behausung die vermeinte Leiche; schon hatte man die Unglückliche als wirkliche Leiche in das Behältnis getragen, in welchem die Leichen bis zum Begräbnis zu stehen pflegen. Aber am Sonntag früh kam der Arzt des Arbeitshauses, um sie Weiterlesen

Die Gespenster – Vierter Teil – 30. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Dreißigste Erzählung

Kapitän Noddings von Whitby

Im August des Jahres 1798 wurde das Schiff des Kapitäns Noddings von Whitby in einem Sturm so schwer beschädigt, dass die gesamte Mannschaft es verließ. Ein einziger Matrose blieb aus besonderer Zuneigung und freundschaftlicher Ergebenheit seinem Gebieter bis in den Tod treu. Sie hofften, das Schiff noch glücklich ans Land bringen und sich selbst retten zu können. Doch die See schwoll von Minute zu Minute mehr an, sodass ihr Untergang unvermeidlich schien.
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Die Gespenster – Vierter Teil – 29. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Neunundzwanzigste Erzählung

Ein Tagelöhner aus R. ist im Sarg noch erbost über seine hinterlassene Witwe

Die in mehr als einer Hinsicht beherzigenswerten Briefe über die wichtigsten Gegenstände der Menschheit erwähnen einen verstorbenen Ehemann, dessen Schicksal im Sarg nicht ohne ein Lächeln erwähnt wurde. Er verdient hier ein Plätzchen, da seine Geschichte eine dem Zweck dieses Abschnitts angemessene Belehrung enthält.

In R. starb ein Tagelöhner, dessen Witwe ihn nach alter, grausamer Sitte sogleich auf das Totenbett legte.
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Die Gespenster – Vierter Teil – 28. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Achtundzwanzigste Erzählung

Der Lebendige unter den Toten in Düsseldorf

Gegen das Ende des Siebenjährigen Schlesischen Krieges bezogen meine Eltern in Düsseldorf ein geräumiges Haus in der sogenannten Orangerie, dessen einer Flügel an das Brauhaus des dortigen Franziskanerklosters grenzt. In dieser Gegend sind in den beiden oberen Stockwerken die gewöhnlichen Hausbequemlichkeiten vorhanden, zu welchen aus beiden Geschossen zwei lange, gerade übereinander gebaute Gänge führen. Ihrer Entlegenheit und einiger anderer Ursachen wegen konnten oder durften diese Gänge von mir, einem Weiterlesen