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Im Original C. L. Wucke

Sagen der mittleren Werra 7

Sagen-der-mittleren-Werra

Die weiße Jungfer in Schwallungen

Der Schneidemüller von Schwarzbach erzählt: »Als ich noch bei meinem Schwiegervater war, dem Schneider Koch, der in Schwallungen auf dem sogenannten Freihof wohnte, wachte ich einmal nachts auf und sah vor meinem Bett ein schmuckes, vornehm gekleidetes Fräulein, welches aber sogleich wieder verschwand.
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Sagen der mittleren Werra 6

Sagen-der-mittleren-Werra

Der große Taler im Hasengraben bei Wasungen

Von Wasungen nach Metzels zu geht ungefähr einen Büchsenschuss hinter dem Kirchhof ein Fahrweg links ab. Er führt nach der sogenannten Goldlauter und dem Hasengraben, einer einsamen und von Schluchten zerrissenen Gegend hinter dem Kohl- und Schlossberg. Hierher fuhr ein armer Wasunger Mann in die Streu. Es war ein Notjahr, und der Mann hatte nichts als eine dürre Brotrinde bei sich. Die verzehrte er noch nüchtern und ging dann seufzend an die Arbeit. Kaum aber hatte er eine Lage Heidekraut Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 5

Sagen-der-mittleren-Werra

Der Geisterspuk auf der Maienluft bei Wasungen

In einer Sommernacht schritten einstmals drei Mäher aus Wasungen den steilen Schlossberg hinauf, um jenseits desselben im Bremgrund recht frühzeitig an die Arbeit zu gehen. Als sie in der Nähe der vor dem alten Grafenschloss Maienluft gelegenen Pächterwohnung angekommen waren, bemerkten sie zu ihrem Erstaunen, dass die Wohnstube desselben ganz ungewöhnlich hell Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 4

Sagen-der-mittleren-Werra

Der Lombarde und die Hexe in Wasungen

Zu Wasungen lebte vor langen Jahren ein junger Zinngießer, der war aus Mailand in Italien. Der Welsche hatte sich vor seiner Reise nach Deutschland eine junge Frau genommen und die hatte ihm aus der Heimat geschrieben, dass sie gar bange über seine Abwesenheit sei, da sie jeden Tag ihrer Niederkunft entgegensehe. Darüber war nun der junge Ehemann recht sehr betrübt, hing den Kopf und ging viel in der Einsamkeit umher, denn er liebte seine junge Frau und dachte mit Angst und Bangen an die ihr bevorstehende schwere Stunde.
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Sagen der mittleren Werra 3

Sagen-der-mittleren-Werra

Vom Türkenhof

Links an der Hochstraße von Schmalkalden nach Walldorf, oberhalb Schwallungen, sieht man noch im Dunkel riesiger Tannen unscheinbare Reste einer mit einem Wallgraben umgebenen Wohnstätte, der Türkenhof genannt. Die Sage erzählt, dass hier ein Schlösschen gestanden habe, ebenso, dass aus dem nahen Keller dann und wann in der Mittagsstunde zwei weiße Jungfrauen emporstiegen und sich an dem Born niederließen.
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