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Im Original C. L. Wucke

Sagen der mittleren Werra 46

Sagen-der-mittleren-Werra

Vom Eichberg bei Auwallenburg

Am oberen Ende des Dorfes Auwallenburg erhebt sich hinter dem Wirtshaus, dem Michelsberg gegenüber, der Eichberg. Von dem stieg sonst eine weiße Jungfrau in das Tal hernieder. Sie winkte den Leuten freundlich zu und teilte ihnen dann mit, dass in dem Berg noch ein reicher Schatz ruhe, den sie heben konnten. Da machten sich denn auch einige Male Bergleute, die dort Erze vermuteten, daran und schlugen ein, ihre Mühe aber blieb ohne Erfolg – Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 45

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Belagerung der Wallenburg

Von der Wallenburg geht die Sage, dass sie durch einen unterirdischen Gang mit der zwei Stunden Wegs von ihr entfernten Stadt Schmalkalden, und zwar, wie einige sagen, mit dem dortigen Schmidthof in Verbindung gestanden habe.

Einstmals wurde sie von Feinden belagert. Da diese aber bald einsahen, dass hier weder mit stürmender Hand noch durch List etwas auszurichten sei, so beschlossen sie, die Burg auszuhungern. Aber auch dies schlug fehl, denn die Belagerten blieben immer fröhlich und guter Dinge. Da machte endlich der Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 44

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Wallenburg und ihrem Weinkeller

Eine Viertelstunde östlich vom Dorf Herges ziert noch der Turm der von den Dynasten von Frankenstein auf dem Hön erbauten Wallenburg, früher Waldenburg, die Gegend. Viele Schätze liegen in den Gewölben des alten Schlosses, unter diesen auch alter, köstlicher Wein.

Der Keller ist jedoch bisher noch nicht entdeckt. Einst kam ein feiner Weinkenner in der zwölften Stunde des Johannistages dort vorüber. Der roch sofort Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 43

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Kröte in der Mommel bei Herges

Der alte Steiger Storch aus Herges erzählte: »Ich war damals noch ein kleiner Junge, als wir auf der Mommel im Schacht Güte Gottes einen Versuchsort in taubem Eisengestein machten. Da geschah es, dass eine Druse angehauen wurde, in der sich eine lebende Kröte befand. Die Alten meinten, das sei ein gutes Zeichen. Die Kröte wurde beiseitegeschafft, saß aber am anderen Morgen wieder an der nämlichen Stelle. Wir warfen sie in den Schacht, allein Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 42

Sagen-der-mittleren-Werra

Die Pestecke auf dem Totenhof zu Trusen

Eine Viertelstunde von Herges liegt in einem schönen Grund das Dörfchen Elmenthal, welches nach dem Dreißigjährigen Krieg zweimal von der Pest so mitgenommen wurde, dass der Ort bis auf einen Mann ausstarb. Dieser hatte sich ins Freie gemacht. Da hörte er aus der Luft eine Stimme, die ihm zurief: »Iss Bibernell, so wirst du von der Pest genesen.«
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